Marktberichte

Parkett bleibt rutschig Dax verteidigt Plus

Dax hängt in den Seilen

Geht es noch weiter nach oben oder beginnen wir den Abstieg?

(Foto: dpa)

Die Aktienmärkte haben sich etwas von ihrem jüngsten Kursrutsch erholt. Börsianer bleiben jedoch nervös. "Der Markt hat sich beruhigt, aber solange er noch nicht wieder über 6.000 Punkte steigt, besteht die Gefahr eines Rücksetzers."

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Der Dax schloss 0,3 Prozent höher bei 5.963 Punkten. Am Dienstag waren die Börsen noch belastet von der Straffung der Geldpolitik in China und enttäuschenden Quartalszahlen des US-Aluminiumkonzerns Alcoa deutlich gefallen. Händler hoffen nun darauf, dass sich die Anleger demnächst wieder verstärkt einkaufen werden.

Der EuroStoxx50 für die Euro-Zone ging nahezu unverändert bei 2.978 Stellen aus der Sitzung. Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Gestützt wurden die Kurse an der Wall Street von einem optimistischen Ausblick des Lebensmittelriesen Kraft, dessen Aktien sich um 0,8 Prozent verteuerten. Belastend wirken hingegen schwache Öl- und Rohstoffwerte, nachdem der Ölpreis in Reaktion auf steigende Lagerbestände wieder unter 80 Dollar gefallen war.

Bei den Technologiewerten gaben Google 1,5 Prozent nach. Der Suchmaschinenbetreiber prüft wegen Zensur und massiver Hackerangriffe den Rückzug aus China und damit vom weltgrößten Internet-Markt. Die in New York gelisteten Aktien des chinesischen Konkurrenten Baidu schossen daraufhin zwölf Prozent nach oben.

Im Dax standen die Aktien von Infineon mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 4,11 Euro ganz oben auf der Gewinnerliste. Die Analysten von Goldman Sachs setzten die Papiere des Halbleiterherstellers, die im Frühjahr 2009 nicht einmal mehr 40 Cent wert waren, auf eine Empfehlungsliste und erhöhten das Kursziel auf sechs Euro.

Auch die Aktien des Stahlkonzerns ThyssenKrupp profitierten von positiven Studien von Bank of America/Merrill Lynch sowie Morgan Stanley und stiegen um 1,5 Prozent. Eine wichtige Stütze des Dax waren zudem die Aktien von Bayer mit einem Kursgewinn von 1,8 Prozent.

Im TecDax gewannen die Papiere von Dialog Semiconductor gut zehn Prozent hinzu. Der Chipentwickler hatte 2009 sein selbstgestecktes Umsatzziel weit übertroffen. Die Aktien des Chipentwicklers hatten 2009 rund 990 Prozent zugelegt.

Auf die Stimmung am Parkett drückte die Gewinnwarnung der Societe Generale. Die französische Großbank rechnet für das vierte Quartal 2009 aufgrund von Abschreibungen auf riskante Anlagen nur noch mit einem leichten Gewinn. Die SocGen-Aktien fielen im Pariser CAC40 um knapp drei Prozent und zogen andere europäische Bankaktien mit nach unten. Der Stoxx-Branchenindex gab 0,6 Prozent nach. In Frankfurt fielen Deutsche Bank um 1,7 Prozent, UBS gaben in Zürich um 1,4 Prozent nach, Barclays verloren in London knapp ein Prozent. Händlern zufolge lastete zudem die Aussicht auf eine Sondersteuer für Banken in den USA auf der Branche. US-Präsident Barack Obama will Kreisen zufolge am Donnerstag eine Sonderabgabe für die mit Steuergeldern geretteten Geldhäuser ankündigen. Die Aktien großer US-Banken lagen dagegen im frühen Geschäft leicht im Plus.

In London verteuerten sich die Papiere des Pharmakonzerns AstraZeneca nach einer positiven Analystenkommentar um 1,1 Prozent. Auch die Papiere des Vermögensverwalters Schroders profitierten von einer positiven Analysteneinschätzung und verteuerten sich um 2,7 Prozent.

Quelle: n-tv.de, sla/rts/dpa-AFX

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