Der Börsen-Tag
12. September 2018
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17:51 Uhr

Bericht über Handelsgespräche rettet plötzlich den Dax

Den ganzen Tag lang hangelt sich der Dax an - mal über mal unter - der 12.000-Punkte-Linie entlang. Erst kurz vor Handelsschluss macht der Index einen plötzlichen 50-Punkte-Satz und geht schließlich bei 12.032 Punkten mit einem Plus von 0,5 Prozent aus dem Handel.

Grund für den Kurssprung ist ein unbestätigter Bericht über neue Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelskonflikts. Davon, ob sich diese Meldung bestätigt und was bei den Verhandlungen herauskommt, dürfte auch abhängen, ob der Dax endlich nachhaltig nach oben ausbrechen kann.

Der MDax gewinnt 0,27 Prozent auf 26 418,35 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,15 Prozent auf 2899,61 Punkte vor.

Bericht über Handelsgespräche rettet plötzlich den Dax
16:55 Uhr

Rätsel um Hunderte Tonnen türkischer Goldreserven

Die türkische Notenbank meldet einen Rückgang der Goldreserven von 594 auf 476 Tonnen. Das schließt auch Bestände im Besitz der Geschäftsbanken sein. Darüber berichtet die "FAZ".

Nachdem die Türkei in den vergangenen Jahren ihre Goldreserven beständig aufgestockt hatte, ist die plötzliche massive Abnahme Experten zufolge ein Rätsel. Der größte Rückgang sei zu dem Zeitpunkt geschehen, als die Turbulenzen der türkischen Lira am heftigsten waren. Wenn die Zentralbank das Gold eingesetzt habe, sende das ein schlechtes Zeichen an die Finanzmärkte, zitiert die "FAZ" einen Experten. Zudem seien die Goldbestände viel zu klein, um einen Verfall der Lira am Markt tatsächlich stoppen zu können.

Rätsel um Hunderte Tonnen türkischer Goldreserven
16:15 Uhr

Ronaldo beschert Juventus-Aktionären hunderte Millionen

Cristiano Ronaldos erster Treffer in der Serie A lässt zwar noch auf sich warten, doch Italiens Rekordmeister Juventus Turin profitiert stark von der Verpflichtung des Weltfußballers für 117 Millionen Euro.

Seit dem Wechsel des 33 Jahre alten portugiesischen Europameisters von Champions-League-Sieger Real Madrid zum Turiner Renommierklub legte der Börsenkurs der Juve-Aktie um 130 Prozent zu.

Jetzt erreichte das Juve-Papier in Mailand ein Rekordhoch von 1,635 Euro, was einer Kapitalisierung von 1,5 Milliarden Euro entspricht. Zum Vergleich: Die Juve-Aktie war kurz vor der Ankündigung von Ronaldos Wechsel im Juli knapp 60 Cent wert gewesen. Am Tag der offiziellen Präsentation von CR7 Mitte Juli war die Juve-Aktie mit 81 Cent bewertet worden.

Der Aufschwung des Wertpapiers erfreut ganz besonders die Finanzholding Exor im Besitz der Unternehmerfamilie Agnelli. Diese kontrolliert 60 Prozent des Juventus-Kapitals.

Ronaldo beschert Juventus-Aktionären hunderte Millionen
15:54 Uhr

Wall Street im Stillhalte-Modus

Die Wall Street bewegt sich kurz nach der Eröffnung kaum von der Stelle.

Die Anleger warten, was das "Beige Book" der und die Präsentation von Apple bringen. "Es gibt derzeit viel Makrounsicherheit und viel, was mit den Ängsten um die Handelsstreitigkeiten zu tun hat", sagt Strategin Isabelle Mateos y Lago von Blackrock. "Es ist kein Umfeld, in dem viele Anleger begeistert sind und neue Risiken eingehen."

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent auf 25.996 Punkte. Der S&P-500 notiert kaum verändert, für den Nasdaq-Composite geht es um 0,2 Prozent nach unten.

Wenig Einfluss auf das Geschehen haben die unerwartet schwachen US-Erzeugerpreise für August, die erstmals seit Februar 2017 wieder gesunken sind. Der Rückgang betrug 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Auch bei der Kernrate wurde die Prognose klar verfehlt. Allerdings dürften die Daten keinen Einfluss auf den Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank haben, heißt es.

