Montag, 09. März 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:41 Uhr

Virus und Ölpreis-Crash: Dax bricht um mehr als 900 Punkte ein

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(Foto: dpa)

Viele Börsianer sprechen von einem "Schwarzen Montag", doch eigentlich waren die meisten Handelstage in den vergangenen zwei Wochen desaströs. Allerdings hat sich heute der Ausverkauf an den europäischen Börsen mit einer noch größeren Intensität fortgesetzt. Die immer beunruhigender klingenden Nachrichten zur Coronavirus-Epidemie und ein durch den Streit zwischen Saudi-Arabien und Russland um die Fördermenge angezettelter Preiskrieg am Ölmarkt sorgten für panikartige Verkäufe am Aktienmarkt.

Der Dax brach um 7,9 Prozent ein und schloss bei 10.625 Punkten. Damit verlor der Leitindex allein am heutigen Tag 917 Punkte. Sein Tagestief lag bei 10.557 Stellen. Der MDax rauschte um 6,7 Prozent auf 23.092 Zähler nach unten. Mit dem TecDax ging es ebenfalls um 6,7 Prozent auf 2637 Stellen nach unten. Der EuroStoxx50 stürzte gar um 8,7 Prozent auf 2950 Punkte ab.

Alle Dax-Werte verbilligten sich. "Gewinner" waren Beiersdorf mit minus 2,8 Prozent. Zweistellig verloren Deutsche Bank (minus 13,6 Prozent), Daimler (minus 13,4 Prozent), Covestro (minus 11,5 Prozent), BMW (minus 10,8 Prozent), BASF (minus 10,6 Prozent) und Volkswagen (minus 10,5 Prozent).

17:19 Uhr

VW lässt Betriebsversammlung mit Olaf Scholz ausfallen

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(Foto: dpa)

Auch Volkswagen hat nun auf das Coronavirus reagiert. Der Wolfsburger Autobauer sagte eine für nächste Woche geplante große Betriebsversammlung ab. Die für den 19. März angesetzte Großveranstaltung, auf der sich mehr als 13.000 Mitarbeiter des Stammwerks und der dazugehörigen Verwaltung in einer Halle auf dem Betriebsgelände in Wolfsburg versammeln sollten, werde auf unbestimmte Zeit verschoben, teilt der Betriebsrat mit.

Auf der Versammlung sollte Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur VW-Belegschaft sprechen.

17:14 Uhr

Deutsche Bank sagt 150-Jahr-Feier wegen Coronavirus ab

Viel zu feiern hat die Deutsche Bank derzeit eigentlich nicht. Insofern kommt dem Geldinstitut vielleicht das Coronavirus ganz gelegen. Der Dax-Konzern sagte die für den 21. März in Berlin geplante Feier zu seinem 150-jährigen Bestehen ab. Diese Entscheidung habe man wegen der weiteren Ausbreitung des Virus getroffen, schrieben Vorstandschef Christian Sewing und Aufsichtsratschef Paul Achleitner den Mitarbeitern.

Zudem verschärft die Deutsche Bank ihre Notfallmaßnahmen und arbeitet nun auch an ihren Standorten in Großbritannien mit geteilten Teams. Ein Teil der Mitarbeiter arbeite seit heute an einem Ausweichstandort. Auch werde man einige Mitarbeiter bitten, von zuhause aus zu arbeiten.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 5,97

16:43 Uhr

iPhone-Verkäufe brechen in China massiv ein

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Schwere Zeiten für Apple: Auch der iPhone-Hersteller spürt die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie. Im Februar verkaufte der US-Konzern weniger als 500.000 Smartphones in China und damit mehr als die Hälfte weniger als im Vorjahreszeitraum, als er noch auf 1,3 Millionen kam. Bereits Mitte Februar hatte Apple wegen der Epidemie seine Umsatzprognose gekappt.

Der Konzern ist stark vom China-Geschäft abhängig. Seit Ende Januar ist das Reisen in der Volksrepublik nur noch eingeschränkt möglich und Einwohner sind angehalten, öffentliche Plätze zu meiden. Das bereitet dem Einzelhandel große Probleme.

