Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Eigentor im Währungskrieg: Billiger Yuan nützt Deutschland

Währungskriege sind etwas komplizierter, als Donald Trump sich das so vorstellt, wenn er gegen China wettert und fordert, dass die Fed den Dollar mittels Zinssenkungen billiger machen soll.

Einer Studie des Ifo-Instituts zufolge würde eine Abwertung der chinesischen Währung im Zollkonflikt Europa, den USA und dem Rest der Welt mehr Wohlstand bringen. China hingegen würde verlieren. Bei einer zehnprozentigen Abwertung des Yuan würde Deutschland 413 Millionen Euro Realeinkommen gewinnen.

Für die USA hätte die Yuan Abwertung ebenfalls einen positiven Effekt: "Die Verluste der USA aus dem Zollkrieg mit China verringern sich durch die Yuan-Abwertung", sagte Marina Steininger, Ko-Autorin der Studie. "Wertet der Yuan um 10 Prozent ab, würde die US-Wirtschaft nur noch 397 Millionen Euro verlieren, bei 20 Prozent könnten die USA den Verlust sogar in einen Wohlstandsgewinn von 476 Millionen Euro drehen."

Für China fällt die Bilanz negativ aus. Bei einem Zollkonflikt und Abwertung um 10 Prozent verliert das Land 29,27 Milliarden Euro, bei 20 Prozent Abwertung sogar 33,79 Milliarden Euro.

Seit dem Frühjahr 2018 wertete der Yuan gegenüber dem US-Dollar um etwa 13 Prozent ab.

Quelle: ntv.de

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