Wall Street im Stillhalte-Modus
15:27 Uhr

Das wichtigste Feature der neuen Applegeräte für Investoren

Heute Abend feiert Apple mit seiner globalen Anhängerschaft sein jährliches Hochamt des iPhone-Kults. Doch nicht nur die bedingungslosen Fans der Marke, sondern auch nüchterne Analysten und Anleger warten gebannt auf das Event des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt. Dabei interessiert sie vor allem ein "Feature" der neuen Geräte:

Der Preis. Indem Apple den Preis für sein hochwertigstes iPhone im vergangenen Jahr auf fast 1.000 Dollar hochgeschraubt hat, ist es dem Konzern gelungen, den Umsatz zu steigern, obwohl die Verkaufszahlen unverändert geblieben sind. Das Trio der erwarteten neuen Geräte eröffnet ähnliche Möglichkeiten:

Preislich dürften 800 Dollar für das LCD-Modell, 900 Dollar für das Update zum iPhone X und 1.000 Dollar für das 6,5-Zoll-OLED-Gerät aufgerufen werden, schätzen die Analysten von Nomura. Der durchschnittliche Verkaufspreis für ein iPhone würde so um 20 Dollar steigen. Andere Analysten kommen zu anderen Preisen, aber alle Experten setzen darauf, dass Apple die Geräte weiter verteuert und so auch bis zum nächsten Jahr mehr Umsatz liefert.

Das wichtigste Feature der neuen Applegeräte für Investoren
13:50 Uhr

Chinas Tesla-Jäger startet kleinlaut aufs Parkett

Nio hat den Anspruch Tesla auf dem wichtigsten Markt für E-Autos zu jagen. An der Börse kommen die Chinesen dem Konkurrenten allerdings nicht einmal nahe. Trotz der jüngsten Kursverluste bei bei Tesla. e

Der Ausgabepreis der Nio-Aktie wurde bei 6,26 US-Dollar festgelegt, wie Nio mitteilte. Der Wert liegt damit am unteren Ende der Preisspanne der ursprünglich angebotenen 6,25 bis 8,25 Dollar. Die Marktkapitalisierung entspricht damit rund 6,4 Milliarden Dollar.

Hinter dem 2014 gegründeten Start-up steht unter anderen der chinesische Internetkonzern Tencent. Nio hat seinen Hauptsitz im chinesischen Shanghai, das Design-Zentrum befindet sich in München.

Chinas Tesla-Jäger startet kleinlaut aufs Parkett
13:42 Uhr

Telekom wird US-Tochter nicht so einfach los

Die Trennung vom US-Geschäft verzögert sich für die Deutsche Telekom.

Die Prüfung der Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint wird wohl länger dauern als erwartet. Wie die zuständige Federal Communications Commission am späten Dienstagabend mitteilte, gilt es neue Informationen zu verarbeiten. t

Die tickende Uhr für die Prüffrist von 180 Tagen für die Transaktion werde angehalten, weil zusätzliche Informationen, die von den Unternehmen zur Verfügung gestellt würden, ein Netzwerkmodell skizzierten, das "deutlich größer und komplexer ist als die bisher gemachten Einreichungen", hieß es weiter. Analysten sehen seit Bekanntgabe der Transaktion Ende April neue regulatorische Hindernisse.

Die Aktie der Deutschen Telekom reagiert mit einem Abschlag von 0,8 Prozent.

Telekom wird US-Tochter nicht so einfach los
13:02 Uhr

Kiss-Frontmann prophezeit Börseneinbruch

Rocklegende Gene Simmons sagt im Interview mit dem US-Börsenportal "TheStreet" einen deutlichen Kursrückgang an der Wall Street hervor. Etwa um 1200 Punkte dürfte sich der Dow innerhalb der kommenden 12 Monate korrigieren, bevor es langfristig wieder aufwärts gehe.

Warum sollten uns Prophezeiungen eines Rockstars interessieren? Weil Simmons in der Vergangenheit mit vielen Investments und Voraussagen besser lag als manche Wall-Street-Profis.

