Marktberichte

L'Oreal glänzte Eurostoxx im Minus

Die europäischen Blue Chips zeigten sich am Donnerstag deutlich leichter - steigende Zinsen, sinkende Unternehmensgewinne, steigende Öl-Preise und die Krise in Nahost, die Liste der Unsicherheitsfaktoren war lang. Der EuroStoxx50 fiel 1,5 Prozent auf 3.691 Punkte, der Stoxx50 verlor 1,1 Prozent auf 3.624 Zähler.

Der Markt reagiere immer noch sehr nervös auf die anhaltende Krise im Nahen Osten, so ein Händler. Zudem würden die Anleger sehr genau auf die neuesten Unternehmensnachrichten aus den USA achten. Es setze sich immer mehr das Gefühl durch, dass die Ergebnisse der großen US-Konzerne nicht im Gleichklang mit den zuletzt sehr positiven Konjunkturdaten stehen könnten. Als erstes großes US-Unternehmen wird der im Dow Jones gelistete Aluminium-Konzern Alcoa am Freitag seine Zahlen vorlegen. Entwarnung gab es zunächst aber von der Zinsseite. Die Europäische Zentralbank beließ die Leitzinsen für die Euro-Zone unverändert. Analysten hatten allerdings auch nicht mit einem Zinsschritt der Währungshüter gerechnet.

Gute Zahlen gab es am Morgen von L’Oreal. Der französische Kosmetik-Konzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal um 9,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesteigert. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht. Die Aktie legte 0,3 Prozent auf 82,35 Euro zu.

Der Reifenhersteller Michelin könnte nach Ansicht von Experten besonders unter den gestiegenen Öl-Preisen leiden, da diese die Produktionskosten der Franzosen in die Höhe treiben könnten. Die Aktie gab 1,9 Prozent auf 41,90 Euro nach.

Pharma-Werte standen nach einer Gewinnwarnung des US-Medikamenten-Konzerns Bristol-Myers Squibb unter Druck. Der US-Konzern hatte am Mittwochabend einen deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgang für das erste Quartal angekündigt. Größter Verlierer in Europa war die Aktie von Sanofi-Synthelabo, die 4,4 Prozent auf 69,00 Euro fiel. Auch GlaxoSmithKline gab 1,4 Prozent auf 1.595 Pence nach, AstraZeneca verlor 2,5 Prozent auf 3.402 Pence, und für den Schweizer Biotechriesen Serono ging es 4,0 Prozent auf 1.400 Franken nach unten.

Im Mittelpunkt standen erneut die Öl-Werte, die deutlich unter Druck gerieten. Die Sorge um steigende Öl-Preise sei zwar immer noch im Markt, doch habe die Opec zum einem angekündigt, die Preise in einer Spanne zwischen 22 und 28 Dollar zu halten. Zum anderen seien die Lager zur Zeit voll, das nehme ein bisschen den Druck, so ein Händler. TotalFinaElf fielen 3,4 Prozent auf 172,80 Euro, für die Shell-Aktie ging es 2,5 Prozent auf 507,50 Pence nach unten, Royal Dutch lagen mit 2,2 Prozent bei 61,10 Euro in der Verlustzone und BP gab 2,4 Prozent auf 610 Pence nach.

Quelle: n-tv.de