Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 09. August 2018
  • Inflation

    Dürre lässt Verbraucherpreise kalt

    Die Deutsche Bank rechnet trotz der erheblichen Ernteausfälle nach dem extrem heißen Sommer in Deutschland nur mit einer verhaltenen Inflationsentwicklung. "In den kommenden Monaten dürfte die Preisentwicklung eher verhalten bleiben, angesichts teilweise sehr ergiebiger Obsternten und rückläufiger Teuerung bei Milchprodukten. Zudem führen langfristige Lieferverträge dazu, dass Preisänderungen an den Rohstoffmärkten nur zeitverzögert bei den Nahrungsmittelpreisen in den Supermärkten ankommen", schreibt Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland, in einer Analyse. Der Anteil der Rohstoffkosten liege bei vielen Nahrungsmitteln aus Supermärkten bei lediglich etwa 40 Prozent. Transport, Arbeit, Verpackung und Mieten stellten den größeren Kostenblock dar, was ebenfalls die Preisausschläge dämpfe.
    "Wenngleich Nahrungsmittel lediglich ein Gewicht von 9,8 Prozent an der deutschen Inflationsrate haben, sind sie doch mit Blick auf die 'gefühlte' Inflation von erheblichem Interesse", fügte er hinzu. (DJ)

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  • Montag, 15. Oktober 2018
  • Personalie
    De Loecker wird Beiersdorf-Chef

    Beiersdorf hat einen Nachfolger für den scheidenden Vorstandschef Stefan Heidenreich in den eigenen Reihen gefunden. Der Aufsichtsrat ernannte den bisherigen Vertreter des Vorstandsvorsitzenden, Stefan De Loecker, zum 1. Januar 2019 zum neuen Konzernchef. Der Belgier sitzt bereits seit rund sechs Jahren im Vorstand des Hamburger Dax-Unternehmens und kümmerte sich dort auch um die Strategie des Konzerns. Heidenreich, der den Nivea-Hersteller seit 2012 geführt hatte, gibt sein Amt zum Jahresende ab. Über ein vorzeitiges Ausscheiden Heidenreichs, der das Unternehmen in den vergangenen Jahren von Rekord zu Rekord geführt hat, war wiederholt spekuliert worden. Medien berichteten über angebliche Meinungsverschiedenheiten mit der Familie Herz, die über die Tchibo-Mutter Maxingvest die Mehrheit an Beiersdorf hält. (rts)

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  • Konjunktur
    Rekord bei Industriebeschäftigtenzahl

    Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie hat im August einen Rekordwert erreicht. Die Betriebe zählten knapp 5,7 Millionen Mitarbeiter. Das sind rund 149.000 oder 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Damit wurde ein erneuter Höchststand seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2005 erreicht", erklärten die Statistiker. Hauptgrund dafür ist die weltweit gestiegene Nachfrage nach Waren "Made in Germany". In den ersten acht Monaten zogen die Exporte um 4,2 Prozent auf 879 Milliarden Euro an. Auch die Inlandsnachfrage entwickelte sich robust. Am stärksten stieg die Beschäftigtenzahl bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 4,5 Prozent. (rts)

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  • Unternehmen
    C&A stellt Europa-Vorstand neu auf

    Der Textilhändler C&A strafft sein Management für das Europa-Geschäft. Gleich vier der sieben Führungskräfte verlassen den Vorstand der Handelskette, berichtete das Fachblatt "Textilwirtschaft". Das Europa-Führungsgremium werde mit sofortiger Wirkung nur noch aus drei Mitgliedern bestehen, bestätigte das Unternehmen in Düsseldorf. Dazu gehörten neben Vorstandschef Alain Caparros auch Martijn van der Zee sowie Tjeerd van der Zee. Bart Brenninkmeijer, Frank Beeck, Andreas Seitz und Manfred Mandel verließen den Vorstand. Alle außer Brenninkmeijer, der auch Mitglied der Eigentümerfamilie ist, scheiden aus dem Familienkonzern aus. (dpa)

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