Im Interview erinnert er sich auch an eine Episode, als direkt nach der Finanzkrise 2008 der Aktienmarkt am Boden lag. Als er nach einem Rat für Anleger gefragt wurde, habe er zum Aktienkauf geraten, denn nach jedem Bärenmarkt komme wieder ein Hausse.

Kiss-Frontmann prophezeit Börseneinbruch
11:58 Uhr

Ministeriumsidee: Ein Staatsfonds für Deutschland

Erdogan hat einen, wie wir gerade gelernt haben, Saudi-Arabien und die Emirate haben welche, Norwegen hat den größten und China hat gleich mehrere: Deutschland hat dagegen keinen Staatsfonds, und das scheint manche im Wirtschaftsministerium zu grämen.

Angesichts des wachsenden Interesses ausländischer Investoren an deutschen Hightech-Unternehmen gibt es einem Medienbericht zufolge in der Bundesregierung erste Überlegungen für einen Staatsfonds.

Dieser könnte anstelle ausländischer Investoren Anteile an heimischen Unternehmen erwerben, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Ranghohe Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums würden diese Idee angesichts der großen Kauffreude vor allem von chinesischen Investoren, aber auch mit Blick auf Käufer aus dem arabischen Raum zumindest für überlegenswert halten.

Die Bundesregierung hält offiziell von dem Plan der Beamten aber nichts. Das Bundeswirtschaftsministerium will nach eigenen Angaben keinen Staatsfonds zur Abwehr unerwünschter ausländischer Übernahmen von wichtigen deutschen Unternehmen auflegen. "Es gibt in der Bundesregierung keine Überlegungen oder Planungen zur Einrichtung eines 'Staatsfonds', der einer Finanzierung von Bundesbeteiligungen an Unternehmen dienen soll", sagte eine Ministeriumssprecherin.

Ministeriumsidee: Ein Staatsfonds für Deutschland
11:18 Uhr

Dax wagt den Ausbruch

Sehr erfreut blicken Händler am Vormittag auf den Dax. "Endlich ist ein bestätigter Sprung über 12.000 erfolgt", sagt ein Händler. Der Dax notiert nun 0,6 Prozent höher bei 12.043 Punkten. Dies sei nach den guten US-Vorlagen und dem im marktbreiten S&P-500-Index erfolgten Ausbruch nach oben auch so am Morgen erhofft worden.

Ein kurzer Test der 12.000er-Marke von oben dürfte erfolgen, "allzuweit sollte es aber nicht darunter gehen", erwartet der Händler. Nach der fast zweiwöchigen ungebremsten Verluststrecke dürfte der Markt nun wieder versuchen, sich vor dem Großen Verfall kommende Woche nach oben zu arbeiten.

Dax wagt den Ausbruch
09:48 Uhr

Schotten sorgen für Einbruch bei Eon und RWE

So schnell kann sich die Stimmung drehen. Gestern gehörten die Versorger RWE und Eon noch zu den Gewinnern im Dax.

Heute Morgen wird Eon mit einem Minus von 3,7 Prozent heftig abgestraft. Auch RWE verliert knapp 1 Prozent. Im Handel wird auf eine Gewinnwarnung des schottischen Versorgers SSE verwiesen, die die Kurse verwandter Unternehmen europaweit unter Druck setze. SSE brechen um 8 Prozent ein und ziehen in London National Grid und Centrica um bis zu 2,1 Prozent mit nach unten. SSE zählt in Großbritannien zu den "Big Six" der Versorger. k

Morgan Stanley hatte am Vortag den Versorgersektor mit einer Hochstufung auf "Attractive" angeschoben. Der Sektor stehe vor einem Wendepunkt, da zum ersten mal seit neun Jahren ihre Gewinnschätzungen höher als die Konsensschätzungen seien, so die Begründung. Der Markt scheine das noch nicht zu sehen, so die Analysten.

Schotten sorgen für Einbruch bei Eon und RWE
09:31 Uhr

Dax kann die 12.000 nicht halten

Er schafft's, er schafft's nicht, er schafft's, er...

Der Dax kann kurz nach Handelsstart die 12.000-Punkte-Marke erklimmen, um die er nun schon seit Tagen kämpft. Nachhaltig ist der Erfolg allerdings bislang nicht. Zweimal lugt der Index kurz über die 12.000 kann sich aber nicht halten.

