Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Staatsschulden: Estland hui, Griechenland pfui

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Die Staatsschulden in der Eurozone sind im dritten Quartal 2018 angesichts des konjunkturellen Aufschwungs gesunken. Der öffentliche Schuldenberg verringerte sich gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 86,1 von 86,3 Prozent im Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat meldete. In absoluten Zahlen kletterte der Schuldenberg allerdings auf 9,898 von 9,842 Billionen Euro. Die Wirtschaft legte also stärker zu als die Kreditaufnahme der Staaten.

In der EU-28 sank die Staatsschuldenquote auf 80,8 von 81,0 Prozent, der Schuldenstand stieg auf 12,735 nach 12,657 Billionen Euro.

Die höchsten Verschuldungsquoten im Verhältnis zum BIP wurden im dritten Quartal in Griechenland (182,2 Prozent), Italien (133,0 Prozent), Portugal (125,0 Prozent), Zypern (110,9 Prozent) und Belgien (105,4 Prozent) verzeichnet.

Die niedrigsten Quoten gab es in Estland (8,0 Prozent), Luxemburg (21,7 Prozent) und Bulgarien (23,1 Prozent). Deutschlands Quote betrug 61,0 Prozent.

Das aktuelle Haushaltsdefizit der Eurozone ist unterdessen im dritten Quartal gestiegen. Saisonbereinigt erhöhte es sich im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung auf 0,5 Prozent, wie Eurostat berichtete. Im zweiten Quartal hatte es 0,3 Prozent betragen.

In der EU-28 kletterte das Defizit im dritten Quartal auf 0,6 Prozent von 0,4 Prozent im Vorquartal.

Quelle: n-tv.de