Dienstag, 27. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:42 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Feierabend. Der Dax fällt 0,9 Prozent auf 12.063 Punkte, der MDax 0,4 Prozent auf 26.604 Zähler. Für den TecDax geht es 0,2 Prozent auf 2914 Punkte abwärts.

Einerseits werden steigende Kurse zum Ausstieg genutzt - vor allem wegen Sorgen um die Pandemie. Andererseits gilt der Dax nach den starken Abschlägen um knapp 1000 Punkte innerhalb von nur sieben Handelstagen nun als überverkauft - und macht damit Aktienkäufe attraktiver.

17:01 Uhr

Bitcoin hebt ab

Die Bitcoin-Rally geht weiter: Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt um knapp vier Prozent und ist mit 13.499,36 Dollar so teuer wie zuletzt vor etwa eineinhalb Jahren. Die Pläne von Paypal, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, befeuere Hoffnungen, dass andere dem Beispiel des Zahlungsabwicklers folgten, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Für zusätzliches Interesse sorgten die Gedankenspiele großer Notenbanken, eigene Internet-Währungen auf den Markt zu bringen.

16:35 Uhr

Lufthansa verspricht München alte Flottenstärke

Lufthansa hat nach eigenen Angaben dem Flughafen München zugesagt, dass dieser als Drehkreuz nach der Corona-Krise weiterentwickelt wird, und dass ab 2024 die frühere Flottenstärke wieder angesiedelt wird. Das wären bis zu 30 Langstreckenflugzeuge und ein Netzwerk an Europaflügen. Langfristig bleibe ein Terminalausbau das Ziel des Airports und der Lufthansa.

Das Unternehmen fährt derweil in der verschärften Corona-Krise neben dem Flugbetrieb auch die Verwaltung im Winter erneut massiv herunter. Vergangene Woche hatte die Lufthansa bereits bekannt gegeben, maximal 25 Prozent der Vorjahreskapazität statt der ursprünglich geplanten 50 Prozent anzubieten. Denn mit steigenden Infektionszahlen in Europa und Amerika, die zu Reisebeschränkungen und Quarantänepflicht führen, bricht die Nachfrage wieder ein.

Die Haupt-Airline Lufthansa und ihre Schwestergesellschaften Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels Airlines werden 125 Flugzeuge, die im Winter abheben sollten, erneut stilllegen. Das Management schätzt demnach, dass die Passagierzahl mehr als 80 Prozent unter dem Vorjahreswert bleiben wird.

16:00 Uhr

3M verdient mehr als erwartet - Geschäft mit Masken boomt

Die in der Corona-Krise massiv gestiegene Nachfrage nach Atemschutzmasken hat dem US-Mischkonzern 3M im vergangenen Quartal den Rücken gestärkt. Während die Umsätze im Geschäft mit Büromaterial zurückgingen, sprangen sie im Gesundheitsbereich in die Höhe.

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz im dritten Quartal um 4,5 Prozent auf 8,35 Milliarden Dollar. Der Gewinn ging um rund sieben Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar zurück. Analysten hatten mit einem stärkeren Einbruch gerechnet. 3M ist einer der größten Produzenten von Atemschutzmasken.

15:31 Uhr

Harley-Davidson-Aktien gehen durch die Decke

Harley-Davidson hat sich im dritten Quartal deutlich besser geschlagen als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum kletterte der Gewinn um 39 Prozent auf rund 120 Millionen Dollar (umgerechnet 101,6 Mio Euro), wie das traditionsreiche US-Unternehmen mitteilte. Insgesamt sanken die konzernweiten Erlöse um acht Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Im Vorquartal gab es noch einen Rückgang um fast 50 Prozent.

Die Geschäfte litten im vergangenen Vierteljahr zwar weiter unter der Corona-Pandemie, doch der Bilanz kamen etwa Kostensenkungen und niedrigere Steuern zugute. Die Zahlen übertrafen die Prognosen der Analysten klar und kamen bei den Anlegern zunächst sehr gut an, die Aktie legte zeitweise um mehr als zehn Prozent zu.

Aufgrund der hohen Corona-Ungewissheit gibt Harley-Davidson weiter keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ab. Das Unternehmen hatte wegen des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Zollstreits mit wichtigen Handelspartnern schon vor der Pandemie Probleme. Harley-Davidson leidet zudem schon seit langem unter einem angestaubten Image und geringem Interesse jüngerer Kundschaft.

