Der Börsen-Tag
2. Juli 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax mit rekordträchtigem Tag

Deutlich schlechter als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA haben den deutschen Aktienmarkt kräftig aufgemischt. Die Daten für den Monat Juni zeigten, dass sich in den Vereinigten Staaten die Einstellungsdynamik kräftig verlangsamt hat und den jüngsten Aufschwung am Arbeitsmarkt bremst. Damit hätten sich die Erwartungen an eine erste Zinsanhebung in den USA etwas nach hinten verschoben, hieß es auf dem Frankfurter Parkett zur Begründung. Die von der schwarz-roten Bundesregierung auf den Weg gebrachten Arbeits- und Sozialreformen hatten zuvor für leichte Kursanstiege gesorgt.

So stieg der Dax erstmals seit Januar dieses Jahres wieder auf einen Rekordwert. Der deutsche Börsenleitindex erreichte am Nachmittag 25.655,82 Punkte - ein Plus von 2,4 Prozent. Am Ende ging der Dax mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent auf 25.581 Zähler aus dem Handel - und damit deutlich über dem alten Rekord von 25.508 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 1,2 Prozent höher bei 6360 Stellen.

Nach einem schon starken ersten Halbjahr feierte der Dax bereits einen gelungenen Auftakt in die zweite Jahreshälfte. Er war zuletzt seinen internationalen Kursbarometern hinterhergehinkt, denn von den USA über Asien bis nach Europa hatten viele in den vergangenen Wochen und Monaten längst eine Rekordrally hinter sich. Dazu beigetragen hat zuletzt auch die Hoffnung auf eine nachhaltige Lösung im Iran-Krieg. Das ließ die stark gestiegenen Ölpreise auch heute wieder fallen.

Dax mit rekordträchtigem Tag
17:17 Uhr

Preise für Gold und Silber schnellen hoch

Der Goldpreis setzt seinen jüngsten Aufwärtstrend fort und steigt um bis zu 2,4 Prozent auf 4128 Dollar je Feinunze. Am Mittwoch hatte das Edelmetall 0,6 Prozent zugelegt. "Das Edelmetall erholt sich, nachdem Fed-Chef Kevin Warsh beim EZB-Forum einen weniger restriktiven Ton angeschlagen hat," sagt Nikos Tzabouras, leitender Marktanalyst bei Tradu.com. Warsh sagte, dass sich die Inflationserwartungen und -risiken in den letzten Wochen abgeschwächt hätten, bekräftigte aber gleichzeitig das Bekenntnis der US-Notenbank, die Inflation wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel zu bringen. Anleger hatten wegen der gestiegenen Teuerung zuletzt auf Zinserhöhungen der Fed gesetzt. Gold verliert tendenziell an Attraktivität, wenn die Zinsen hoch sind, da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft. Auch mit Silber geht es aufwärts: um 3,5 Prozent auf 61,15 Dollar.

Preise für Gold und Silber schnellen hoch
17:01 Uhr

Brichta zu Bayer: "Juristischer Schachzug mit Sprengkraft"

Der deutsche Agrar- und Pharmariese gliedert sein Geschäft mit dem umstrittenen Glyphosat in den USA in eine neue Tochterfirma aus. Das ist Teil einer größeren Strategie - und soll das Risiko weiterer Gerichtsverfahren für Bayer mindern. Die Auswirkungen analysiert unser Börsenexperte Raimund Brichta.

Brichta zu Bayer: "Juristischer Schachzug mit Sprengkraft"
16:44 Uhr

Chinesischer Autobauer GWU will mit Kompakt-SUV Europa-Markt aufmischen

Der chinesische Autobauer Great Wall Motor (GWM) will in Europa durchstarten. Der Konzern wolle mit mindestens zehn neuen Modellen in zwei Jahren seinen Marktanteil in Europa bis 2030 auf drei bis fünf Prozent steigern, sagte GWM-Technikchefin Nicole Wu. Die Modellpalette solle von Kleinwagen bis zu großen Geländewagen reichen. Große Hoffnungen setze der Konzern auf den Kompakt-SUV Ora 5, der in Benzin-, Hybrid- und Elektrovarianten ab einem Preis von 26.950 Euro erhältlich sein wird. "Der Ora 5 wird unser absatzstärkstes Modell sein", sagte Wu. Noch in diesem Jahr sollen weitere Fahrzeuge folgen, darunter der Geländewagen Tank 300 und ein großer Pick-up.

