Mittwoch, 20. November 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:39 Uhr

Dax erholt sich von größten Verlusten

Dax
Dax 13.166,58

Nach einem schwachen Start, bei dem der Dax sogar unter die Marke von 13.000 Punkten zu fallen drohte, berappelt sich der deutsche Aktienmarkt im Laufe des Handelstages etwas. Am Ende bleibt ein verkraftbares Minus von 0,5 Prozent, der Dax geht damit beim einem Stand von 13.158 Punkten aus dem Handel.

Neues gibt es allerdings nichts. "Nach der kräftigen Herbst-Rally legen die Börsen nun weltweit eine Pause ein", sagt ein Marktteilnehmer. Nach dem Dax-Plus von 26 Prozent seit Jahresbeginn dürfte es mit Blick auf das nahende Jahresende eine Neigung zu Gewinnmitnahmen bei vielen Anlegern geben.

Zunehmend zum Belastungsfaktor wird gleichzeitig der sich hinziehende US-chinesische Handelsstreit. Eine Einigung steht weiter aus. Nicht hilfreich dürften in diesem Zusammenhang die jüngsten Initiativen im US-Kongress sein. Nach dem US-Abgeordnetenhaus hat auch der Senat einstimmig einen Gesetzentwurf zur Unterstützung der "Menschenrechte und Demokratie" in Hongkong verabschiedet. Das wird in Peking nicht gerne gehört.

Bei den Einzelwerten sticht Wirecard negativ hervor - die Aktie des Zahlungsabwicklers steht mit einem Minus von 3,3 Prozent ganz am Ende des Dax. Auslöser ist ein Bericht des Handelsblatts, wonach Wirtschaftsprüfer der Singapur-Tochter das Testat für eine frühere Jahresbilanz verweigert haben, wie es heißt wegen fehlender Informationen. Wirecard hat darauf schnell reagiert: Laut dem Zahlungsabwickler wurden alle Veröffentlichungspflichten ordnungsgemäß eingehalten.

Auf der Gewinner-Seite gibt es kaum große Ausschläge. Am besten schlagen sich Heidelbergcement mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent. Auch Münchener Rück, Siemens und Adidas können mit fast ähnlichen Zugewinnen aufwarten Prozent zulegen.

17:04 Uhr

Euro gerät zur Wochenmitte ins Schlingern

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Eurokurs legt heute eine kleine Berg- und Talfahrt hin. Zwischenzeitliche Verluste wurden bis zum späten Nachmittag fast vollständig wettgemacht. Zuletzt kostet die Gemeinschaftswährung 1,1075 US-Dollar und damit etwas weniger als am frühen Morgen.

Der amerikanische Dollar erhielt zeitweise deutlichen Auftrieb durch Nachrichten, die ein baldiges Ende des Handelsstreits zwischen den Vereinigten Staaten und China unwahrscheinlicher erscheinen lassen. Der Dollar profitierte von dieser Unsicherheit aufgrund seines Status einer faktischen Reservewährung, in die sich Anleger in unwägbaren Zeiten oftmals flüchten. Allerdings hielt die Kursbewegung nicht an. Als Grund für den am Nachmittag wieder nachgebenden Dollar wurden unter anderem Gewinnmitnahmen genannt.

16:32 Uhr

Dax-Milliardär versilbert Aktienpaket - so viel streicht er ein

SAP
SAP 122,20

Tja, Mitbegründer eines erfolgreichen Dax-Konzerns müsste man sein. Noch besser ist es, wenn man auch noch Gründer des derzeit wertvollsten deutschen Dax-Konzerns ist. Wie Hasso Plattner, derzeit Aufsichtsratschef beim deutschen Software-Konzern SAP.

Plattner hat das gemacht, was wohl viele Normalsterbliche auch machen würden, wenn sie einen saftigen Anteil an einem wertvollen Unternehmen besitzen - ihn zu Geld machen. So geschehen laut Aussage eines SAP-Sprechers. Plattner hat demnach ein Aktienpaket im Wert von rund 100 Millionen Euro versilbert.