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16:21 Uhr

Trump: Ölstaaten sind für Kurseinbrüche verantwortlich

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(Foto: AP)

Nun tritt auch noch Donald Trump auf den Plan: Der US-Präsident macht den Streit zwischen den Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien für den Absturz an den US-Börsen verantwortlich. Ein weiterer Grund für den starken Verfall der Aktienpreise seien nicht näher bezeichnete "Fake News", twitterte er.

Vom Einbruch der Ölpreise könnten die Amerikaner mitunter profitieren: "Gut für den Verbraucher, dass die Benzinpreise sinken!" Zur Coronavirus-Epidemie schrieb er: "Nichts ist geschlossen, das Leben und die Wirtschaft gehen weiter." Jährlich würden zwischen 27.000 und 70.000 Amerikaner an der gewöhnlichen Grippe sterben.

15:53 Uhr

Coronavirus lässt Geely-Absatz einbrechen

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(Foto: picture alliance / WU HONG/epa/d)

Der chinesische Autobauer Geely bekommt die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie in der Heimat kräftig zu spüren. Wie der Konzern, an dem auch Daimler beteiligt ist, mitteilte, sind die Fahrzeugverkäufe wegen der Epidemie im Februar um 75 Prozent auf 21.168 Einheiten eingebrochen. Die Verkäufe für die ersten beiden Monate des Jahres seien um 45 Prozent zurückgegangen auf 133.006 Einheiten, was teilweise auch auf das chinesische Neujahrsfest zurückzuführen sei, an dem die meisten Geschäfte geschlossen gewesen seien.

Die Verkäufe in den Monaten Januar und Februar machen Geely zufolge 9 Prozent des Jahresverkaufsziels von 1,41 Millionen Einheiten aus.

15:27 Uhr

Wie Anleger auf den Dax-Crash reagieren sollten

Das Coronavirus sorgt für ein Beben an den Börsen. Die Aktienkurse rauschen in den Keller. Viele Anleger sind deshalb in Sorge. Experten raten allerdings zur Ruhe. Für manch einen kann der aktuelle Kurseinbruch sogar eine Chance sein.

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15:12 Uhr

Wall Street handelt wieder - Dow und S&P tiefrot

Nach dem Aussetzen des Handels hat der Dow Jones mit minus 6,6 Prozent bei 24.160 Punkten notiert. Der S&P-500 notierte 6,1 Prozent tiefer bei 2794 Stellen. Massive Kurseinbrüche hatten an der Wall Street zum Start eine Handelsunterbrechung ausgelöst. Nach einem Minus von 7 Prozent wurde der Handel für 15 Minuten unterbrochen.

Damit setzte sich der jüngste Absturz im Gefolge der Corona-Krise beschleunigt fort. "Die Angst vor einer weltweiten Rezession geht um", sagte Thomas Hayes, Chairman des Hedgefonds-Managers Great Hill Capital. An den Börsen in Asien und Europa kam es bereits zu einem "Schwarzen Montag", einige Länderindizes wie Italien sacken zweistellig ab, viele andere um über 8 Prozent. Für große Verunsicherung sorgte die großflächige Quarantäne in Italien. Davon betroffen ist besonders der Norden Italiens und damit das Wirtschaftszentrum des Landes.

14:57 Uhr

Dax reagiert auf Dow-Absturz mit minus 8 Prozent

An den Börsen geht es abwärts.

(Foto: imago images/STPP)

Im Gefolge des verheerenden Handelsbeginns in den USA ist es mit dem deutschen Aktienmarkt am Nachmittag weiter runtergegangen. Der Dax verlor 8,1 Prozent auf 10.610 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 8,3 Prozent tiefer bei 2963 Stellen.

Derweil hat die Helaba den Anlegern geraten, die Nerven zu behalten und auf dem niedrigen Niveau von Panikverkäufen abzusehen. Die Strategen um Ralf Umlauf und Stefan Mitropoulos hatten bereits eine Korrekturphase mit möglichen Übertreibungen nach unten erwartet, die durch einen exogenen Schock ausgelöst werden kann. Für mittel- bis langfristig orientierte Anleger böten solche Phasen Gelegenheiten, Aktienpositionen wieder aufzubauen, hieß es.