Zahlreiche-Neuwagen-der-Marke-Ora-des-chinesischen-Automobilherstellers-Great-Wall-Motor-stehen-auf-einem-Parkplatz-am-JadeWeserPort
Zahlreiche Neuwagen der Marke Ora des chinesischen Automobilherstellers Great Wall Motor stehen auf einem Parkplatz am JadeWeserPort. (Foto: picture alliance/dpa)

Für den europäischen Markt verfolgt GWM eine Strategie mit drei Marken: GWM für das Volumensegment, Wey für Premium-SUVs und Tank für hochwertige Geländewagen. 

Chinesischer Autobauer GWU will mit Kompakt-SUV Europa-Markt aufmischen
16:20 Uhr

Japan schiebt Wirtschaft mit Billionen-Investitionen an

Was sich derzeit in Japans Wirtschaft tut, hat es in diesem Ausmaß praktisch noch nicht gegeben: mit massiven Investitionen und umfangreichen Reformen setzt die Regierung in Tokio neue Wachstumsimpulse, die bis in den Billionenbereich gehen. Vor allem Zukunftstechnologien wie KI, Robotik und Halbleiter stehen dabei im Fokus. So ist es kaum erstaunlich, dass nach Bekanntgabe des Programms die Börse in Tokio deutlich nach oben geklettert ist - alleine im letzten Quartal um rund ein Drittel. Wie Anleger diese Entwicklung nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale.

Japan schiebt Wirtschaft mit Billionen-Investitionen an
15:59 Uhr

Plus an der Wall Street - Dax geht in Richtung 26.000

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Ein schwächer als erwarteter Beschäftigungsaufbau in den USA hat die US-Börsen angetrieben und dabei dem Dow Jones Industrial eine Bestmarke beschert. Am letzten Handelstag der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche gewann der bekannteste Wall-Street-Index zuletzt 0,9 Prozent auf 52.761 Punkte und toppte damit sein Rekordhoch vom Mittwoch. Der S&P 500 stieg um 0,8 Prozent auf 7540 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,7 Prozent auf 29.999 Punkte zu.

Derweil hat der Dax seinen rasanten Aufstieg vorerst beendet. Sein neues Rekordhoch liegt bei nunmehr 25.655,82 Punkten.

Plus an der Wall Street - Dax geht in Richtung 26.000
15:51 Uhr

Schwache US-Jobdaten befeuern Bitcoin

Bitcoin ist weiter gestiegen und hat ein neues Einwochenhoch erreicht, nachdem die Daten zu den neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA schwächer als erwartet ausgefallen sind. Dies schwächt die Argumente für Zinserhöhungen. Die Zahl der Stellen stieg im Juni um 57.000 und lag damit unter der von Ökonomen in einer WSJ-Umfrage prognostizierten Zunahme von 117.000.

Zwar sei die Arbeitslosenquote unerwartet auf 4,2 Prozent gefallen, doch gebe die Zahl der neu geschaffenen Stellen den Händlern Grund zu der Annahme, dass die Federal Reserve die Zinsen beibehalten oder sogar wieder Zinssenkungen vornehmen könnte, wenn sich der Arbeitsmarkt weiter abschwächt, schreibt Petros Pantzari von Monaxa in einem Kommentar. Bitcoin steigt nach den Daten auf bis zu 61.540 US-Dollar, von 61.212 US-Dollar davor.

Schwache US-Jobdaten befeuern Bitcoin
15:29 Uhr

Dax schießt hoch - neuer Rekord

Mit der Eröffnung des Handels an der Wall Street hat der Dax mit 25.605 Punkten ein neues Rekordhoch markiert - ein Anstieg um 2,2 Prozent. Damit übertraf der deutsche Leitindex die alte Höchstmarke von 25.508 Stellen. Der EuroStoxx50 stieg um 1,4 Prozent auf 6368 Zähler.

Dax schießt hoch - neuer Rekord
15:12 Uhr

Belastet KNDS den Rüstungssektor?

Die Absage des geplanten Börsengangs des Panzerbauers KNDS stellt nach Einschätzung aus dem Handel keinen Belastungsfaktor für den Rüstungssektor im allgemeinen dar. KNDS habe damit lediglich auf die aktuelle Stimmungsflaute für die Branche an den Börsen reagiert, diese werde aber durch das IPO-Aus nicht noch zusätzlich verstärkt. Auch sei der KNDS-Börsengang nur verschoben, aber nicht grundsätzlich abgesagt worden, heißt es.

Belastet KNDS den Rüstungssektor?
14:47 Uhr

Einbruch bei US-Stellenaufbau - Dax kurz vor Rekord

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juni massiv abgekühlt. Unter dem Strich wurden nur 57.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem Bericht der Regierung hervorgeht. Ökonomen hatten einen Anstieg um 110.000 erwartet. Im Mai waren nach revidierten Daten nur 129.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ursprünglich war eine Zahl von 172.000 gemeldet worden. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank im Juni allerdings überraschend - und zwar auf 4,2 Prozent, nach 4,3 Prozent im Mai.

