Dienstag, 16. Juli 2019Der Börsen-Tag

18:00 Uhr

Deutsche Bank und Lufthansa stützen Dax

119156832.jpg

picture alliance/dpa

Der Dax hat am Dienstag seine zwischenzeitlich deutlicheren Gewinne nicht halten können. Auch mangels Rückenwinds von der Wall Street behauptete der deutsche Leitindex am Ende lediglich ein Plus von 0,3 Prozent auf 12.430 Punkte.

DAX
DAX 13.241,75

Damit knüpfte er aber immerhin an seinen freundlichen Wochenauftakt nach der vorangegangenen Schwächephase an. Beim MDax der mittelgroßen Unternehmen reichte es letztlich für einen Kursanstieg von 0,2 Prozent auf 26.059 Punkte.

Ein schwacher ZEW-Konjunkturindex konnte die Stimmung nicht nachhaltig belasten. "Durch die Daten werden die Spekulationen auf eine EZB-Zinssenkung Ende dieses Monats tendenziell verstärkt", hieß es von der Helaba. Mehrere Banken rechnen nun schon mit zwei Zinssenkungen à 10 Basispunkte im EZB-Einlagensatz in diesem Jahr. 

Als positiv für die Luftfahrt-Branche sahen Analysten, dass Ryanair das Kapazitätswachstum im Sommer 2020 auf 3 Prozent senken wird. Mit dem Verzicht auf bestimmte Verbindungen würden die Erträge auf den europäischen Kurzstrecken gestärkt. Fast alle Branchentitel zogen mehr oder weniger deutlich an, Lufthansa um 2,6 Prozent.

Noch stärker zeigten sich Deutsche Bank. Der Kurs gewann 4,3 Prozent. Gestützt wurde er von guten Zahlen von Goldman Sachs, vor allem aber von der Bonitäts-Bestätigung durch S&P.

17:23 Uhr

Kooperiert Google mit China? Trump will Vorwürfe prüfen

RTS292BP.jpg

REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat eine Prüfung von Vorwürfen angekündigt, ob der Suchmaschinen-Betreiber Google mit der chinesischen Regierung zusammenarbeitet. Trump schrieb auf Twitter, der deutschstämmige Investor und Paypal-Mitgründer Peter Thiel habe sich für Ermittlungen gegen Google wegen Verrats ausgesprochen. Eine Stellungnahme des Konzerns lag nicht vor. Die Google-Aktie gewinnt 0,5 Prozent. Mehr in Kürze!

*Datenschutz

 

16:47 Uhr

Rettung für Gerry Weber: Finanzinvestoren übernehmen

Der seit Monaten ums Überleben kämpfende Modehersteller Gerry Weber hat wieder eine Zukunftsperspektive: Die Finanzinvestoren Robus Capital Management und Whitebox Advisors erklärten sich bereit, dem angeschlagenen Unternehmen eine Finanzspitze in Höhe von bis zu 49,2 Millionen Euro zu geben.

Damit soll es dem Mode-Imperium aus der westfälischen Provinz möglich werden, bereits im Spätherbst das Insolvenzverfahren hinter sich zu lassen. Der Gerry-Weber-Generalbevollmächtigte Christian Gerloff betonte am Dienstag, dies sei "der entscheidende Schritt in der Sanierung".

Vorstandssprecher Johannes Ehling sagte, mit der verbindlichen Investmentvereinbarung zur finanziellen Sanierung der Gesellschaft im Rahmen eines Insolvenzplans verfüge Gerry Weber wieder über eine "hervorragende Perspektive für die Zukunft". 

Die Aktie ist mittlerweile nur noch ein Pennystock. Zuletzt büßte sie noch einmal über 50 Prozent ein.

16:21 Uhr

Geldanlage-Check: "Der deutschen Industrie geht es hervorragend"

Die Gewinnwarnungen der vergangenen Wochen sind kein Indiz für eine schlecht laufende Konjunktur. "Der deutschen Industrie geht es hervorragend", sagt Jörg de Vries-Hippen, Allianz Global Investors. Überall laufe es gut. Positiv in die Zukunft zu schauen, wäre hilfreich.

 

16:05 Uhr

US-Banken pushen Dow-Jones-Index auf Allzeithoch

Wells Fargo
Wells Fargo 48,48
JP Morgan Chase
JP Morgan Chase 116,98
Goldman Sachs
Goldman Sachs 199,00

Die Rekordserie an der Wall Street geht weiter, wenn auch in Trippelschritten. Nachdem die großen Indizes zu Wochenbeginn Allzeithochs markiert hatten, ist es nun zunächst nur der Dow-Jones-Index, der eine neue Rekordmarke setzt. Diese liegt aber nur wenige Punkte über der vorigen. Kurz nach Handelsbeginn steigt der Dow-Jones-Index um 0,06 Prozent auf 27.375 Punkte. Der S&P-500 zeigt sich kaum verändert, der Nasdaq-Composite fällt um 0,1 Prozent.