Der Verkauf der Papiere über mehrere Einzeltransaktionen erfolgte bereits in der Vorwoche, wurde aber erst jetzt bekannt. Zu Gründen des Verkaufs äußerte sich der Sprecher nicht.

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Der 75 Jahre alte Plattner hält nach Unternehmensangaben insgesamt etwa 77 Millionen SAP-Aktien im Gesamtwert von rund 9,5 Milliarden Euro.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

16:01 Uhr

China brüskiert - Wall Street fürchtet Pekings Zorn

Angesichts neuer Verstimmungen zwischen den Regierungen in Peking und Washington gehen einige US-Anleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fallen zur Eröffnung um jeweils 0,2 Prozent, nachdem sie in den vergangenen Tagen von Rekord zu Rekord geeilt waren.

Auslöser der Verkäufe ist die Verabschiedung eines Gesetzes im US-Senat zur Stärkung der Protestbewegung in Hongkong. "China hat klargemacht, dass es keinerlei ausländische Einmischung in Hongkong duldet", sagte Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane. Einige Börsianer befürchten, dass die Entscheidung des Senats die Handelsgespräche erschwert oder gar zum Scheitern bringt.

Vor diesem Hintergrund trennen sich Investoren von Werten, deren Geschäft stark vom Handel mit China abhängt. So büßen die Aktien des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar, der Chipfirma Intel oder des iPhone-Anbieters Apple bis zu 0,8 Prozent ein.

15:35 Uhr

Ende der Schwarzen Null droht - Segen oder Fluch für Anleger?

Die Schwarze Null, also ein Bundeshaushalt ohne neue Schulden, das klingt erstmal gut. Doch angesichts der schwächelnden Konjunktur wird dieses Prinzip immer kritischer gesehen: Statt zu sparen, müsse der Staat genau jetzt investieren und Unternehmen entlasten, fordern manche Wirtschaftsexperten.

Dann müsste der Staat aber mehr Schulden aufnehmen, was wohl das Ende der Schwarzen Null bedeuten würde. Welche Folgen hätte das für den Dax und Anleger? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

 

14:56 Uhr

Deutsche Rüstungs-Aktie bricht massiv ein

Rheinmetall
Rheinmetall 96,14

Tiefrot leuchtet der Aktienkurs des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall auf den Bildschirmen der Börsianer: Das Papier bricht um bis zu 8,3 Prozent auf ein Sechs-Monats-Tief von 94,72 Euro.

Händlern zufolge trübt der zurückhaltende Ausblick des Rüstungskonzerns die Stimmung. Anfang November hatte Rheinmetall wegen der schwachen Autokonjunktur und Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter seine Umsatzprognose für 2019 auf ein Plus von einem Prozent heruntergeschraubt.

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Das gepanzerte Transportfahrzeug "Boxer" aus dem Hause Rheinmetall.

(Foto: picture alliance / -/Rheinmetall)

 

14:01 Uhr

Alibaba muss vor Hongkonger Börsengang zurückrudern

Alibaba
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Der Internetriese Alibaba muss bei seinem Börsengang in Hongkong kleinere Brötchen backen als er sich Medienberichten zufolge erhofft hatte. Insgesamt plant der Amazon-Konkurrent beim Gang aufs Parkett 11 Milliarden US-Dollar (9,9 Milliarden Euro) einzunehmen, wie das Unternehmen mitteilte. Zuletzt war in Medien von bis zu 15 Milliarden Dollar die Rede gewesen.

Die 500 Millionen Aktien sollen zu einem Stückpreis von 176 Hongkong-Dollar (20,30 Euro) ausgegeben werden. Das wäre der größte Börsengang in Hongkong seit 2010. Alibaba ist bereits seit 2014 an der New Yorker Börse gelistet und ist dort soviel wert wie kein anderes asiatisches Unternehmen. Es war der bisher größte Börsengang überhaupt mit Einnahmen von 25 Milliarden Dollar.