14:55 Uhr

Rheinmetall-Aktien brechen ein

Der Verkauf von Anteilen durch einen Großaktionär brockt Rheinmetall den größten Kursrutsch seit dem Börsen-Crash vom März ein. Die Aktien des Autozulieferers und Rüstungskonzerns fallen um knapp zehn Prozent auf 63,14 Euro. Börsianern zufolge bietet der Finanzinvestor Janus Henderson 1,2 Millionen Anteilsscheine zum Verkauf an. Einen Platzierungspreis gebe es bislang nicht.

14:40 Uhr

Amazon stellt 100.000 Saisonkräfte ein

Amazon bereitet sich auf den erwarteten Boom im Weihnachtsgeschäft vor. Wie der Konzern mitteilte, will er 100.000 Saisonkräfte einstellen, die in erster Linie Waren verpacken und ausliefern sollen. Es wird erwartet, dass viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe wegen der Pandemie primär online erledigen.

Amazon hat seine Belegschaft dieses Jahr schon deutlich aufgestockt, um das während der Corona-Pandemie gewachsene Bestellvolumen zu bewältigen. So hat Amazon 100.000 Lagerarbeiter und Fahrer eingestellt. Ende 2019 beschäftigte Amazon knapp 800.000 Vollzeit- und Teilzeitarbeitskräfte.

14:29 Uhr

US-Aufträge für langlebige Güter steigen weiter

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im September überraschend stark gestiegen. Wie das US-Handelsministerium berichtete, legten die Orders gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent zu. Damit wuchsen die Auftragseingänge den fünften Monat in Serie. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde auf 0,4 (vorläufig: 0,5) Prozent nach unten revidiert.

Für den Ordereingang ohne den Transportbereich wurde ein Plus von 0,8 Prozent gemeldet. Bei den Auftragseingängen außerhalb des Rüstungsbereichs ergab sich eine Zunahme um 3,4 Prozent. In die Kategorie langlebige Wirtschaftsgüter fallen Produkte, die eine Lebensdauer von mindestens drei Jahren haben.

13:53 Uhr

Flughafen Hahn: Lufthansa droht juristische Niederlage

Eine Gangway steht auf dem Rollfeld vom Flughafen Hahn. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

(Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild)

Im Rechtsstreit um staatliche Beihilfen für den Flughafen Frankfurt-Hahn droht der Lufthansa eine Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Der zuständige EuGH-Gutachter schlägt in seinem Schlussgutachten vor, die von ihm untersuchten Punkte der von Lufthansa vorgebrachten Rechtsmittel zurückzuweisen. Die Stellungnahme ist noch kein Urteil, doch häufig folgen die obersten EU-Richter ihren Gutachtern.

Bei dem Rechtsstreit geht es um staatliche Beihilfen von fast 50 Millionen Euro, die in den Jahren 2001 bis 2012 an die Flughafen Hahn GmbH gezahlt worden waren, sowie um einen Vertrag mit dem Billigflieger Ryanair über Flughafenentgelte. Der Flughafen in Rheinland-Pfalz liegt rund 125 Kilometer westlich von Frankfurt am Main, heißt aber aus Marketinggründen Flughafen Frankfurt-Hahn.

Die Lufthansa hatte gegen einen Beschluss der EU-Kommission von 2014 geklagt. Brüssel hatte darin Zahlungen des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport sowie der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen an den Airport Hahn gebilligt. Fraport und die beiden Länder waren damals die Gesellschafter des Hunsrück-Flughafens. Heute gehört er zu 82,5 Prozent dem chinesischen Konzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

13:29 Uhr

Modemarke Sonia Rykiel ist zurück - bei einem Onlinehändler

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(Foto: imago stock&people)

Mehr als ein Jahr nach der Insolvenz des Modehauses Sonia Rykiel ist die Marke zurück. Der Onlinehändler Showroomprivé eröffnete den virtuellen Shop. Angeboten werden "ikonische Stücke" der 2016 verstorbenen Designerin. Verkauft werden sie laut Showroomprivé an Kundinnen und Kunden in aller Welt "an mehr als 100 Zielen" und "in mehr als 30 Währungen".

Rykiel, "Königin des Stricks", hatte ihre Modefirma während der Studenten-Unruhen 1968 in Paris gegründet. Ihr Modehaus war im Sommer 2019 aufgelöst worden, weil sich kein Käufer gefunden hatte.