Aktuell notiert der Dax bei 11.990 Punkten. Das ist ein Plus von 0,2 Prozent.

Die hiesigen Märkte seien derzeit zwischen den Kursgewinnen in den USA und den Verlusten in Asien gefangen, erläuterte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Gegen eine deutliche Erholung spricht Experten zufolge vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax stieg kurz nach dem Handelsbeginn um 0,35 Prozent auf 26 440,53 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,31 Prozent auf 2904,20 Punkte vor. Für den Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 ging es leicht um 0,09 Prozent auf 3314,53 Punkte nach oben.

Dax kann die 12.000 nicht halten
08:41 Uhr

Dax visiert wieder 12.000er-Marke an

Nach Kursgewinnen an der Wall Street wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute etwas höher starten. Marktteilnehmer rechnen im Schnitt mit einem Dax-Stand von 12.012 Punkten. Das entspricht einer Änderung von 0,4 Prozent zum Vortag , als der deutsche Aktienindex bei 11.970 Punkten notierte.

Der Datenkalender ist gut gefüllt und könnte einige Impulse liefern. Am Vormittag stehen zunächst die Daten der EU-Industrieproduktion für den Juli an. Erwartet wird ein Rückgang um 0,4 Prozent zum Vormonat. Am Nachmittag werden in den USA mit den Produzentenpreisen Inflationsindikatoren veröffentlicht. Außerdem veröffentlicht die US-Notenbank Fed am Abend ihren Konjunkturbericht, das sogenannte Beige Book.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland zugelegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,4 Prozent und der Nasdaq-Index 0,6 Prozent höher. Der S&P500 stieg um 0,4 Prozent.

Dax visiert wieder 12.000er-Marke an
08:28 Uhr

Euro schwächelt leicht, türkische Lira erholt sich

Der Kurs des Euro ist leicht gefallen. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1586 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend, als der Kurs noch knapp über 1,16 Dollar stand. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1574 Dollar festgesetzt. Im Tagesverlauf stehen Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone im Mittelpunkt des Interesses. Am Morgen werden Preisdaten aus Frankreich und Spanien veröffentlicht, die Rückschlüsse auf die Inflation im Währungsraum insgesamt zulassen.

Die türkische Lira kann sich dagegen weiterhin etwas stabilisieren. Im frühen Tagestief war sie kurz wieder auf 6,46 je Dollar zurückgefallen, ehe sie sich schnell wieder erholte auf zuletzt 6,4356. Weiterhin auf Talfahrt ist die indischen Rupie, deren Kurs in der vergangenen Nacht ein Rekordtief zum US-Dollar erreicht hatte. In der Spitze wurden 72,915 Rupien für einen Dollar gezahlt und damit so viel wie noch nie.

Euro schwächelt leicht, türkische Lira erholt sich
07:55 Uhr

Handelsstreit törnt Asien-Märkte weiterhin ab

An den Börsen in Ostasien geht es zur Wochenmitte durch die Bank leicht nach unten mit den Kursen. Der schwelende Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie Berichte, wonach China bei der Welthandelsorgansisation (WTO) die Zustimmung für Handelssanktionen gegenüber den USA einholen will, belasten. Günstige US-Vorgaben verpuffen.

Die Börse in Hongkong verliert weitere 0,3 Prozent, nachdem der HSI am Dienstag bereits ein 14-Monatstief erreichte und in Bärenterritorium zurückgefallen ist. Das Schwergewicht Tencent gibt Gewinne aus dem frühen Handel nach erneuten Aktienrückkäufen wieder ab. Die Börse in Schanghai verzeichnet nach zwei Verlusttagen ein erneutes Minus von 0,3 Prozent.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio notiert 0,4 Prozent niedriger mit 22.567 Punkte. Als Nachwehen des Typhoons Jebi befürchten Teilnehmer nun Gewinnwarnungen von japanischen Versicherern. Der Dollar liegt aktuell nahezu unverändert gegenüber dem Vortag bei 111,50 Yen und sorgt für keinen Impuls. In Seoul liegt der Kospi ebenfalls leicht zurück. In Südkorea hat die Arbeitslosigkeit ein Achtjahreshoch erreicht.

Handelsstreit törnt Asien-Märkte weiterhin ab