Die US-Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Die jüngsten Daten könnten die Fed zwingen, vor einer Zinsanhebung abzusehen. Der Dax schoss um 1,7 Prozent auf 25.469 Punkte hoch, sein Rekordhoch liegt bei 25.508 Stellen.

Einbruch bei US-Stellenaufbau - Dax kurz vor Rekord
14:21 Uhr

Trends bei Trade Republic: Deutsche Anleger setzen weiter auf US-Aktien

Seit dem 1. Juli gilt in der EU das Verbot von Payment for Order Flow - ein Einschnitt für viele Online-Broker. Der Chef von Trade Republic glaubt, dass sich für die Millionen Kunden nicht viel ändert. Und erzählt wie die Kunden der Plattform investieren.

Trends bei Trade Republic: Deutsche Anleger setzen weiter auf US-Aktien
13:57 Uhr

Wall Street beendet Handelswoche bereits heute

Der US-Arbeitsmarktbericht für Juni dürfte am letzten Handelstag der Woche an der Wall Street die Richtung vorgeben. Am Freitag findet wegen des Unabhängigkeitstags am 4. Juli kein Handel statt. Am US-Anleihemarkt gibt es heute nur eine verkürzte Sitzung. Es wird eine Stellenzunahme von 115.000 erwartet, nach 172.000 neuen Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote wird dagegen unverändert bei 4,3 Prozent prognostiziert. Die Daten könnten Auswirkungen auf die weitere geldpolitische Richtung der US-Notenbank haben, heißt es.

Die ebenfalls anstehenden wöchentlichen Erstanträge und der Auftragseingang für den Mai dürften dagegen klar in den Hintergrund treten. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell unverändert.

Wall Street beendet Handelswoche bereits heute
13:32 Uhr

Glyphosat-Umbau bei Bayer schürt Hoffnungen auf eine Abspaltung

Bayer bündelt sein umstrittenes und von Klagen überhäuftes US-Geschäft mit dem Unkrautvernichter Glyphosat in einer neuen Gesellschaft und schürt damit Hoffnungen auf eine Aufspaltung des Konzerns. Die neue Einheit mit dem Namen Ruveon werde das gesamte US-Geschäft mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter steuern, teilte der Dax-Konzern mit. Dies umfasse die Preisgestaltung, die Produktion und die Logistik. Die Aktien der Leverkusener stiegen weiter. Unterstützt wurde der Kursanstieg zudem durch eine Heraufstufung der Aktie durch die Deutsche Bank.

Der Schritt befeuert bei Investoren die Hoffnung, dass der Konzern sich strukturellen Veränderungen nähert, die einige Aktionäre seit langem fordern. Die Maßnahme "könnte die Spekulationen von Anlegern über eine eventuelle Trennung einiger Agraraktivitäten von Bayer anheizen", kommentierte Sebastian Bray von Berenberg. Stefan Wulf vom Brokerhaus ODDO BHF erklärte, die separate Aufstellung des US-Glyphosat-Geschäfts würde es Bayer erleichtern, "das Geschäft künftig abzutrennen oder zu veräußern". Bayer erklärte jedoch, Ruveon werde ein Bayer-Geschäft bleiben. Die neue Einheit solle als "flexiblerer und besser positionierter Akteur" in ihrem Markt agieren.

Glyphosat-Umbau bei Bayer schürt Hoffnungen auf eine Abspaltung
13:14 Uhr

Postbank kommt um großen Streik herum

Gewerkschaften und Deutsche Bank haben sich auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Postbank verständigt. Die Übereinkunft umfasse bei einer Laufzeit von 28 Monaten eine zweistufige Gehaltserhöhung, teilte das Frankfurter Geldhaus mit. Zum 1. Juli sollen die monatlichen Vergütungen aller Tarifbeschäftigten zunächst um 175 Euro steigen. Ab Juli 2027 folge dann eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent. Zudem wurde der Kündigungsschutz bis Ende 2028 verlängert. Die Übereinkunft gelte für rund 7500 Menschen, hieß es bei der Deutschen Bank. Der Finanzausblick der Bank bleibe von dem Tarifabschluss unberührt.

"Mit dieser Einigung verbinden wir soziale Verantwortung mit Wettbewerbsfähigkeit und der notwendigen Flexibilität für die kommenden Jahre", sagte Dominik Hennen, Leiter Personal Banking Deutschland der Deutschen Bank. Die Gewerkschaft Verdi hatte noch Mitte Juni mit einer Urabstimmung über einen Streik bei der Postbank gedroht. Dieser ist nun vom Tisch.

