Der Börsen-TagChina taktiert geschickt: Strafzoll auf US-Hirse
Der heutige Börsen-Tag entwickelt sich zu einem China-Tag: Wie es scheint, versucht sich Peking in der Politik von "Zuckerbrot und Peitsche".
Denn das Reich der Mitte signalisiert nicht nur Entgegenkommen und Gesprächsbereitschaft, sondern zeigt auch harte Bandagen - in Form von Vergeltungsmaßnahmen für Trumps Strafzölle.
Zoll um Zoll geht damit der Handelsstreit weiter: Der neueste Coup aus China sind vorübergehende Strafzölle auf amerikanisches Getreide.
Wie das Handelsministerium in Peking mitteilt, müssen bestimmte US-Firmen ab Mittwoch bei ihren Hirse-Einfuhren nach China vorerst einen Aufschlag von bis zu knapp 180 Prozent zahlen.
Eine Prüfung habe ergeben, dass Chinas Agrarindustrie durch die zu Dumping-Preisen ins Land kommenden US-Einfuhren substanziell geschädigt werde.
China sei aber bereit, seine Kooperation im Handelsstreit mit den USA auszuweiten.
Die Strafzölle seien eine vorläufige Maßnahme, erklärte das Ministerium.
Eine endgültige Entscheidung werde später getroffen.
Die Sonderzölle seien eine Art "Hinterlegung", die die Firmen zu leisten hätten.
Die Strafen sind deutlich höher als von Experten erwartet.
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