Marktberichte

Korea-Konflikt sorgt Börsianer Asiens Märkte im Minus

Die Eskalation an der innerkoreanischen Grenze sorgt an den Aktienmärkten in Asien für Verunsicherung. Die Schuldenkrise in Europa belastet zusätzlich. Vor allem Finanztitel geben nach.

Japan_Markets_XITS102.jpg7622932640480975312.jpg

(Foto: AP)

Die Börsen in Fernost haben vor dem Hintergrund des Korea-Konflikts und der Schuldenkrise in Europa am Mittwoch uneinheitlich tendiert. In Tokio kam es nach der jüngsten Rally zudem zu Gewinnmitnahmen. Analysten erwarteten nur kurzfristige Auswirkungen durch die Spannungen in Korea, gleichzeitig zeigten sich viele Marktteilnehmer vorsichtig. Die Vorgaben aus New York waren deutlich negativ.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab um 0,8 Prozent auf 10.030 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verringerte sich um ein Prozent auf 866 Zähler. "Investoren wollten nach der jüngsten Rally Gewinne verbuchen", sagte Fumiyuki Takahashi von Barclays Capital Japan. Der Nikkei hatte zum Wochenauftakt ein Fünf-Monats-Hoch erreicht. Im Minus lagen auch die Börsen in Taiwan und Südkorea. Dagegen legten der chinesische Leitindex und die Börse in Hongkong wieder zu, nachdem sie am Tag zuvor deutliche Verluste verbucht hatten. Auch die Börse in Singapur lag im Plus.

"Der Markt ist angesichts der zunehmenden Spannungen in Korea vorsichtig", sagte Hiroaki Kuramochi von Tokai Tokyo Securities. Sorge bereite auch die Herabstufung von Irland durch die Ratingagentur Standard & Poor's.

Bei den Einzelwerten zählten in Tokio vor allem die Banken zu den Verlierern. So sanken die Aktien von Japans größtem Geldhaus Mizuho Financial um knapp zwei Prozent. Am Dienstag hatten europäische Bankentitel wegen der Irland-Sorgen kräftig nachgegeben.

In Asien hatte sich der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea verschärft, als der Norden eine südkoreanische Insel mit Dutzenden Artilleriegeschossen bombardierte. In Irland droht eine schwere Regierungskrise, die geplanten EU-Hilfszahlungen zu behindern. Das Säbelrasseln in Korea und die Euro-Schuldenkrise hatten zuvor bereits die Wall Street auf Talfahrt geschickt. Alle drei großen US-Börsenindizes schlossen mehr als ein Prozent im Minus.

Quelle: ntv.de, rts