Postbank kommt um großen Streik herum
12:52 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Die Sätze am europäischen Geldmarkt treten heute nahezu auf der Stelle. Mit dem abnehmenden Inflationsdruck sinkt auch die Erwartung an eine Zinsanhebung durch die EZB. An den Terminmärkten wird eine weitere Zinserhöhung der EZB bis September nur noch mit einer 65-prozentigen Wahrscheinlichkeit eingepreist. Nach Ansicht von Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, könnte es aber verfrüht sein, auf einen nachhaltigen Rückgang der Inflation zu setzen. Schließlich laufen in den kommenden Monaten einige vorübergehende fiskalische Entlastungsmaßnahmen aus, was für wieder anziehende Inflationsraten sorgen könnte.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,16 - 2,25 (2,16 - 2,20), Wochengeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), 1-Monats-Geld: 2,10 - 2,35 (2,05 - 2,25), 3-Monats-Geld: 2,18 - 2,51 (2,18 - 2,51), 6-Monats-Geld: 2,49 - 2,67 (2,49 - 2,66), 12-Monats-Geld: 2,50 - 2,67 (2,57 - 2,80), Euribors: 01.07. 30.06. 3 Monate: 2,3120 2,3240, 6 Monate: 2,5540 2,5580, 12 Monate: 2,7270 2,7280

Neues vom Geldmarkt
12:32 Uhr

Neues Infineon-Halbleiterwerk in Dresden geht vorzeitig in Betrieb

Der deutsche Chiphersteller Infineon hat eine neue Produktionsstätte in Dresden eröffnet, die für rund fünf Milliarden Euro entstanden ist. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens, wie Vorstandschef Jochen Hanebeck sagte. Mit der "Smart Power Fab" soll sich die Kapazität am Standort verdoppeln. Die Fabrik schafft etwa 1000 neue Arbeitsplätze. Die Inbetriebnahme sei ein Meilenstein für Dresden, Deutschland und ein technologisch souveränes Europa, stellte Hanebeck heraus. Hier entstünden künftig Produkte für die KI-Revolution. 

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"Smart Power Fab" in Dresden. (Foto: REUTERS)

Seit dem Spatenstich Anfang Mai 2023 vergingen drei Jahre bis zur Fertigstellung. Das Werk geht drei Monate früher als geplant in Betrieb. Infineon will hier Leistungshalbleiter herstellen, die unter anderem für Elektroautos, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden. Die Chips entstehen auf 300-Millimeter-Wafern. 

Neues Infineon-Halbleiterwerk in Dresden geht vorzeitig in Betrieb
12:06 Uhr

Dax nimmt Fahrt auf

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat mittlerweile an Schwung zugelegt und ist höher geklettert. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,6 Prozent höher bei 25.184 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 6305 Stellen. Der Euro lag 0,3 Prozent fester bei 1,1410 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI verbilligten sich um je 0,9 Prozent auf 70,41 beziehungsweise 67,44 Dollar pro Barrel.

Dax nimmt Fahrt auf
11:52 Uhr

Bayer-Aktie geht steil hoch

Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank haben die Anleger bei Bayer zugegriffen. Die Aktie stieg um 5,5 Prozent. Sie war damit Spitzenreiter im Dax. Nach dem wegweisenden Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA im milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreit zugunsten von Bayer sehen die Analysten der Deutschen Bank den Konzern auf einem guten Weg. Der Fokus dürfte sich nun allmählich wieder auf die Fundamentaldaten und die Wachstumsstory in den Bereichen Crop und Pharma verlagern, hieß es in dem Kommentar. Die Experten setzten die Bayer-Titel auf "Buy" von "Hold".

Der Pharma- und Agrarkonzern teilte zudem mit, sein US-Geschäft mit dem weit verbreiteten und umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft bündeln zu wollen. Die Ausgliederung ist Teil eines im vergangenen Jahr vorgestellten Fünfjahresprogramms für die Agrarsparte Crop Science.

Bayer-Aktie geht steil hoch
11:36 Uhr

Conti gibt sich zuversichtlich

Im Handel ist von einem positiv aufgenommenen nachbörslichen Pre-Close-Call von Continental die Rede. Offenbar sei das zweite Quartal solide verlaufen. Das Unternehmen habe sich zudem zuversichtlich geäußert, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. 

Conti gibt sich zuversichtlich
11:15 Uhr

Stihl und Kärcher starten Akku-Allianz für Profis

Motorsägen, Garten- und Forstgeräte von Stihl und Reinigungsgeräte von Kärcher für Profis sollen künftig mit dem gleichen Akku funktionieren. Die beiden schwäbischen Unternehmen gehen eine strategische Partnerschaft ein, wie die Vorstandschefs der Mittelständler mitteilten. Kernstück der Allianz sei ein von Stihl neu entwickeltes Akkusystem, das künftig in den Profi-Geräten der beiden Familienunternehmen zum Einsatz kommt.