13:10 Uhr

Unicredit: Biden-Sieg könnte kurz Druck von Lira nehmen

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Sollte der demokratische Kandidat Joe Biden die US-Präsidentschaftswahl am 3. November gegen Amtsinhaber Donald Trump klar gewinnen, könnte dies nach Meinung der Unicredit für Gewinnmitnahmen beim Dollar gegenüber der türkischen Lira sorgen. Der auf der Lira liegende Druck, die seit Tagen Rekordtief nach Rekordtief markiert, dürfte indes nur kurz nachlassen, und schnell wieder Kaufneigung im Dollar zu sehen sein.

Angesichts der Leichtigkeit, mit der die psychologisch wichtige Marke von 8,00 Lira je Dollar genommen worden sei, erwarten die Experten weitere Verluste bei der Lira. Aktuell kostet der Dollar 8,1629 Lira nach knapp 8,1000 am späten Montag, womit die türkische Währung erneut Rekordtiefs auslotet.

12:50 Uhr

Wall Street signalisiert Stabilisierung

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(Foto: AP)

Nach dem heftigsten Ausverkauf seit über einem Monat dürfte sich die Wall Street heute stabilisieren. Der Aktienterminmarkt lässt auf eine etwas festere Eröffnung am Kassamarkt schließen. Doch trotz der sich andeutenden moderaten Aufschläge wollen Händler keine Entwarnung geben. Steigende Covid-19-Infektionsraten verstärken die Besorgnis über die wirtschaftlichen Aussichten der USA.

Für etwas Ablenkung von den coronabedingten Konjunktursorgen liefert die Berichtssaison, die mit bekannten Namen richtig Fahrt aufnimmt. Dazu gesellt sich eine spektakuläre Übernahme, denn die Konsolidierungswelle in der Corona-Krise bekommt mit der Transaktion weiteren Schwung: Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) will den Wettbewerber Xilinx für Aktien im Wert von 35 Milliarden Dollar übernehmen. Während AMD vorbörslich 4,3 Prozent abgeben, schießen Xilinx um 10 Prozent in die Höhe.

12:33 Uhr

VW-Chef Diess hält weitere Kaufprämien für unnötig

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Herbert Diess

(Foto: picture alliance/dpa)

Volkswagen-Chef Herbert Diess hält eine neue Kaufprämie für Autos derzeit nicht für nötig.

  • "Falls wir uns nicht einem zweiten Lockdown oder einem weiteren Konjunkturabschwung gegenübersehen, würde ich argumentieren, dass es keine neue Kaufprämie braucht", sagte er der "Financial Times".
  • "Es gab eine ganze Reihe von Anreizen da draußen für Elektroautos und Plugin-Hybride in Deutschland und quer durch Europa, und es hat funktioniert."

Diess hatte sich zu Beginn der Pandemie vehement für staatliche Kaufprämien eingesetzt. Gegen weitere Zuschüsse hatte sich zuletzt auch Daimler-Boss Ola Källenius ausgesprochen. Zuletzt hat die deutsche Autoindustrie im dritten Quartal wieder ordentliche Verkaufszahlen vorgelegt.

12:10 Uhr

Nicht einmal Plattners Megakauf bringt SAP auf Tageshoch

Mehr als eine breitangelegte Bodenbildung bei der SAP-Aktie um 97 Euro sehen Händler noch nicht. "Es ist schon etwas komisch, dass nicht mehr Dynamik hereinkommt, obwohl der Markt jetzt weiß, dass Aufsichtsratschef Plattner mit einer Viertelmilliarde eingestiegen ist", sagte ein Händler.

Die Aktie notierte am Mittag 3,3 Prozent im Plus bei 100,76 Euro. Ihr höheres Tageshoch hatte sie aber bereits in der Vorbörse auf Tradegate bei 102,82 Euro erreicht.

SAP
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11:51 Uhr

Dax kommt nicht aus den Puschen

Nach dem desaströsen Wochenbeginn hat sich der Dax auch heute bislang schwergetan. Der Leitindex verlor gegen Mittag 0,4 Prozent auf 12.136 Punkte. Tags zuvor hatte vor allem der fast 22-prozentige Kurseinbruch des Index-Schwergewichts SAP dem Leitindex zugesetzt.

Der MDax verzeichnete dagegen ein Miniplus von 0,1 Prozent auf 26.730 Stellen. Dort trotzten die Papiere des Großküchenausrüsters Rational den eher vorsichtigen Aussagen des Managements zu den Geschäftsperspektiven. Vorbörslich noch klar im Minus, gewannen sie gegen Mittag 3,6 Prozent.