Für gute Laune sorgt, dass die US-Banken allesamt die Erwartungen der Anleger übertroffen haben: Goldman Sachs, JP Morgan und Wells Fargo haben mehr verdient als erwartet, gleichwohl fallen die Kursreaktionen unterschiedlich aus. Die Aktien von JP Morgan sinken um 0,4 Prozent. Goldman Sachs legen um 1,3 Prozent zu. Hier dürfte wohl die Anhebung der Quartalsdividende stützen. Der Kurs von Wells Fargo zeigt sich nach den Zahlen 0,4 Prozent niedriger. Über den Banken – und der Anlegerstimmung – hängt allerdings das Damoklesschwert niedriger und demnächst wohl noch weiter sinkender Zinsen.

15:18 Uhr

Erster Cum-Ex-Prozess startet im September

Skyline Frankfurt5.jpg

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Nach jahrelangen Ermittlungen geht die juristische Aufarbeitung der größten Steueraffäre aller Zeiten nun im Herbst vor Gericht: Am 4. September startet vor dem Bonner Landgericht der Prozess wegen umstrittener Cum-Ex-Steuerdeals gegen zwei Briten. Die zuständige Strafkammer plant mit einem Urteil am 9. Januar 2020. Ein vom Gericht erwünschtes Sachverständigengutachten soll zudem Einblick in die Funktionsweisen des Wertpapiermarktes geben.

Den Angeklagten - zwei Aktienhändlern - wird die Beteiligung an Cum-Ex-Geschäften zu Lasten der Staatskasse vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht von 33 Fällen besonders schwerer Steuerhinterziehung aus, mit einem Schaden von mehr als 440 Millionen Euro. Ein Heer von Bankern und Beratern prellte den Staat bei den Cum-Ex-Deals dank einer Gesetzeslücke über Jahre systematisch um Milliardensummen.

Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten im Kreis gehandelt. Finanzämter erstatteten Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren, gleich mehrfach. Erst 2012 schloss das Finanzministerium das Steuerschlupfloch. Zuvor hatte es mehrfach Warnungen von Whistleblowern aus der Finanzbranche ignoriert.

14:43 Uhr

Goldman pumpt 25 Millionen Euro in Berliner Startup

Weltsparen.jpg

(Foto: picture alliance / Wolf von Dewi)

Kräftige Finanzspritze aus den USA: Die Investmentbank Goldman Sachs hat 25 Millionen Euro in das Online-Sparportal Raisin investiert. Das Berliner Startup, das unter der Marke Weltsparen bekannt ist, will mit dem Geld von der Wall Street seinen Markteintritt in den USA und zwei Märkten in Europa vorbereiten. Um welche europäischen Länder es sich handelt, teilte Raisin nicht mit.

Das Fintech-Unternehmen vermittelt Kunden über seine Online-Banking-Plattform Festgeld- und Tagesgeldanlagen bei verschiedenen Banken in ganz Europa und ist bereits in einer Reihe von Ländern vertreten, darunter Deutschland und Großbritannien. Im Februar hatten Investoren um den US-Zahldienst Paypal bereits 100 Millionen Euro in das Fintech-Startup gesteckt.

14:15 Uhr

Lufthansa fliegt an die Dax-Spitze - dank Ryanair

Lufthansa
Lufthansa 17,70

Des einen Freud ist des anderen Leid: Die Aktien der Lufthansa setzen sich dank langsamerem Wachstum beim größten Billigflieger Ryanair an die Dax-Spitze. Die Aktien der Kranichfluglinie legen rund 3,6 Prozent zu. Auch die Papiere anderer Ryanair-Konkurrenten steigen: Easyjet gewinnen rund 4,1 Prozent. Air France-KLM klettern an der Pariser Börse 3,3 Prozent. Wizz Air notieren 2,1 Prozent stärker.

Ryanair hat angekündigt, den Kapazitätsausbau zu verlangsamen. Wegen des anhaltenden Flugverbots für die Boeing-Unglücksmaschine 737 Max rechnet die irische Fluglinie für 2020 nur noch mit einem Anstieg der Passagierzahlen um drei statt sieben Prozent. Auch einige Stützpunkte sollen geschlossen werden. Trotzdem steigen auch die Ryanair-Titel selbst um 2,5 Prozent.