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(Foto: dpa)

Professionelle Anwender benötigten Systeme, die viele Aufgaben abdeckten, Komplexität reduzierten und Investitionen langfristig nutzbar machten, sagte Stihl-Chef Michael Traub. Kärcher-Vorstandschef Hartmut Jenner betonte, die Zusammenarbeit sei weit mehr als nur eine technische Lösung. Man treibe die Elektrifizierung professioneller Anwendungen konsequent voran. 

Stihl und Kärcher starten Akku-Allianz für Profis
11:02 Uhr

Deutscher Maschinenbau leidet unter schwacher Euroraum-Nachfrage

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im Mai weniger Bestellungen erhalten. Der Auftragseingang lag preisbereinigt um ein Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt am Main mitteilte. Während die Inlandsbestellungen um drei Prozent zurückgingen, legten die Aufträge aus dem Ausland um ein Prozent zu. Besonders schwach fiel dem Verband zufolge die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern aus, aus denen 21 Prozent weniger Bestellungen eingingen als ein Jahr zuvor. Aus Nicht-Euro-Ländern kamen dagegen elf Prozent mehr Aufträge.

VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt nannte die Sorgen der Kunden über die weltweiten Krisen und damit auch über drohende Lieferengpässe bei Vormaterialien als Grund für die Zurückhaltung. "Damit bleibt die Branche in Wartestellung." Im Inland müsse die Regierung die Unternehmen mit Reformen spürbar entlasten. "Unser Industriestandort braucht dringend ein maßgebliches Upgrade." 

Deutscher Maschinenbau leidet unter schwacher Euroraum-Nachfrage
10:41 Uhr

Showdown zum Deutschen Zertifikatepreis 2026

Es gibt viele verschiedene Anbieter von Zertifikaten - doch welcher ist der Beste? Und wer stellt in welchem Teilbereich die Konkurrenz in den Schatten? Genau um diese Fragen geht es beim Deutschen Zertifikatepreis, der dieses Jahr wieder in Frankfurt vergeben wird. Und auch ganz normale Anleger können unter www.deutscher-zertifikatepreis.de mit darüber entscheiden, wer am Ende auf dem Siegerpodest steht. Friedhelm Tilgen spricht mit dem Veranstalter Benjamin Feingold vom Feingold Research.

Showdown zum Deutschen Zertifikatepreis 2026
10:14 Uhr

Rheinmetall erhält Großauftrag für Flugabwehrsystem

Rheinmetall hat nach eigenen Angaben einen Großauftrag für sein Flugabwehrsystem Skynex an Land gezogen. Der Auftragswert eines internationalen Kunden betrage mehrere hundert Millionen Euro, teilte das Dax-Unternehmen mit. Die Bestellung umfasse Fahrzeuge, Munition und integrierte logistische Unterstützung. Rheinmetall liefere innerhalb von 39 Monaten vier Skynex-Systeme. Die Auslieferung der ersten Batterie soll 21 Monate nach der Vertragsunterzeichnung erfolgen. Die weiteren Batterien folgten nacheinander, wobei jede Lieferung sechs Monate nach Abschluss der vorherigen geplant sei. 

Rheinmetall erhält Großauftrag für Flugabwehrsystem
09:55 Uhr

KNDS-Rückzieher sät Zweifel - sind Panzer noch gefragt?

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS geht vorerst doch nicht an die Börse. Die Eigentümer würden wohl nicht so viele Milliarden bekommen, wie erhofft. Das zeigt, dass Investoren bei Rüstungsaktien knausriger geworden sind, sagt ntv-Börsenreporter Frank Meyer.

KNDS-Rückzieher sät Zweifel - sind Panzer noch gefragt?
09:34 Uhr

Ölpreise fallen den dritten Tag in Folge

Die Ölpreise befinden sich erneut im Rückwärtsgang: Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligen sich in der Spitze um rund eineinhalb Prozent auf 70,63 beziehungsweise 67,56 Dollar je Fass. Die Notierungen fallen den dritten Tag in Folge und liegen damit in etwa auf dem Niveau, das sie vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hatten. Da die wichtige Wasserstraße von Hormus wieder geöffnet sei und Rohöl abtransportiert werde, wachse die Erwartung an ein Überangebot - das drücke die Preise, heißt es in einer Mitteilung von Haitong Futures.

