Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 09. August 2018
  • Inflation

    Dürre lässt Verbraucherpreise kalt

    Die Deutsche Bank rechnet trotz der erheblichen Ernteausfälle nach dem extrem heißen Sommer in Deutschland nur mit einer verhaltenen Inflationsentwicklung. "In den kommenden Monaten dürfte die Preisentwicklung eher verhalten bleiben, angesichts teilweise sehr ergiebiger Obsternten und rückläufiger Teuerung bei Milchprodukten. Zudem führen langfristige Lieferverträge dazu, dass Preisänderungen an den Rohstoffmärkten nur zeitverzögert bei den Nahrungsmittelpreisen in den Supermärkten ankommen", schreibt Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland, in einer Analyse. Der Anteil der Rohstoffkosten liege bei vielen Nahrungsmitteln aus Supermärkten bei lediglich etwa 40 Prozent. Transport, Arbeit, Verpackung und Mieten stellten den größeren Kostenblock dar, was ebenfalls die Preisausschläge dämpfe.
    "Wenngleich Nahrungsmittel lediglich ein Gewicht von 9,8 Prozent an der deutschen Inflationsrate haben, sind sie doch mit Blick auf die 'gefühlte' Inflation von erheblichem Interesse", fügte er hinzu. (DJ)

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  • Montag, 10. Dezember 2018
  • Außenhandel
    Deutscher Handelsbilanzüberschuss etwas unter Erwartungen

    Der Überschuss in der deutschen Handelsbilanz ist im Oktober etwas niedriger als erwartet ausgefallen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts betrug der Überschuss saisonbereinigt 17,3 Milliarden Euro. Volkswirte hatten ein Plus von 18,1 Milliarden Euro prognostiziert. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent und die Importe um 1,3 Prozent. Im Jahresabstand ergaben sich Anstiege von 8,5 und 11,3 Prozent. Ohne Saisonbereinigung wies die Handelsbilanz einen Überschuss von 18,3 Milliarden Euro auf. Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (plus 19,2 Milliarden Euro), Dienstleistungen (minus 3,5 Milliarden Euro), Primäreinkommen (plus 6,7 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (minus 6,4 Milliarden Euro) schloss die Leistungsbilanz mit einem Überschuss von 15,9 Milliarden Euro. Volkswirte hatten ein Plus von 19,5 Milliarden prognostiziert. (DJ)

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  • Konjunktur
    Umsatz in der Bauindustrie wächst weiter kräftig

    Der Immobilienboom und der Ausbau der Verkehrsnetze bescheren der Bauindustrie weiter gute Geschäfte. Im September stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 6,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Während die Erlöse beim Bau von Gebäuden leicht um 1,0 Prozent zulegten, gab es kräftige Zuwächse im Tiefbau, etwa beim Ausbau von Straßen, Bahnstrecken und Leitungsnetzen. Von Januar bis September steigerte die Baubranche den Umsatz um 7,1 Prozent binnen Jahresfrist, die Zahl der Beschäftigten kletterte um 2,4 Prozent.
    Das Bauhauptgewerbe profitiert schon länger von der guten Konjunktur und der starken Nachfrage nach Wohnungen. (dpa)

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  • IPO
    Softbank-Tochter soll knapp 24 Milliarden Dollar einspielen

    Trotz der jüngsten Aktienmarkt-Schwäche hält der japanische Technologiekonzern Softbank an dem Preis für den Börsengang seiner Mobilfunktochter fest. Umgerechnet 23,6 Milliarden US-Dollar soll dieser einspielen. Softbank setzte den Preis endgültig auf 1500 japanische Yen je Aktie fest, wie das Unternehmen in Tokio mitteilte. Damit wurde die vorläufige Zielmarke bestätigt. Inklusive Mehrzuteilungsoption von rund 160 Millionen Aktien will Softbank 1,76 Milliarden Aktien an die Anleger bringen. Der erste Handelstag ist unverändert für den 19. Dezember vorgesehen. (dpa)

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  • Unternehmen
    Zalando prüft Einstieg in Geschäft mit Heimtextilien

    Der Online-Modehändler Zalando erwägt den Ausbau seines Sortiments um Heimtextilien wie Bettwäsche oder Decken. "Potenzial sehen wir beispielsweise noch im Bereich Heimtextilien und Heimausstattung, auch wenn wir noch keine konkreten Pläne dazu ausgearbeitet haben", sagte Mitgründer und Vorstandsmitglied David Schneider der "Welt". Generell schaue sich Zalando nicht nur neue Märkte oder Produktkategorien an, vielmehr solle das Plattform-Geschäft mit anderen Händlern ausgeweitet werden. Zum Geschäftsverlauf im Schlussquartal 2018 äußerte sich der Manager vorsichtig optimistisch. Schneider rechnet damit, dass wegen des langen Sommers in diesem Jahr ausgebliebene Verkäufe von Winterkleidung nachgeholt werden. Im dritten Quartal war Zalando mit 11,7 Prozent schwächer gewachsen als zuvor, zudem fuhr der MDax-Konzern im laufenden Geschäft einen Verlust von fast 40 Millionen Euro ein. (dpa)

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