13:14 Uhr

Spricht TV-Duell gegen Johnson? Pfund verbilligt sich

Am Tag nach dem ersten TV-Duell der beiden Spitzenkandidaten für das Premierministeramt in Großbritannien gibt das britische Pfund zum US-Dollar leicht nach. Eine Umfrage unter Fernsehzuschauern ergab keinen klaren Sieger, woraus Chefstratege Marshall Gittler von ACLS Global eine geringere Chance auf die alleinige Regierungsbildung durch die Konservativen unter Boris Johnson folgert.

Die Unterhauswahlen am 12. Dezember sähen demnach nicht so sicher aus, wie derzeit erwartet werde, sagte er. Labour-Oppositionsführer Jeremy Corbyn brauche die Wahl gar nicht zu gewinnen, er müsse lediglich eine Mehrheit für Johnson verhindern.

Andererseits wirke die Entwicklung möglicherweise positiv für das Pfund: Es könne auch auf ein neues Brexit-Referendum hinauslaufen, in dem die Entscheidung zum EU-Austritt komplett revidiert werde. Das Pfund sinkt auf 1,2900 Dollar nach Wechselkursen im Vortageshoch bei rund 1,2970 Dollar.

 

12:31 Uhr

Goldpreis dürfte Anlegern Anlass zur Sorge geben

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.460,20

Es ist eine alte Binsenweisheit am Markt: Ziehen dunkle Wolken auf, ziehen Anleger ihr Geld aus dem Aktienmarkt ab und parken es in "sicheren Häfen". Dazu zählt auch Gold. Wenn der Goldpreis anzieht, ist das demnach kein besonders gutes Zeichen für Aktienanleger.

Aber genau das ist derzeit der Fall: Das als Krisenwährung begehrte Gold verteuert sich heute um 0,4 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 1478 Dollar je Feinunze. Allerdings dürfte der Anstieg Händlern zufolge begrenzt bleiben, da sich Anleger im Vorfeld der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung der US-Notenbank am Abend nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen wollten.

Die Risikoscheu der Anleger macht auch die ebenfalls als sicher geltenden Anleihen zum begehrten Investment. Im Gegenzug fallen die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen auf minus 0,384 Prozent und markieren damit den tiefsten Stand seit knapp drei Wochen.

12:05 Uhr

Studie: Finanzsektor verliert in der Schweiz an Bedeutung

Es gibt es nur wenige Länder, in denen der Finanzsektor für die nationale Wirtschaft bedeutender ist, als in der Schweiz: Das sind Luxemburg, Hongkong und Singapur. Dennoch dürfte die Branche der Banken, Versicherungen und deren Dienstleister in den kommenden Jahren für die Eidgenossen an Bedeutung verlieren, heißt es in einer Studie.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics erwartet für die Schweizer Finanzbranche im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024 ein Wachstum der Wertschöpfung von 0,9 Prozent. Die Gesamtwirtschaft dürfte in dieser Zeit um 1,4 Prozent wachsen, wie aus der Untersuchung hervorgeht.

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Zürich zählt neben Genf zu den wichtigsten Finanzzentren der Schweiz.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

 

11:36 Uhr

Vapiano-Gäste geben mehr aus - Anleger wenig begeistert

Vapiano
Vapiano 4,00

Die angeschlagene deutsche Restaurantkette Vapiano sieht sich auf einem guten Weg: Jeder Gast habe in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Schnitt fünf Prozent mehr Geld ausgegeben als zuvor, teilte das Unternehmen mit. Damit lag der sogenannte Durchschnittsbon pro Besuch bei mehr als 12 Euro.

Aber auch das hilft nicht so richtig: Denn Vapiano musste trotzdem in den ersten drei Quartalen einen Verlust von 46,1 Millionen Euro hinnehmen und damit deutlich mehr als vor einem Jahr (minus 29,4 Millionen Euro). Wenig erfreulich ist auch der Blick auf die Umsatzentwicklung: Bei den auf die Fläche berechneten Erlösen gab es erneut herbe Einbußen von minus 4,2 Prozent.

An der Börse kommt das nicht gut an: Die Vapiano-Aktie gibt um 3,5 Prozent nach. Seit dem Börsengang 2017 verloren die Anteile mehr als 80 Prozent ihres Werts. Auch nachdem der Sanierungskurs in diesem Frühjahr eingeleitet wurde, ging der Sinkflug weiter.