13:04 Uhr

Pfund ist Währung mit "schlechtester Performance" weltweit

Die wachsende Furcht vor einem chaotischen Brexit beschert dem Pfund schon lange Verluste. Heute geht die Talfahrt weiter: Seit dem Morgen hat die britische Währung deutlich nachgegeben. Aktuell werden für einen Euro 0,9036 Pfund bezahlt.

Das Pfund befindet sich laut Analyst David Cheetham von XTB dank der politischen Unsicherheit in einem "hartnäckigen" Abwärtstrend. Sky-Wirtschaftsredakteur Ed Conway bringt es auf den Punkt: Das Pfund hat "unter den Leitwährungen der Welt die schlechteste Performance in den vergangenen 24 Stunden, im vergangenen Monat, über die vergangenen drei Monate und im vergangen Jahr." Auf Jahressicht hat die britische Währung rund 6 Prozent ihres Wertes verloren.

*Datenschutz

 

Selbst überraschend positive Arbeitsmarktdaten können den Kursrutsch nicht bremsen: Das Lohnwachstum in Großbritannien hat sich in den drei Monaten bis Mai auf die höchste Jahresrate seit mehr als einem Jahrzehnt beschleunigt. Die Arbeitslosenquote liegt konstant bei 3,8 Prozent - auf dem niedrigsten Niveau seit 1974. Trotz der Sorgen um den Brexit ist der britische Arbeitsmarkt also gesund.

12:18 Uhr

Maue Konjunkturlage verschreckt Dax-Anleger

Konjunktur13.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Düstere Wachstumsaussichten drücken an den Aktienmärkten zur Mittagszeit auf die Stimmung: Börsianer schätzen die deutsche Konjunkturlage angesichts des Auftragsschwunds in der Industrie so schlecht ein wie seit über neun Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fällt im Juli um 8,9 auf minus 1,1 Zähler. Das Barometer für ihre Erwartungen für das nächste halbe Jahr sank zugleich um 3,4 auf minus 24,5 Punkte. Das ist der schwächste Wert seit Oktober 2018.

*Datenschutz

Der Dax bröckelt daraufhin weiter ab und tritt nur noch auf der Stelle. Der MDax rutscht mit einem Minus von rund 0,2 Prozent in die Verlustzone. Auch der TecDax dreht mit einem Verlust von rund 0,3 Prozent in den roten Bereich. "Eine nachhaltige Eindämmung der Unsicherheitsfaktoren für die exportorientierten Branchen der deutschen Wirtschaft ist derzeit nicht in Sicht", sagt ZEW-Präsident Achim Wambach. "Der nun schon seit längerem anhaltende Auftragsschwund in der Industrie hinterlässt langsam aber sicher tiefe Kerben in der Wirtschaftsentwicklung", meint der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. In der Automobilindustrie, im Maschinenbau sowie in der Chemiebranche nähmen die Sorgenfalten zu.

11:39 Uhr

EZB will "handeln, falls es nötig ist"

Francois Villeroy de Galhau.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die designierte EZB-Chefin Christine Lagarde ist noch nicht im Amt, aber ihr Landsmann Francois Villeroy de Galhau sendet den Märkten bereits fleißig Signale über die kommende Geldpolitik. Laut Frankreichs Notenbankchef sollten die Währungshüter sie nicht von den Börsenerwartungen bestimmen lassen. "Wir nehmen die Gradmesser an der Börse zur Kenntnis, aber wir dürfen nicht marktabhängig sein", sagte das EZB-Ratsmitglied auf einer Konferenz in Paris.

Dazu gehöre, sich bei den Inflationserwartungen nicht zu stark auf börsenbasierte Barometer zu stützen. Investoren bezweifeln zunehmend, dass die Euro-Wächter ihr Inflationsziel in absehbarer Zeit erreichen werden. Die EZB strebt als Idealwert für die Wirtschaft eine Teuerung von knapp zwei Prozent an, verfehlt diese Marke aber bereits seit Frühjahr 2013. Im Juni lag sie lediglich bei 1,2 Prozent. "Auf unseren nächsten Ratssitzungen werden wir die ökonomischen Daten bewerten und entsprechend handeln, falls und wann es nötig ist", sagte Villeroy.

11:02 Uhr

Optionshändler wetten gegen Deutsche Bank

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,58

So richtig überzeugt sind die Börsianer von den Erfolgsaussichten des radikalen Sanierungsplans bei der Deutschen Bank offenbar noch nicht. An der Frankfurter Börse geht es mit der Aktie momentan zwar 1,6 Prozent bergauf. Doch viele Händler wollen sich offenbar für den Fall absichern, dass der weitreichendste Umbau der Bank seit Jahrzehnten, bei dem rund 18.000 Jobs gestrichen werden, scheitert.