11:26 Uhr

"Project Brenntag" überzeugt Anleger - Aktienkurs steigt

Brenntag
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Die Aktie von Brenntag profitiert von einem angekündigten Sparprogramm. Das im MDax notierte Papier des Essener Chemikalienhändlers verteuerte sich um 5,5 Prozent.

Brenntag will sein Geschäft global neu ausrichten. Mit dem Restrukturierungsprogramm "Project Brenntag" soll ein zusätzlicher operativer Ebitda-Beitrag von 220 Millionen Euro jährlich erzielt werden. Das Programm sieht Investitionen in die Optimierung des globalen Standortnetzes zur Verbesserung der Auslastung vor. Rund 100 Standorte weltweit sollen geschlossen werden, was zu einem Abbau von 1300 der rund 17.500 Stellen führen dürfte.

10:59 Uhr

SAP-Mitbegründer kauft für Viertelmilliarde Aktien

Kunstmäzen Hasso Plattner. Foto: Bernd Settnik/Archivbild

Hasso Plattner

(Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa)

SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner hat den Kurssturz der Aktien des Softwareherstellers zu einem Großeinkauf genutzt. Der Mitgründer des Dax-Konzerns deckte sich zu Wochenbeginn für insgesamt rund 248,5 Millionen Euro mit Papieren ein, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung des Konzerns hervorgeht. Plattner kaufte demnach zu Kursen von durchschnittlich um die 101 Euro. Der SAP-Kurs stieg am späten Vormittag um 2,4 Prozent.

Plattner ist vor Gründungskompagnon Dietmar Hopp der größte Einzelaktionär des wertvollsten deutschen börsennotierten Unternehmens und hielt zuletzt der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge knapp 5,9 Prozent der Anteile - aktuell ist das Paket gut 7 Milliarden Euro wert. Hopp hält gut 5 Prozent der Aktien.

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10:43 Uhr

Ifo: Stimmung bei Exporteuren wird schlechter

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(Foto: imago/Winfried Rothermel)

Die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen haben sich im Oktober verschlechtert. Der Indikator für das verarbeitende Gewerbe lag 3,7 Punkte niedriger als im Vormonat bei 6,6 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Grund für die zunehmenden Sorgen seien die steigenden Corona-Infektionszahlen. Im September war noch ein Höchststand seit 2018 erreicht worden.

Sowohl in der Nahrungs- und Getränkeindustrie als auch in der Bekleidungsbranche wird laut Ifo mit rückläufigen Exporten gerechnet. Hier dürfte vor allem die Sorge vor einer erneuten flächendeckenden Schließung der europäischen Innenstädte zur Eindämmung der Infektionszahlen auf die Stimmung drücken.

10:33 Uhr

Japanische Airline legt ein Zehntel der Flotte still

Die größte japanische Fluggesellschaft ANA Holdings erwartet wegen der Corona-Krise einen Rekordverlust und legt mehr als ein Zehntel ihrer Flotte still. Der Konzern prognostizierte für das Gesamtjahr (per Ende März) einen Betriebsverlust von 505 Milliarden Yen (4,1 Milliarden Euro).

Um Kosten zu sparen, werden 35 Maschinen aus dem Verkehr gezogen und die Lieferung von zwei weiteren Flugzeugen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Insgesamt reduziere sich die Flotte damit um 33 auf 276 Flugzeuge.

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(Foto: REUTERS)

10:20 Uhr

BP schreibt rote Zahlen

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Lange Gesichter bei BP: Der britische Konzern hat wegen der mauen Ölnachfrage in der Corona-Krise rote Zahlen eingefahren. Unter dem Strich stand für die Aktionäre im dritten Quartal ein Verlust von 450 Millionen US-Dollar. Vor einem Jahr hatte BP einen Fehlbetrag von 749 Millionen Dollar ausgewiesen, im besonders belasteten zweiten Quartal dieses Jahres sogar 16,8 Milliarden Dollar Verlust.

Bereinigt um Sonderposten sowie um Bewertungsveränderungen von Ölreserven stand aber zwischen Juli und Ende September ein Gewinn von 86 Millionen Dollar nach 2,25 Milliarden ein Jahr zuvor. BP-Chef Bernard Looney setzte die Quartalsdividende wie im Vorquartal bei 5,25 US-Cent an. Da hatte BP die Quartalsausschüttung zum ersten Mal seit zehn Jahren gekappt.