10:53 Uhr

Schlappe für Boeing - Emirates hält sich bei Käufen zurück

Boeing
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Als hätte der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing nicht schon genug Ärger am Hals: Nun muss Boeing sich auch mit einer enttäuschenden Bestellung von der arabischen Halbinsel begnügen.

Die Fluggesellschaft Emirates orderte auf der Luftfahrtmesse in Dubai zwar 30 Langstreckenjets vom Typ 787 "Dreamliner", wie die arabische Airline mitteilte. Allerdings hatte Emirates zuvor eine Absichtserklärung über 40 Maschinen der Reihe abgegeben. Zudem strich das Unternehmen eine bestehende Bestellung über 150 Großraumjets vom Typ Boeing 777X auf 126 Exemplare zusammen.

10:12 Uhr

EZB warnt vor Folgen der eigenen Politik

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Die Negativzinsen, die die Zentralbank zudem für bei ihr geparkte Gelder verlangt, fressen sich zunehmend durchs Finanzsystem.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Leitzins im Euroraum liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von null Prozent. Mit dieser sogenannten Nullzinspolitik will die Europäische Zentralbank (EZB) vor allem der schwächelnden Wirtschaft im Euroraum auf die Sprünge helfen. Doch dieses Vorgehen birgt Gefahren, warnt jetzt die EZB selbst.

"Während das Niedrigzinsumfeld die Gesamtwirtschaft stützt, stellen wir auch eine steigende Bereitschaft fest, Risiken einzugehen", erklärte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos anlässlich der Vorlage des halbjährlichen Finanzstabilitätsberichts der Währungshüter. "Dies könnte mittelfristig zu Herausforderungen für die Finanzstabilität führen."

Vor allem Investmentfonds und Versicherer könnte das Umfeld nach Einschätzung der EZB-Experten dazu verleiten, übermäßige Risiken einzugehen. Auch in einzelnen Immobilienmärkten sei dies zu befürchten. Das könnte zum Problem werden, wenn sich das Preisumfeld wieder ändert.

09:26 Uhr

Gezerre zwischen USA und Peking frustriert Anleger

Dax
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Kaum ein Thema hält in den vergangenen Wochen die Börsen in Bewegung wie der leidige Handelsstreit zwischen den USA und China. Er mutiert zu einem scheinbar endlosen Hin und Her - was an den Nerven der Anleger zerrt.

In Europa geraten die Börsen unter Druck. Der Dax verliert am Morgen 0,7 Prozent auf 13.132 Punkte. "Es fehlt an frischen Impulsen, während die Stimmungsschwankungen in den Handelsgesprächen anhalten", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

US-Präsident Donald Trump sagte bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus, China müsse einen Vorschlag machen, den er möge. "Wenn wir keinen Deal mit China abschließen, werde ich die Zölle einfach noch höher ansetzen", sagte er. Für diplomatischen Zündstoff sorgte zusätzlich die Lage in Hongkong. Der US-Senat hat mit einer Entscheidung die Protestbewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone unterstützt, was die Führung in Peking verurteilte.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:23 Uhr

US-Lagerdaten schüren Angst vor Öl-Überangebot

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,27

Ein überraschend starker Anstieg der US-Ölvorräte schürt an den Rohstoffmärkten die Furcht vor einem wachsenden Überangebot. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 60,73 Dollar je Barrel (159 Liter).

Seit Wochenbeginn summiert sich der Verlust auf mehr als vier Prozent. Die wöchentlichen US-Lagerbestände kletterten nach Daten des privaten Anbieters API um sechs Millionen Barrel. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg von 1,5 Millionen Barrel gerechnet.

07:59 Uhr

Dax dürfte Verschnaufpause einlegen

Dax
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In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik dürfte der deutsche Aktienmarkt eine Verschnaufpause einlegen. Der Leitindex Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge den schwächeren Vorgaben der US-Börsen folgen und niedriger starten. Am Dienstag hatte er 0,1 Prozent im Plus bei 13.221,12 Punkten geschlossen.

