Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Minenkonzern warnt vor neuer Dammbruch-Katastrophe in Brasilien

Mehr als 230 Menschen waren um Leben gekommen, als in Brasilien im Januar der Abraumdamm einer Eisenerzmine des Bergbaukonzerns Vale völlig überraschend brach. Nun warnt das Unternehmen, so ein Unglück könne sich wiederholen.

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Wenn sich der Rand des seit 2016 aufgegebenen Eisenerz-Tagebaus "Gongo Soco" nahe der Stadt Barao de Cocais weiterhin so bewege wie zuletzt, könne dort frühestens am Sonntag ein Riss entstehen, infolgedessen sich der südliche Teil des Dammes mit Wasser vollsaugen und daraufhin brechen könnte, erklärte Vale. Die sogenannte Liquifaktion galt auch als Ursache des Dammbruchs im 60 Kilometer entfernten Brumadinho.

Aus dem "Sul Superior"-Damm in Barao de Cocais könnten sich sechs Millionen Kubikmeter Abraum über die Umgebung ergießen, halb so viel wie in Brumadinho. Rund 500 Menschen, die unterhalb des Dammes wohnen, waren bereits im Februar auf Anordnung der staatlichen Bergbaubehörde ANM evakuiert worden.

Vale hat umgerechnet 4,5 Milliarden Euro für die Folgen des Dammbruchs in Brumadinho zurückgestellt. 2,2 Milliarden davon sind für die finanzielle Entschädigung der Opfer und sonstige Schäden vorgesehen. 1,9 Milliarden Euro will Vale ausgeben, um auszuschließen, dass sich eine solche Katastrophe wiederholt.

Quelle: n-tv.de