10:04 Uhr

Einige Reisewerte im Aufwind - SAP-Erholung schwach

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Es ist nicht alles schlecht an den Märkten: Als recht positives Zeichen werteten Händler das Kursplus einiger Reiseaktien. Tui stiegen um 1,3 Prozent und Carnival um 0,9 Prozent. Dies sei ein Signal, dass der Ausverkauf am Vortag emotional übertrieben gewesen sei und ein Boden erreicht sein könne.

Sorgen mache allerdings die magere Erholung bei SAP, sagte ein Händler. Nach rund 4 Prozent Plus in der Vorbörse ist der Aufschlag auf 0,7 Prozent geschmolzen. In Frankfurt gaben Lufthansa um 1,7 Prozent nach.  

09:42 Uhr

Fällt bald die 12.000er-Marke? Dax dreht ins Minus

Es war nur ein sehr kurzes Aufflackern: Nach geringen Gewinnen zu Handelsbeginn ist der deutsche Aktienmarkt ins Minus gedreht. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 12.121 Punkte. Auch MDax und TecDax gaben in dieser Größenordnung nach. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent tiefer bei 3087 Stellen.

Die stark steigenden Corona-Zahlen verderben den Börsianern die Laune. Wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland und Europa gibt es heute nicht.

09:31 Uhr

Easyjet im Existenzkampf - Flugzeuge verkauft

Der britische Billigflieger Easyjet kämpft in der Corona-Krise weiterhin ums finanzielle Überleben. Zur Stärkung seiner Finanzkraft hat das Unternehmen neun weitere Jets vom Typ Airbus A320 an zwei Leasing-Gesellschaften verkauft, um sie dann über einen Zeitraum von nahezu zehn Jahren wieder zurück zu mieten. Laut einer Mitteilung hat Easyjet damit 398,6 Millionen US-Dollar erlöst.

Das Unternehmen besitzt nach Abschluss der beiden jüngsten Leasing-Deals nach eigenen Angaben noch 152 unbelastete Flugzeuge selbst. Das seien 44 Prozent der Flotte. Easyjet hat in dem Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise den ersten Jahresverlust seiner Geschichte eingeflogen und will auf eine Dividende verzichten. Ende September verfügte die Airline nach zahlreichen Kapitalmaßnahmen über Barreserven von rund 2,3 Milliarden Pfund und saß auf einem Schuldenberg von 1,1 Milliarden Pfund.

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(Foto: REUTERS)

09:10 Uhr

Aufholjagd sieht anders aus: Dax gewinnt nur minimal

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Nach den gestrigen heftigen Verlusten hat sich der deutsche Aktienmarkt zu Handelsbeginn kaum Boden gutmachen können. Der Dax stieg lediglich um 0,1 Prozent auf 12.197 Punkte. Der MDax legte um 0,3 Prozent auf 26.806 Zähler, der TecDax um 0,6 Prozent auf 2939 Stellen zu. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 3110 Punkten.

Im Dax legten SAP um 1,5 Prozent zu, gestern hatte die Aktie mehr als ein Fünftel ihres Wertes verloren. An der Indexspitze lagen Deutsche Bank mit plus 1,8 Prozent.

08:53 Uhr

Insider: Investoren reißen Ant-Group-Aktien aus den Händen

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Maskottchen der Ant Group.

(Foto: AP)

Die Nachfrage nach Aktien des chinesischen Fintechs Ant Group ist riesig. Der Betreiber des Bezahldienstes Alipay will die Bücher für den größten Börsengang aller Zeiten früher schließen als geplant, wie Insider sagten. In Hongkong könnten institutionelle Investoren Aktien nur noch bis Mittwoch zeichnen, statt wie bisher geplant am Donnerstag. Bereits innerhalb der ersten Stunde nach Beginn der Zeichnungsfrist seien die Bücher überzeichnet gewesen.

Der chinesische Konzern, der zum Amazon-Rivalen Alibaba gehört, will bei seinem Börsengang in Hongkong und Shanghai mehr als 34 Milliarden US-Dollar einsammeln - jeweils die Hälfte an den beiden Börsen. Ant würde mit dem Volumen die bisherige Rekord-Emission des Ölgiganten Saudi Aramco übertreffen, der vergangenes Jahr 29,4 Milliarden Dollar eingesammelt hatte.

08:43 Uhr

Gute Nachricht beflügelt Schaeffler-Kurs

Auch die Aktie des Auto- und Industriezulieferers Schaeffler befand sich vor Handelsbeginn in Frankfurt im Aufwind, ihr Kurs stieg im Frühhandel um 3,3 Prozent.