An der Terminbörse Eurex waren Optionen auf das größte deutsche Geldhaus am Montag jedenfalls mit Abstand das gefragteste Aktienderivat. Und laut der offiziellen Eurex-Tagesstatistik wurden dabei dreimal soviele Put-Optionen wie Call-Optionen gekauft - die Händler setzen also mit überwältigender Mehrheit auf fallende Kurse bei der Deutschen Bank.

10:14 Uhr

Von der Leyen will Digitalsteuer für Internetriesen

Von der Leyen6.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Tag der Entscheidung des Europaparlaments macht Ursula von der Leyen eine Ankündigung, die auch manchen Börsianer interessieren dürfte: Die designierte EU-Kommissionschefin befürwortet die Einführung einer Digitalsteuer für Internetriesen wie Google, Amazon und Apple. Sie sollen in Europa stärker besteuert werden: "Es ist nicht akzeptabel, dass sie Profite machen und keine Steuern zahlen", sagte von der Leyen in ihrer Bewerbungsrede im Europaparlament in Straßburg. "Wenn sie profitieren wollen, müssen sie auch die Kosten tragen."

Die Einführung einer EU-Digitalsteuer war in den vergangenen Monaten am Widerstand Irlands und skandinavischer Staaten gescheitert. Derzeit wird auf Ebene der führenden Wirtschaftsmächte (G20) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an umfassenderen globalen Steuerreformen gearbeitet.  Von der Leyen stellt sich heute Abend zur Wahl im EU-Parlament.

09:34 Uhr

Bayer-Kursexplosion hält Dax im Plus

Dax
Dax 13.241,75
Bayer
Bayer 70,45

Bevor die US-Banken JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo heute ihre Bücher öffnen, halten sich die Anleger noch zurück. Trotzdem liegt der Dax zur Eröffnung knapp mit 0,1 Prozent im Plus. Der MDax notiert kaum verändert. Der TecDax schafft mit der Startglocke ebenfalls ein mageres Plus von rund 0,1 Prozent.

Der kleine Hoffnungsschimmer im Dax geht vor allem auf die Bayer-Aktie zurück: Das Index-Schwergewicht macht mit rund 1,9 Prozent einen kräftigen Kurssprung. Der Grund liegt wohl in der Erleichterung der Börsianer über eine gute Nachricht hinsichtlich der Glyphosat-Prozesslawine: Ein US-Richter hat die Strafe in einem Schadenersatzverfahren um den Unkrautvernichter deutlich auf 25,3 von 80,3 Millionen Dollar reduziert. Die Erleichterung werde aber schnell verfliegen, warnt ein Börsianer. Ohne Vergleiche bei den tausenden ausstehenden Prozessen sei eine nachhaltige Kurserholung nicht zu erwarten.

08:57 Uhr

Wirbelsturm "Barry" schwächelt - Ölpreise steigen

122266872.jpg

Gewaltiges Naturschauspiel, aber mit nur wenig Auswirkung auf den Ölmarkt: "Barry".

(Foto: picture alliance/dpa)

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,23

Die Ölpreise haben etwas zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg um 14 Cent auf 66,62 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 5 Cent auf 59,63 Dollar.

Die Gefahr durch den Wirbelsturm "Barry" hat sich für die Fördergebiete vor der Südküste der USA im Golf von Mexiko abgeschwächt. Mehrere Ölproduzenten schickten bereits am Montag Arbeiter zurück auf die Offshore-Plattformen, da der Sturm deutlich nachgelassen hatte. Im Golf von Mexiko werden laut dem US-Energieministerium 16 Prozent der gesamten US-Rohölproduktion gewonnen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami hatte den Tropensturm am Montag zu einem tropischen Tief abgestuft, warnte jedoch weiter vor Überschwemmungen.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,77

 

08:37 Uhr

Konjunkturdaten dürften Euro in Bewegung setzen

Der Euro hat sich im frühen Handel kaum bewegt. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1259 US-Dollar und lag damit etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1269 US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8874 Euro.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Am Devisenmarkt zeigte der Handel am Morgen wenig Impulse. Mehr Bewegung könnte der Euro durch Konjunkturdaten erhalten. Am Vormittag stehen die Konjunkturerwartungen für die Eurozone des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf dem Programm. Im Juni hatte der Konjunkturindikator noch deutlich nachgegeben.