Nach dem im Juni geschlossenen Übergangsabkommen zwischen den USA und Iran zur Beilegung des Krieges gewährt Teheran Schiffen für 60 Tage freie Durchfahrt. Zuletzt hatten die USA und der Iran in der katarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand geführt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über den Verlauf, Insidern zufolge gab es jedoch keinen Durchbruch.

Ölpreise fallen den dritten Tag in Folge
09:16 Uhr

Dax hat klaren Fokus

Der Dax hält sich zum Start ins heutige Tagesgeschäft bedeckt. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.035 Punkten, nachdem er sich bereits zur Wochenmitte kaum bewegt hatte. Allerdings hatte er die 25.000er-Marke zurückerobert. "Der heutige Fokus liegt klar auf den US-Arbeitsmarktdaten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Am Nachmittag wissen wir dann mehr."

Dax hat klaren Fokus
08:59 Uhr

Chinas Autoaktien preschen vor

Aktien chinesischer Autohersteller profitieren von den Absatzzahlen für Juni. Diese zeugten von einer hohen Nachfrage aus dem Ausland. Geely Automobile gewinnen 3,6, Xpeng 2,7 und Xiaomi 4,8 Prozent, 

Chinas Autoaktien preschen vor
08:40 Uhr

Ausverkauf bei Asiens Chipwerten

Erneut uneinheitlich tendieren die Börsen in Ostasien und Australien. Heftige Kursverluste verzeichnen Aktien von Chipherstellern. Der Sektor war am Vorabend in den USA schon abverkauft worden. Belastend wirkten unter anderem Pläne von Meta Platforms zum Aufbau eines Cloud-Geschäfts mit dem Ziel, überschüssige KI-Rechenleistung zu verkaufen. Auch nahmen Anleger Gewinne mit, nachdem der Sektor im ersten Halbjahr gut gelaufen war.

In Seoul sackt der Kospi um rund fünf Prozent ab. Kräftige Verluste der Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix ziehen den Index in die Tiefe. Dagegen legen im Rüstungssektor Hanwha Ocean um 3,1 Prozent zu. Der Schiffsbaukonzern hat das Ausschreibungsverfahren der südkoreanischen Seestreitkräfte für einen neuen Zerstörer gewonnen. Neue Inflationsdaten haben derweil keinen Einfluss auf das Geschehen am Aktienmarkt; der Preisauftrieb in Südkorea erreichte zwar im Juni das höchste Niveau seit 30 Monaten, deckte sich aber mit der Konsensschätzung von Ökonomen.

Am Tokioter Aktienmarkt fällt der Nikkei um 1,9 Prozent, während der breiter gefasste Topix um 0,5 Prozent steigt. Auch hier stoßen Anleger Aktien des Chipsektors ab. Kioxia verbilligen sich um 13,3 und Advantest um 8,2 Prozent. Gesucht sind Takeda Pharmaceuticals, die nach Bekanntgabe einer KI-Entwicklungspartnerschaft mit dem Biotech-Unternehmen Insilico um 2,3 Prozent zulegen.

Ausverkauf bei Asiens Chipwerten
08:21 Uhr

Hohe Volatilität im Bitcoin-Handel

Der Bitcoin legt im asiatischen Handel leicht zu. Carsten Menke von Julius Bär erwartet, dass die Volatilität im Bitcoin-Handel hoch bleiben wird. Die Überzeugung der Anleger, ihre Positionen zu halten, scheine zu bröckeln, da die Kurse unter Druck blieben, sagt er. Die Märkte kämpfen zudem mit Verkaufsängsten nach der Ankündigung von Strategy, dem größten Unternehmenshalter von Bitcoin, Barmittel zu beschaffen. "Zwangsverkäufe durch solche Unternehmen sind ein Belastungsfaktor für digitale Vermögenswerte im Allgemeinen, aber das ist nicht das, was die Märkte im Moment einpreisen", meint Menke. Anhaltende Abflüsse aus ETFs deuten unterdessen auf eine wachsende Unzufriedenheit mit der Wertentwicklung von Bitcoin und auf Sorgen über mögliche US-Zinserhöhungen und einen stärkeren Dollar hin.

Der Bitcoin steigt 0,1 Prozent auf 60.147,87 Dollar.

Hohe Volatilität im Bitcoin-Handel
08:03 Uhr

Die Musik spielt an der Wall Street

Der Dax wird wenig verändert in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Leitindex mit 25.040,28 Punkten knapp im Plus geschlossen. Die stockenden Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran grenzten die Gewinne ein. An der Wall Street gingen die Indizes im Minus aus dem Handel.