14:47 Uhr

Dow Jones bricht ein - US-Handel ausgesetzt

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(Foto: picture alliance / -/XinHua/dpa)

Es geht munter weiter mit den Kursstürzen: Der Ölpreis-Kollaps lässt die Furcht vor einer Pleitewelle in der US-Ölindustrie wachsen. Zusammen mit der Verunsicherung über die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie brockt dies dem US-Leitindex Dow Jones zu Handelseröffnung einen Verlust von 7,1 Prozent auf 24.026 Punkte ein. Das ist der größte Kursrutsch an der New Yorker Börse seit zehn Jahren. Daraufhin wurde der Aktienhandel automatisch gestoppt.

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14:20 Uhr

Ölpreis verfällt - Experte fürchtet soziale Unruhen in Förderländern

Mit einem beschleunigten Ausverkauf im Ölmarkt in den nächsten Tagen rechnet Michel Salden, Senior Portfolio Manager von Vontobel Asset Management. Sowohl Russland als auch Saudi-Arabien dürften zunächst die Produktion ankurbeln. Dies dürfte sich jedoch im Jahresverlauf strukturell ändern. Ein Leidtragender könnte die "Grüne Revolution" werden.

Der Preisdruck wird laut Salden am stärksten in den Schieferöl produzierenden Gebieten zu spüren sein, wo das Wachstum in diesem Jahr voraussichtlich deutlich zurückgehen wird. Darüber hinaus könnten die ölproduzierenden Regionen mit sozialen Unruhen konfrontiert werden.

Die Ölpreise mussten auch am Nachmittag heftige Abschläge hinnehmen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 23,2 Prozent auf 34,76 US-Dollar. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 23,0 Prozent auf 31,95 Dollar.

14:04 Uhr

Lebensversicherungen: Garantiezins fällt wohl noch stärker

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundesregierung und die Finanzaufsicht Bafin wollen die deutschen Lebensversicherer angesichts der niedrigen Zinsen offenbar noch stärker an die Kandare nehmen als gedacht. Es zeichne sich ab, dass der Garantiezins für Lebensversicherungen vom nächsten Jahr an nicht nur, wie von der Branche vorgeschlagen, auf 0,5 (bisher 0,9) Prozent gesenkt, sondern um noch mindestens einen Zehntel-Prozentpunkt niedriger festgesetzt werden solle, sagten zwei Insider Reuters.

Der Garantiezins - offiziell Höchstrechnungszins genannt - ist die maximale Verzinsung, die die Lebensversicherer ihren Kunden über die gesamte Laufzeit fest zusagen dürfen. Die Bafin wollte sich zu den Informationen nicht äußern, das Bundesfinanzministerium gab dazu bislang noch keine Stellungnahme ab. Ein Sprecher des Branchenverbands GDV sagte: "Wir gehen davon aus, dass der Garantiezins sinken wird." Auf die künftige Höhe wollte er sich aber nicht festlegen.

13:54 Uhr

Airbus, Thales und Co. im Tiefflug-Modus

Ungebremst abwärts ist es auch für die Aktien der Luftfahrtindustrie gegangen.

  • "Hier wird immer mehr eingepreist, dass das Virus für einen Strukturbruch in der Branche gesorgt hat und sämtliche Wachstumshoffnungen der Industrie übertrieben waren", sagte ein Händler.

Entsprechend brachen selbst Branchenriesen wie Airbus zeitweise um 9 Prozent ein. Fraport fielen zwar nur noch um 3 Prozent, sind aber seit Jahresbeginn schon von knapp 80 auf unter 50 Euro eingebrochen.
Fallendes Branchenwachstum wäre aber auch Gift für Zulieferer und Wartungsunternehmen. Entsprechend fielen MTU im Dax um weitere 6,6 Prozent, FACC in Wien und Thales in Paris um 8 Prozent.