Das SDax-Unternehmen aus Herzogenaurach hatte gestern Abend überraschend mitgeteilt, dank lukrativer Geschäfte mit der Autobranche besser durch die Corona-Krise zu kommen als erwartet.

08:34 Uhr

Dax will sich nach SAP-Schock wieder berappeln

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Wegen der Furcht der Anleger vor neuerlichen Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte er gestern 3,7 Prozent auf 12.177 Punkte nachgegeben und war damit auf den niedrigsten Stand seit fast vier Monaten gefallen. Grund waren neben der Diskussion um neue Pandemie-Auflagen auch die enttäuschenden Geschäftszahlen des Dax-Schwergewichts SAP.

Dax
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In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen derzeit rapide. Einem Bericht zufolge plant Bundeskanzlerin Angela Merkel einen "Lockdown light", um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen - dabei sollten Schulen und Geschäfte weitgehend geöffnet bleiben, Gastronomie und Veranstaltungen aber geschlossen werden. Einschränkungen könnten dabei schon am Mittwoch bei der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen werden.

Im Blick der Anleger sind zudem die Geschäftszahlen einer Reihe von Unternehmen. Der Kunststoffkonzern Covestro hat im dritten Quartal unter dem Strich deutlich mehr verdient. Der Großküchenausrüster Rational hat den Rückstand bei Umsatz und Gewinn im dritten Quartal verringert, traut sich wegen der Corona-Krise aber keine Prognose zu. Aus dem Ausland werden unter anderem die Ergebnisse von Microsoft, BP, Pfizer, Eli Lilly oder HSBC erwartet.

08:22 Uhr

SAP-Aktie vorbörslich im Aufwind

Nach dem größten Kurssturz seit 1999 greifen Anleger wieder bei SAP-Aktien zu. Die Papiere des Walldorfer Softwareriesen verteuerten sich vorbörslich bei Lang & Schwarz um 2,8 Prozent. Die zweite Prognosesenkung des laufenden Jahres hatte die Aktien des Dax-Schwergewichts gestern um 21,9 Prozent einbrechen lassen.

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08:00 Uhr

Covestro kehrt in Gewinnzone zurück

Der Kunststoffhersteller Covestro hat im dritten Quartal unter dem Strich deutlich mehr verdient. Der Nettogewinn erhöhte sich um knapp 22 Prozent auf 179 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern mitteilt.

Covestro
Covestro 46,27

Auch der Free Operating Cash Flow erhöhte sich kräftig um 48,6 Prozent auf 361 Millionen Euro, was Covestro mit gestiegenen Mittelzuflüssen aus dem operativen Geschäft und geringeren Ausgaben für Sachanlagen erklärte. Der Umsatz fiel vor allem wegen niedrigerer Verkaufspreise um knapp 13 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn (Ebitda) stieg im abgelaufenen Quartal um mehr als sieben Prozent auf 456 Millionen Euro, für 2020 rechnet der Vorstand nun mit einem operativen Gewinn von rund 1,2 Milliarden Euro. Zuvor hatten die Leverkusener ein Ergebnis zwischen 700 Millionen Euro und 1,2 Milliarden Euro prognostiziert.

07:48 Uhr

Südkoreas Konjunktur erholt sich leicht

Südkoreas Wirtschaft hat sich erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder leicht erholt. Laut Zahlen der koreanischen Zentralbank ist das Bruttoinlandsprodukt Südkoreas im dritten Quartal um 1,9 Prozent angewachsen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist die Wirtschaft hingegen um 1,3 Prozent gesunken.

Die Erholung der Wirtschaft ist vor allem auf den zuletzt starken Anstieg an Exporten zurückzuführen, die im Zeitraum Juli bis September um 15,6 Prozent expandierten. Schwach entwickelte sich indes das Konsumverhalten der Koreaner, das um 0,1 Prozent weiter sank.

07:27 Uhr

Asien-Märkte orientieren sich weiter nach unten

Die asiatischen Aktienmärkte sind infolge des ungebremsten Anstiegs der Coronavirus-Fälle und der langsamen Fortschritte bei einem US-Hilfspaket gefallen. Die Besorgnis über neue Rekordzahlen bei den Ansteckungen in den USA, Russland und Frankreich belastete den Appetit der Anleger.

Nikkei
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An der Börse in Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 23.412 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,7 Prozent und lag bei 1607 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,3 Prozent, während der australische ASX 200 um 1,1 Prozent auf ein fast dreiwöchiges Tief fiel.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 104,72 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,7027 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9070 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1819 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0720 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3034 Dollar.