Marktberichte

Athen bleibt im Blick Euro sucht die Richtung

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(Foto: Reuters)

Die Schuldenkrise in der Eurozone lässt Anleger am Devisenmarkt nicht los. Viele gehen daher wieder auf Nummer sicher - und taten möglichst wenig.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,05

Rauf und runter - und etwas rauf: Der Euro pendelt um 1,2950 Dollar und liegt damit nahe dem EZB-Referenzwert vom Vortag von 1,2958 Dollar.Auch die Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Griechenland sorgen für keine Impulse. "Die Märkte gehen davon aus, dass Frau Merkel den guten Willen Europas und Deutschlands bekräftigt, Griechenland in der Euro-Zone zu halten", fasst Devisenhändler Volker Weber von MM Warburg zusammen. "Aber sie wird in Athen auch klarmachen, dass Griechenland seinen Teil beitragen muss."

EZB-Chef Mario Draghi bescheinigte bei einer Anhörung im Europäischen Parlament den Griechen Nachholbedarf bei den Reformen. Allerdings erkannte er auch an, dass das Land Fortschritte gemacht habe. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds wird Griechenland sein Ziel der Schuldenreduzierung bis 2017 nicht erreichen.

Griechenland sammelt Geld ein

Eine baldige Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt gilt als sehr unwahrscheinlich. So finanziert sich Athen derzeit über kurzlaufende Geldmarktpapiere. Auf diese Weise nahm die griechische Schuldenagentur am Dienstag rund 1,3 Mrd. Euro ein und musste dafür mit 4,46 Prozent etwas weniger Rendite als zuletzt mit 4,54 Prozent bieten. Damit ist die Rendite wieder auf dem Niveau vom August 2011, wie die Athener Finanzagentur PDMA mitteilte. Die Überzeichnung war mit dem 1,6-Fachen aber niedriger als zuletzt mit 1,95.

Die kurzlaufenden Geldmarktgeschäfte sind derzeit die einzige Refinanzierungsquelle der griechischen Regierung. Größte Abnehmer der Titel sind in der Regel die einheimischen Banken.

Quelle: ntv.de, rts/dpa

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