Im heutigen Mittelpunkt steht der US-Arbeitsmarktbericht, der damit einen Tag früher als sonst veröffentlicht wird. Am Freitag bleiben die Börsen in den USA wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli geschlossen. Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten hat nach einer schwächeren Phase zuletzt drei Monate hintereinander kräftig zugelegt. Im Juni dürfte sich der Jobaufbau auf dem US-Arbeitsmarkt hingegen spürbar abgeschwächt haben. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll.

Die Musik spielt an der Wall Street
07:44 Uhr

USA wollen Freihandelsabkommen nicht verlängern

Anstelle einer Verlängerung des Freihandelsabkommen USMCA in seiner jetzigen Form wollen die USA den Wirtschaftspakt mit Mexiko und Kanada künftig jährlich überprüfen. US-Vertreter hätten dies auf einer virtuellen Konferenz mit ihren Kollegen der anderen Länder bekanntgegeben, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer mit. Washington bemängelte, dass die Belange von US-Bauern, Herstellern und Geschäften nicht ausreichend berücksichtigt würden.

Zugleich betonte ein hochrangiger US-Regierungsbeauftragter: "Die Vereinigten Staaten werden den Dialog mit Mexiko und Kanada gegebenenfalls fortsetzen, und während dieser Zeit bleibt das Abkommen in Kraft." Bei der Neugestaltung des Abkommens wolle die Regierung unter Präsident Donald Trump den Kongress einbeziehen.

Der neue Mechanismus sieht eine Maximallaufzeit von zehn Jahren vor, in denen sich die USA, Kanada und Mexiko auf eine Verlängerung um 16 Jahre einigen können. Trifft dies nicht zu, läuft das USMCA aus. Der US-Regierungsbeamte betonte, dass Trump zugleich die Möglichkeit habe, bei Bedarf früher aus dem Abkommen auszutreten. Am 20. Juli wollen sich die beteiligten Länder zu einer dritten Gesprächsrunde treffen.

USA wollen Freihandelsabkommen nicht verlängern
07:28 Uhr

Bundesregierung hält an KNDS-Einstieg fest

Die Bundesregierung hält trotz der Verschiebung des KNDS-Börsengangs an ihrem geplanten Einstieg bei dem deutsch-französischen Panzerbauer fest. Die Regierung respektiere die Entscheidung des Unternehmens, den Börsengang zu pausieren, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Man sei weiterhin daran interessiert, gemeinsam mit den französischen Partnern das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. In Verhandlungen mit Frankreich und der Anteilseignerfamilie sei bereits eine Verständigung über Eckpunkte für eine Beteiligung erzielt worden. Diese sichere ausgewogene Einflussrechte beider Länder und schütze die gegenseitigen Sicherheitsinteressen auf Augenhöhe.

KNDS hatte mitgeteilt, den Börsengang wegen der Marktbedingungen vorerst auszusetzen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte erst am Freitag grünes Licht für den Einstieg des Bundes bei KNDS für bis zu 7,2 Milliarden Euro gegeben.

Bundesregierung hält an KNDS-Einstieg fest
07:12 Uhr

Bayer bündelt US-Glyphosat-Geschäft 

Bayer bündelt sein US-Geschäft mit dem weit verbreiteten und umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft. Die neue Gesellschaft werde den Namen Ruveon tragen, teilte der Dax-Konzern mit. Ziel sei es, das Geschäft optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten. Ruveon werde von St. Louis aus alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts verantworten, von der Preisgestaltung bis zur Produktion, bleibe jedoch Teil des Bayer-Konzerns.

Die Ausgliederung ist Teil eines im vergangenen Jahr vorgestellten Fünfjahresprogramms für die Agrarsparte Crop Science. Als eigenständige Einheit könne Ruveon agiler handeln und damit besser auf die Wettbewerbsdynamik in dem von Nachahmerprodukten geprägten US-Markt reagieren, hieß es weiter. "Der heutige Schritt ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unseres Fünfjahresprogramms", sagte Brian Naber, Leiter von Crop Science für Nordamerika. "Mit dem Start von Ruveon bekräftigen wir unser Engagement im Glyphosatmarkt." Die neue Gesellschaft wird von Alfonso Alba Ordonez geleitet.

Bayer bündelt US-Glyphosat-Geschäft 
06:54 Uhr

Tesla-Absatz weckt Fantasie

Die Neuzulassungen von Tesla sind im Juni in mehreren europäischen Ländern deutlich gestiegen. In Frankreich haben sich die Zulassungen mit 105 Prozent mehr als verdoppelt, wie aus Daten von Branchenverbänden und Ministerien hervorging. In Schweden gab es ein Plus von 56 Prozent, in Italien und Portugal von jeweils 43 Prozent sowie in Dänemark von 39 Prozent. In Spanien fiel das Wachstum mit 5,6 Prozent geringer aus. Ene Ausnahme bildete Norwegen, wo die Neuzulassungen des US-Elektroautobauers um 43 Prozent einbrachen. Die Zahlen deuten auf eine Erholung des Absatzes in Europa hin, bevor Tesla in Kürze seine weltweiten Auslieferungszahlen für das zweite Quartal vorlegt. Analysten erwarten hierbei einen Anstieg um fünf Prozent. Die Tesla-Aktie lag im US-Handel im Verlauf 1,1 Prozent im Plus.