Ihr Hauptaugenmerk richten Investoren auf die Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Abend. Aus den Mitschriften der jüngsten geldpolitischen Beratungen werde voraussichtlich hervorgehen, dass die US-Notenbank vorerst die Füße stillhalten wird, prognostizierte Analyst Frank Wohlgemuth von der National-Bank in Essen. "Ein zentraler Grund dafür ist, dass man erst mal den Ausgang der Verhandlungen rund um den Handelskonflikt abwarten möchte."

Anleger spekulieren weiter, ob und wann das geplante Abkommen im Zollstreit zwischen den USA und China unterzeichnet wird. Darüber hinaus werden sie sich mit der Nachlese des TV-Duells zwischen dem britischen Premierminister Boris Johnson und dem Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei beschäftigen. Umfragen zufolge gab es keinen eindeutigen Sieger in der Debatte, von der man sich auch am Markt Rückschlüsse auf den Ausgang der vorgezogenen Parlamentswahl in Großbritannien am 12. Dezember und den nächsten Akt der Brexit-Saga erhofft hatte.

07:35 Uhr

Eurokurs wenig verändert

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro bewegt sich wenig. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1073 US-Dollar gehandelt und damit in etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1077 Dollar festgesetzt. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Seit Beginn der Woche wurden kaum wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Erst am Abend dürften Aussagen der US-Notenbank Fed für etwas mehr Kursbewegung am Devisenmarkt sorgen.

Auf dem Programm steht das Protokoll der vergangenen Zinssitzung der amerikanischen Notenbank, von dem sich Anleger Hinweise auf die künftige Geldpolitik in den USA erhoffen. Zuletzt hatte die Fed nach drei Zinssenkungen im laufenden Jahr Signale für eine Zinspause geliefert.

07:07 Uhr

Wirecard steht vor nächstem Schwächeanfall

Die Prüfer von EY verweigern der Singapur-Tochter des Zahlungsdienstleisters Wirecard das Testat für die Richtigkeit der Jahresbilanz 2017. Das zeigen Dokumente im Register der singapurischen Aufsichtsbehörde Acra, die das Handelsblatt eingesehen hat. 2017 ist das letzte geprüfte Jahr des Wirecard-Ablegers im asiatischen Stadtstaat.

Wirecard
Wirecard 115,15

Die Prüfer schreiben: "Wir können weder die Angemessenheit, Vollständigkeit und Richtigkeit des Jahresabschlusses feststellen, noch können wir den Umfang möglicher Anpassungen abschätzen, die in Bezug auf den Jahresabschluss der Gesellschaft erforderlich sein könnten", zitiert die Zeitung die Wirtschaftsprüfer. Nachbörslich brach der Wirecard-Kurs um 7,5 Prozent ein.

Wirecard verweist laut Handelsblatt auf den uneingeschränkt testierten Konzernabschluss nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS. Nur dieser sei maßgebend. Aus technischer Sicht droht sich die jüngste Erholung nun trendbestätigend nach unten aufzulösen. Denn der kurzfristige Aufwärtstrend bei 118,50 Euro wird voraussichtlich nicht halten. Darunter gilt die Aktie um 110 und um 107,80 Euro als unterstützt.

06:33 Uhr

Asiatische Börsen geraten ins Stolpern

Die asiatischen Aktien geraten aufgrund der widersprüchlichen Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China ins Stolpern. Die Handelssaussichten schienen sich zu trüben, als die Regierung in China eine Maßnahme des US-Senats gegen Hongkong verurteilte und Schritte zur Sicherheit und Souveränität des Staates ankündigte.

Nikkei
Nikkei 23.354,40

"Der unmittelbare Fokus bleibt auf den Handelsgesprächen zwischen den USA und China und die Märkte scheinen bis zur Lösung des Konflikts weiter zögerlich, um sich deutlich in eine Richtung zu bewegen", erklärten die Analysten der australischen ANZ Bank.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent tiefer bei 23.120 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1688 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,7 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 108,49 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,0296 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9903 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1073 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0968 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2908 Dollar.