13:33 Uhr

ntv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf zum Corona-Crash

Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus macht den Märkten schwer zu schaffen. Der Dax rauscht in die Tiefe, und auch der Ölpreis legt eine Talfahrt hin. Warum ausgerechnet die für eine baldige Erholung sorgen könnte, weiß ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf.

13:23 Uhr

SAP kippt alle März-Veranstaltungen

SAP hat wegen des Coronavirus alle Veranstaltungen im März abgesagt. Das Walldorfer Dax-Schwergewicht bezeichnete diese Entscheidung als Vorsichtsmaßnahme. Die für 19. und 20. März geplante SAP-Now-Konferenz in Berlin wird auf September verschoben. Ebenfalls betroffen sind die SAP Concur Fusion, die bereits heute in Orlando starten sollte, sowie die dreitägige SAP Ariba in Las Vegas.

Weiterhin teilte das Unternehmen mit, mit Blick auf die "Gesundheit und das Wohlbefinden" von Kunden und Mitarbeitern auch auf die Teilnahme an Branchenveranstaltungen zu verzichten.

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12:59 Uhr

Ölpreisverfall lässt Russlands Rubel bluten

Der Einbruch des Ölpreises hatte der russischen Währung massiv zugesetzt. Der Rubel rutscht zum US-Dollar mit 73,50 Rubel auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren.

Der am Wochenende begonnene Öl-Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland hatte die Öl-Preise um rund 30 Prozent. Auch die Furcht vor einer nachlassenden Rohstoff-Nachfrage aus China wegen der Coronavirus-Krise setzt dem wichtigen russischen Exportgut zu.

12:33 Uhr

Warum der Corona-Crash auch eine Chance ist

Nach wie vor hält das Coronavirus die Börsen fest in Atem. Wann ist das Schlimmste vorüber und eine Erholung in Sicht? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Christian Köker von der HSBC und Sebastian Gertler von Dericon darüber, wie es an den Märkten weitergehen könnte und warum turbulente Marktphasen auch Chancen bieten.

12:16 Uhr

Besch(eidene) Situation auch an der Wall Street erwartet

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(Foto: dpa)

SOS funkt auch die Wall Street: Der jüngste Absturz an den US-Märkten im Gefolge der Coronavirus-Epidemie wird sich auch heute fortsetzen. Die Futures auf die Aktienindizes werden mit Abschlägen von rund 5 Prozent indiziert. Noch stärker im Blick steht der Ölpreis, der rund ein Viertel seines Wertes verlor, gedrückt von Aussagen des Hauptproduzenten Saudi-Arabien am Wochenende, wonach die Preise gesenkt und die Förderung gesteigert werden sollen.

"Die Angst vor einer weltweiten Rezession geht um", sagt Thomas Hayes, Chairman des Hedgefonds-Managers Great Hill Capital.

12:01 Uhr

Horrorshow in Frankfurt - Dax wird geprügelt

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(Foto: AP)

Wie ist die Lage auf dem deutschen Aktienmarkt? Kurz gefasst: einfach nur gruselig. Der Dax befand sich am Mittag wieder auf dem Abstieg und gab 6,8 Prozent auf 10.747 Punkte ab. Der MDax verringerte sich um 5,5 Prozent auf 23.394 Zähler. Mit dem TecDax ging es um 5,6 Prozent auf 2668 Stellen runter. Der EuroStoxx50 notierte 7,0 Prozent tiefer bei 3005 Punkten.

Besonders dick im Minus befanden sich auch die Autowerte. Daimler verbilligten sich um 9,8 Prozent. Nicht viel besser sah es bei VW und BMW aus: minus 8,2 beziehungsweise minus 7,4 Prozent. Auch die Continental-Aktie wurde geprügelt und ging um 7,1 Prozent runter. An der Dax-Spitze notierten Lufthansa mit einem Abschlag von 2,7 Prozent.