"Wir gehen davon aus, dass sich der Index auch im Juli auf ähnlich niedrigem Niveau befinden wird und rechnen lediglich mit einem geringen Aufwärtspotenzial", schrieb Analyst Lucas Kramer von der Postbank. Für leichte Verbesserung spreche die vereinbarte Wiederaufnahme der Gespräche im Handelsstreit zwischen China und den USA. Am Nachmittag stehen in den USA die Einzelhandelsumsätze sowie Daten zur Industrieproduktion an.

08:21 Uhr

Modehersteller Gerry Weber erhält Millionenspritze

Der angeschlagene Modehersteller Gerry Weber erhält von britischen Investoren eine Finanzspritze von bis zu 49,2 Millionen Euro. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben mit Fonds, die von Robus Capital Management und Whitebox Advisors verwaltet werden, auf ein Sanierungskonzept verständigt. Mit ihnen sei eine verbindliche Investmentvereinbarung im Rahmen eines Insolvenzplans geschlossen worden, teilte die Gerry Weber International AG am späten Montagabend in Halle mit. Dies sei mit Zustimmung des Gläubigerausschusses und des Sachwalters Stefan Meyer geschehen.

Der Insolvenzplan sehe vor, dass Robus und Whitebox einen Betrag von bis zu 49,2 Millionen Euro für die nachhaltige finanzielle Sanierung von Gerry Weber International "zur Verfügung stellen". Die Gläubiger sollen auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten und könnten sich dann zwischen einer Abfindung in bar und "verschiedenen Finanzinstrumenten zur Wertaufholung entscheiden". Das bereits begonnene Sanierungskonzept von Gerry Weber werde weiter umgesetzt.

 

07:58 Uhr

Deutsche Anleger erwarten gespannt ZEW-Index

Dax
Dax 13.241,75

In Erwartung weiterer Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Montag war er 0,5 Prozent fester bei 12.387 Zählern aus dem Handel gegangen.

Besonderes Augenmerk legen die Investoren auf die US-Banken: Dort öffnen mit Goldman Sachs, JPMorgan und Wells Fargo gleich drei führende Geldhäuser ihre Bücher. Die Citigroup hatte bereits am Montag die Berichtssaison eingeläutet. Bei der Nummer drei in den USA lief es im Privatkundengeschäft besser, der Gewinn lag über den Erwartungen. Doch zugleich geriet die Zinsmarge weiter unter Druck.

Daneben steht der ZEW-Index zu den Konjunkturerwartungen der Börsianer an. Analysten gehen davon aus, dass sich die Stimmung weiter eingetrübt hat und auch die aktuelle Lage etwas schlechter eingeschätzt wird.

07:37 Uhr

Facebook geht in Sachen Libra auf Behörden zu

Facebook
Facebook 195,10

Facebook will seine geplante Kryptowährung Libra nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörden einführen. Bedenken müssten vor dem Start ausgeräumt werden, hieß es in einem für eine Anhörung im US-Kongress vorbereiteten Redetext von dem für Libra zuständigen Facebook-Manager David Marcus. Libra solle weder als Konkurrenz zu traditionellen Währungen aufgebaut werden noch solle sie in die Geldpolitik eingreifen. "Für die Geldpolitik sind die Notenbanken zuständig", wird Marcus zitiert. Er soll heute und morgen im US-Kongress Rede und Antwort stehen.

Eigentlich soll Libra in der ersten Jahreshälfte 2020 an den Start gehen. Mit der Ankündigung im Juni schreckte Facebook Notenbanken und Politiker weltweit auf. Zuletzt zeigte sich US-Finanzminister Steven Mnuchin besorgt über die Pläne. Sein Ministerium habe dem Konzern und anderen Anbietern von finanziellen Diensten klargemacht, dass sie die gleichen Maßnahmen zum Kampf gegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung umsetzen müssten wie traditionelle Firmen, sagte Mnuchin am Montag. Das soziale Netzwerk sei "weit davon entfernt", von den Behörden grünes Licht für Libra zu erhalten.

 

06:54 Uhr

China verdirbt japanischen Börsianern die Stimmung

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Der Aktienmarkt in Japan hat nachgegeben. Das schwächere Wachstum in China verderbe Anlegern die Stimmung, sagten Marktteilnehmer. Der japanische Leitindex Nikkei fiel bis zum Mittag um 0,7 Prozent auf 21.526 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,6 Prozent auf 1566 Zähler nach.

China gab am Montag bekannt, dass es mit 6,2 Prozent im zweiten Quartal so langsam gewachsen ist wie zuletzt vor 27 Jahren. Die Tokioter Börsen hatten zu Wochenbeginn wegen eines Feiertages geschlossen. Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert bei 1,1261 Dollar. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 107,94 Yen.