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Schwache Inflation belastet Euro sinkt unter 1,25 Dollar

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(Foto: REUTERS)

Nur kurzzeitig kann sich der Euro am Vormittag oberhalb der Marke von 1,25 Dollar halten. Schwache Inflationszahlen aus Deutschland belasten die europäische Gemeinschaftswährung und schicken den Euro auf Talfahrt.

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag durch schwache Inflationszahlen aus Deutschland belastet worden. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,2480 US-Dollar gehandelt, nachdem sie im frühen Handel noch über der Marke von 1,25 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2480 (Mittwoch: 1,2475) Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

Die Inflationsrate in Deutschland war im November auf den tiefsten Stand seit Februar 2010 gefallen. So waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich nur noch um 0,6 Prozent nach oben geklettert. "Wegen des geringen Preisauftriebs in Deutschland dürften die Verbraucherpreise im Euroraum im November nur um 0,2 Prozent gestiegen sein", sagte Marco Wagner, Volkswirt bei der Commerzbank. Die EZB strebt hingegen eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. "Wir erwarten, dass die EZB bald in großem Stil Staatsanleihen kaufen wird", so Wagner.

Breit angelegte Staatsanleihekäufe würden den Euro weiter unter Druck bringen. Im Nachmittagshandel erholte sich der Euro jedoch teilweise von seinen Verlusten. Schließlich erwartet der Markt schon seit längerem, dass die EZB Anfang des kommenden Jahres weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreifen wird. Wegen des Feiertags "Thanksgiving" kamen zudem keine Impulse aus den USA.

Quelle: n-tv.de, kst/ddi/dpa/rts

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