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11:40 Uhr

Experte: "Wir wissen nicht, wie schlimm es wird"

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Stefan Bielmeier

Auch der Chefvolkswirt der DZ Bank, Stefan Bielmeier, hat seine Meinung zum derzeitigen Börsencrash und den abstürzenden Ölpreisen. "Das Schlimme an den Börsen ist, dass wir derzeit nicht wissen, wie schlimm es (für die Wirtschaft) wird. Das erste Quartal wird sicherlich mit negativem Wachstum abgeschlossen werden. ... Das wird derzeit an den Börsen gespielt", sagte Bielmeier bei ntv.

11:26 Uhr

Coba-Aktie tief im Höllenschlund - weniger als 4 Euro wert

Commerzbank
Commerzbank 3,31

Land unter auch bei der Commerzbank-Aktie: Das ohnehin schon arg gebeutelte Papier rauschte nach Handelsbeginn unter die 4-Euro-Marke und notierte zwischenzeitlich bei 3,71 Euro. Am späten Vormittag "zog" die Aktie an und verlor 8,4 Prozent auf 3,94 Euro.

11:08 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie stürzt auf Rekordtief

Nur mal so nebenbei: Die Aktie der Deutschen Bank hat zu Handelsbeginn einen Negativrekord aufgestellt. Sie sackte in den ersten Handelsminuten um 17,1 Prozent auf ein Rekordtief von 5,61 Euro ab. Mittlerweile hat sich das Papier wieder etwas berappelt. Es notierte am späten Vormittag 10,1 Prozent tiefer bei 6,09 Euro, war aber immer noch schwächster Wert im Dax.

Aber die Deutsche Bank ist kein Einzelfall. Aus Furcht vor weiteren Belastungen für die Geldinstitute flohen die Anleger generell aus Finanzwerten. Der europäische Bankenindex fiel um fast 10 Prozent auf ein Elf-Jahres-Tief von 102,66 Punkten. Das ist der größte Kurssturz seit dreieinhalb Jahren.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 5,97

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10:51 Uhr

Nervöse Märkte treiben Anleger in deutsche Staatspapiere

Die wachsende Nervosität an den Finanzmärkten hat die Anleger in als sicher geltende deutsche Staatsanleihen getrieben. Der Einbruch der Ölpreise und die Coronavirus-Epidemie lösten heftige Turbulenzen an den Märkten aus. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,98 Prozent auf 178,00 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um 0,11 Prozentpunkte auf minus 0,828 Prozent.

Neben deutschen Anleihen waren in der Eurozone auch Papiere aus den Niederlanden, Österreich und Finnland gefragt. Dagegen wurden italienische Staatsanleihen massiv verkauft. Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen stieg um 0,27 Prozentpunkte auf 1,34 Prozent.

10:28 Uhr

Analyst: "Kaufen, wenn die Kanonen donnern"

Kanonen werden beim Kanonenböllern anlässlich des Bürger-Schützenfest 2017 abgefeuert. Foto: Caroline Seidel/Archiv

(Foto: Caroline Seidel/dpa)

"Anleger haben die Wahl zwischen zwei Börsenweisheiten: Greife nie in ein fallendes Messer, und du sollst kaufen, wenn die Kanonen donnern", sagte Torsten Dennin von der Asset Management Switzerland AG bei ntv.

Doch was machen die Anleger? Sie haben sich nach dem Anfangscrash wieder etwas "beruhigt". Der Dax sank anderthalb Stunden nach Handelsbeginn "nur" noch um 5,0 Prozent auf 10.974 Punkte. Der EuroStoxx50 fiel um 5,4 Prozent auf 3053 Stellen. Alle Dax-Werte notierten im Minus.

10:13 Uhr

Kurse an Mailänder Börse im freien Fall

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(Foto: dpa)

Die Lage an der Frankfurter Börse ist äußerst angespannt, aber an anderen Aktienmärkten sieht es noch schlimmer. So verzeichnete die Mailänder Börse einen Kursabsturz von rund 11 Prozent.

Italien ist das vom Coronavirus am stärksten betroffene europäische Land. Die Regierung in Rom hat bereits drastische Maßnahmen ergriffen und erließ am Sonntag ein Ein- und Ausreiseverbot für die mehr als 15 Millionen Einwohner der Regionen in Norditalien, zu denen auch die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig gehören.

