Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag 300 Millionen Euro: Eon kalkuliert Corona-Schaden

Die Aktie von Eon gibt 1,2 Prozent nach, nachdem der Energieversorger seine Ziele für 2020 gesenkt hat.

Nach Einschätzung von Marktteilnehmern wird dies die Aktie jedoch nur vorübergehend belasten, da die Prognosesenkung von einer Reihe von Beobachtern so erwartet worden sei. Eon hat im ersten Halbjahr wegen sinkender Netzerlöse moderat Gewinn eingebüßt und seine Ergebnisprognose für 2020 vorsorglich gesenkt. Der überwiegende Teil der Covid-19-Effekte sollte damit bilanziell verarbeitet sein. Nach aktuellem Stand beziffert Eon die Belastungen mit 300 Millionen Euro. Entsprechend wird das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) für 2020 nun zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Euro erwartet statt wie bisher zwischen 3,9 und 4,1 Milliarden Euro. Die Prognose für den bereinigten Konzernüberschuss reduzierte Eon auf 1,5 bis 1,7 von zuvor 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro. Da die Hälfte der Belastung im regulierten Netzgeschäft entsteht und nach Einschätzung von Eon bis 2024 aufgeholt werden kann, bleiben die Mittelfristziele bestehen.

Quelle: ntv.de