Tesla-Absatz weckt Fantasie
06:35 Uhr

Niedrigere Sojaölpreise belasten Palmöl 

Palmöl gibt nach und folgt damit den gefallenen Sojaölpreisen. Niedrigere Rohölpreise könnten ebenfalls belasten, da nachgebende Energiepreise die Attraktivität von Palmöl als Rohstoff für Biokraftstoff verringern. Allerdings könnte die jüngste Schwäche des Ringgit für etwas Unterstützung sorgen, was malaysisches Palmöl für Käufer aus Übersee wettbewerbsfähiger macht. Das erklärtiert PhillipCapital. PhillipCapital erwartet, dass die Preise bei 4.700 Ringgit pro Tonne auf einen Widerstand stoßen und bei 4.433 Ringgit pro Tonne eine Unterstützung finden werden. Der an der Bursa Malaysia Derivatives gehandelte Kontrakt mit Lieferung im September notiert um 11 Ringgit niedriger bei 4.546 Ringgit pro Tonne.

Niedrigere Sojaölpreise belasten Palmöl 
06:20 Uhr

Panzerbauer bläst Börsengang ab

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS schiebt seinen Börsengang angesichts der Kursverluste bei Rüstungsaktien auf die lange Bank. Die Aktionäre hätten das Unternehmen informiert, sie wollten die Börsenpläne erst wieder aufnehmen, wenn sich das Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa wieder verbessere, teilte KNDS mit. KNDS hatte eigentlich noch vor der Sommerpause an die Börsen in Paris und Frankfurt gehen wollen. Die Vorbereitungen seien praktisch abgeschlossen, in den Gesprächen mit Investoren habe sich gezeigt, dass diese auch an die langfristige Strategie von KNDS glaubten, erklärte der Konzern.

Die Branche war an der Börse allerdings unter Druck geraten, der größte Rivale Rheinmetall hatte in den vergangenen Tagen massiv an Wert verloren. Die "Financial Times" hatte berichtet, dass wichtige Investoren gegenüber KNDS erklärt hätten, sie sähen die Bewertung des Unternehmens beim Börsengang nur bei rund zwölf Milliarden Euro. Banker hatten zuvor 15 Milliarden Euro für realistisch gehalten.

Panzerbauer bläst Börsengang ab
06:00 Uhr

Fed-Chef Warsh muss ganz genau hinschauen

Der Dax ist mit einem Aufschlag in die zweite Jahreshälfte gestartet. Der deutsche Börsenleitindex, der im Dienstagsgeschäft bereits 1,5 Prozent zulegen konnte, zog zur gestrigen Wochenmitte immerhin 0,2 Prozent an. Das wichtigere dabei: Der Dax eroberte die psychologisch wichtige 25.000er-Marke zurück, schloss mit einem Stand von 25.040 Zählern. Dabei half etwa eine Beruhigung der geopolitischen Lage. Stützend wirkten zudem Gewinne im Rüstungssektor.

Heute steht dann endlich das konjunkturelle Wochenhighlight an: die US-Arbeitsmarktdaten. So dürfte sich der Jobaufbau im Juni spürbar abgeschwächt haben. Einzelheiten werden im Arbeitsmarktbericht erwartet, der um 14.30 Uhr MESZ veröffentlicht wird. Experten erwarten ein Stellenplus von nur noch 110.000, nach 172.000 im Mai. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Angesichts des vom Iran-Krieg ausgelösten Inflationsschubs in den USA rechnen viele Anleger damit, dass die Fed die Zinsen unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh im Laufe des Jahres anheben wird.

Unternehmensseitig rückt Alphabet in den Fokus, denn der Europäische Gerichtshof entscheidet (9.30 Uhr MESZ) über die Klage der Google-Mutter gegen eine milliardenschwere EU-Kartellstrafe. Die Wettbewerbshüter hatten dem US-Konzern vorgeworfen, mit seinem mobilen Betriebssystem Android Konkurrenten behindert zu haben. Eine niedrigere Instanz hatte die ursprüngliche Strafe von 4,34 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 4,1 Milliarden Euro gesenkt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Fed-Chef Warsh muss ganz genau hinschauen