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Russland Ein rohstoffreicher Markt

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

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Die russischen Erdölreserven belaufen sich auf rund 74 Milliarden Barrel. Gleichzeitig sitzt das Land auf den größten Erdgasreserven der Welt im Umfang von rund 44 Billionen Kubikmetern. Die Exporterlöse aus Öl und Gas sorgen für eine gefüllte Staatskasse und befeuern die Konjunktur.

Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) lag die öffentliche Verschuldung 2010 bei 9,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Das Wirtschaftswachstum erreichte mit +4,00 Prozent wieder Vorkrisenniveau. 2011 wird ein Plus von 4,50 Prozent erwartet.

Aktuell zählt Russland zu den Nutznießern. Erstens wegen der Kapitalumschichtungen aufgrund der Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Zweitens wegen der höheren Preise für Öl und Gas. Allerdings beabsichtigt die russische Staatsführung, die Rohstofflastigkeit der Wirtschaft aufzubrechen. Bis 2020 sollen sich ihre Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsbilanz deutlich verbessern. Vor allem durch die Förderung des Binnenkonsums sowie den Ausbau von Technologie und Infrastruktur. Die Winterspiele 2014 und die Fußball-WM 2018 stehen als Mega-Events für diese Pläne.

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Ende 2010 hat die Regierung beschlossen, in den kommenden fünf Jahren Anteile an rund 900 Firmen im Wert von 59 Milliarden US-Dollar zu verkaufen; darunter große Finanzinstitute wie Sberbank oder VTB. Dieser Plan sendet ein Signal an die russische Börse. Liquidität und Transparenz des laut Weltbank mit einer Marktkapitalisierung von rund 861,4 Milliarden US-Dollar ausgestatteten Aktienmarkts sollen erhöht werden. Das schafft neues Investorenvertrauen.

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Laut Investment Company Institute (ICI) waren Ende des 3. Quartals 2010 die 459 in Russland aktiven Investmentfonds mit Vermögenswerten von 2,6 Milliarden Euro ausgestattet. Im Spitzenjahr 2007 waren es 4,9 Milliarden Euro. Die Masse der Investoren ist noch nicht zurück. Dafür spricht auch die günstige Bewertung russischer Aktien. Analysten rechnen derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 12 Monate von 6,9x. Der Durchschnitt der Schwellenländer liegt bei 11,5x. In den Industriestaaten bei 12,6x.

Der MSCI Russia hat per 31. März 2011 über ein Jahr auf Eurobasis +24,12 Prozent an Wert zugelegt. Über fünf Jahre verzeichnet der Index eine negative Rendite p.a. von -0,67 Prozent. Gegenüber dem historischen Allzeithoch in Euro vom 31. Dezember 2007 hat der Markt ein Aufwärtspotenzial von 30,40 Prozent. SJB Fazit: Russland ist groß und wächst weiter. Mitwachsen.

Quelle: n-tv.de