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09:58 Uhr

Deutlich weniger deutsche Exporte nach China

Ein Container-Stapler auf einem Containerterminal. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

(Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild)

Die deutschen Exporte in das durch das neuartige Coronavirus besonders betroffene China sind im Januar kräftig gesunken. Sie nahmen um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 7,3 Milliarden Euro ab. Auch die Importe aus China sanken, wenn auch nur leicht um 0,5 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro.

Das Reich der Mitte ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner Deutschlands: Waren im Wert von fast 206 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr zwischen beiden Ländern hin und her geschickt.

09:39 Uhr

Nikkei verliert mehr als 1000 Punkte - China-Märkte tiefrot

Nikkei
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Massive Kursstürze auch in Asien: In Tokio fiel der Nikkei um mehr als 1000 Punkte unter die Marke von 20.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit 14 Monaten. Zum Handelsende notierte das Börsenbarometer einen Abschlag von 1051 Punkten oder 5,1 Prozent beim Stand von 19.699 Zählern. Japanische Exporttitel gerieten zudem durch ein Anziehen des Yen gegenüber dem US-Dollar unter Druck.

Auch an anderen Börsenplätzen der Region gaben die Kurs teils deutlich nach. Die Aktienkurse an der Börse in Seoul rutschten um mehr als 4 Prozent nach unten. Der Leitindex ging um 85 Punkte oder 4,2 Prozent auf den Schlussstand von 1955 zurück. In China büßte der Shanghai Composite Index deutlich um 3,0 Prozent auf 2943 Punkte ein. Der Shenzhen Component Index ging mit einem Verlust von 4,1 Prozent bei 11.109 Punkten aus dem Markt.

09:23 Uhr

Ölaktien schmieren ab - Premier Oil verlieren 83 Prozent

Der Ölpreisschock sorgt für einen kräftigen Kursverfall bei den entsprechenden Aktien: Die rausche das Papier von Premier Oil um sage und schreibe 83 Prozent nach unten.

Auch anderen Werten ging es nicht gut: BP verloren 25 Prozent und Shell 21 Prozent.

09:16 Uhr

Kursmassaker an der Frankfurter Börse

Die Coronavirus-Epidemie sorgt auch in der neuen Woche für ein Kursmassaker an der Frankfurter Börse: Der Dax verlor wenige Minuten nach Handelsstart 7,8 Prozent auf 10.637 Punkte. Damit verlor der Leitindex im Vergleich zum Freitag mehr als 900 Punkte. Der MDax sackte um 6,2 Prozent auf 23.175 Zähler, der TecDax um 6,7 Prozent auf 2635 Stellen ab. Der EuroStoxx50 notierte 8,6 Prozent tiefer bei 2955 Punkten.

Ganz schlimm erwischte es die Aktie der Deutschen Bank - sie rauschte um 15,5 Prozent runter. Bester Dax-Wert waren Beiersdorf mit minus 3,1 Prozent.

Dax
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08:52 Uhr

Saudi-Aramco-Aktie stürzt durch Ölkrieg unter Ausgabepreis

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(Foto: AP)

Der Ölpreiskrieg zwischen Russland und Saudi Arabien schickt die Aktie von Saudi Aramco auf Talfahrt. Die Aktien des staatlichen saudiarabischen Ölkonzerns fallen an der Börse Riad um 10 Prozent auf 27 Riyal und notieren erstmals unter ihrem Ausgabepreis von 32 Riyal.

Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verlor knapp 32 Prozent und ist mit 31,02 Dollar je Barrel so billig wie zuletzt vor vier Jahren.

08:34 Uhr

"Dax wird richtig zerlegt"

Das sieht überhaupt nicht gut aus an den Börsen. Ähnlich wie die Börsen in Asien bricht der Dax vor Börsenstart um mehr als 630 Punkte ein, das entspricht einem Minus von 5,5 Prozent. "Der Dax wird heute Morgen richtig zerlegt und wird zur Eröffnung unter 11.000 Punkte fallen", sagt ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf. "Ölpreisschock und Corona-Sorgen führen zu weiterem Ausverkauf. Auf den schwarzen Börsen-Freitag folgt ein schwarzer Montag", ergänzt sie. Niemand könne derzeit sagen, wo der Boden ist.

08:13 Uhr

Euro geht durch die Decke

Der Euro ist am Morgen angesichts der hohen Verunsicherung an den Märkten zeitweise auf den höchsten Stand seit über einem Jahr gestiegen. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung kletterte bis auf 1,1495 US-Dollar – und damit so hoch wie seit Februar 2019 nicht mehr. Mittlerweile tendiert er aber wieder tiefer bei 1,1404 Dollar. Am Freitagabend hatte der Euro noch deutlich weniger gekostet.

An den Märkten profitieren derzeit Währungen, die als sichere Alternative gelten. Die sich ausbreitende Coronavirus-Krise und der starke Einbruch er Ölpreise sorgt für Verunsicherung. So legen neben den Euro vor allem der japanische Yen und der Schweizer Franken deutlich zu. Unter Druck geraten hingegen Rohstoffwährungen wie der australische und der kanadische Dollar. Besonders deutlich gerät die norwegische Krone unter Druck.

Auch der US-Dollar verliert an Wert. Händler verweisen auf den Zinssenkungsspielraum der US-Notenbank. Zudem wird in den USA viel Schieferöl produziert.

07:41 Uhr

Dax durch Virus-Krise niedriger erwartet

Heute wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie hatte den Dax am Freitag um 3,4 Prozent auf 11.541,87 Punkte absacken lassen. Gleichzeitig hatte ein Run auf sichere Anlagehäfen die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf ein Rekordtief gedrückt.

Dax
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Die Virus-Epidemie und ein Einbruch des Öl-Preises haben heute bereits den Börsen in Asien schwer zugesetzt. Der am Wochenende begonnene Öl-Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland ließ die Preise für die wichtigsten Sorten um etwa 30 Prozent einbrechen.

07:02 Uhr

Asiens Leitbörse in Tokio bricht ein

Der Nikkei in Tokio ist zum Wochenauftakt eingebrochen. Der Index für 225 führende Werte stürzte heute um mehr als 1000 Punkte ab und damit erstmals seit über einem Jahr unter die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten.

Nikkei
Nikkei 18.917,01

Kurz vor 11 Uhr Ortszeit notierte das Börsenbarometer einen massiven Abschlag von 1174,03 Punkten oder 5,6 Prozent bei 19.575,72 Zählern. Hintergrund sind die wachsenden Sorgen über die Folgen des neuartigen Coronavirus auf die globale Wirtschaft. Auch ein Nachgeben des Ölpreises belastete die Stimmung. Japanische Exporttitel gerieten zudem durch ein Anziehen des Yen gegenüber dem Dollar unter Druck.

06:13 Uhr

Ölpreis stürzt um 30 Prozent ab

Brent Rohöl
Brent Rohöl 22,63

Der Öl-Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland sorgt für einen regelrechten Preissturz bei den Sorten Brent und WTI - um satte 30 Prozent. Die Sorte Brent sackte um 31,5 Prozent auf 31,02 Dollar je Barrel ab. Es war der größte Rückgang seit Januar 1991 zu Beginn des ersten Golfkrieges. Dies galt auch für US-Leichtöl, das sich zunächst um etwa 27,5 Prozent auf 30 Dollar je Fass verbilligte.

Der saudi-arabische Öl-Konzern Saudi Aramco kündigte daraufhin an, den offiziellen Verkaufspreis für alle Öl-Sorten und alle Abnehmer zu senken. So sollten sich Lieferungen nach Nordwest-Europa um acht Dollar je Barrel verbilligen. Das Königreich - der weltgrößte Öl-Exporteur - will zudem seine Förderung hochfahren. Der Ölpreis steht bereits wegen der Sorge vor einem Abschwung der Weltwirtschaft im Zuge der Coronavirus-Epidemie unter Druck.