Marktberichte

Kräftiges Plus bei Palmöl Kupfer macht Hupfer

An den Rohstoffmärkten wirken zum Auftakt der neuen Handelswoche gute Arbeitsmarktdaten aus den USA nach. Wachsender Konjunkturoptimismus treibt dabei den Kupferpreis in die Nähe eines Vier-Monats-Hochs. Unterschiedliche Signale senden hingegen die Ölpreise.

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(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Ein stärkerer Optimismus an den Aktienmärkten hat dem Kupferpreis am Montag auf die Sprünge geholfen. Das Industriemetall bewegte sich mit einem Plus von 1 Prozent auf 7722 Dollar je Tonne nahe eines Vier-Monats-Hochs. Am Freitag hatten weniger schlecht als befürchtet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten den Kupferpreis bereits kräftig steigen lassen. "Die Stimmung am Markt ist recht freundlich und es scheint im Gegensatz zu den vergangenen Monaten eine wirkliche Stabilität zu geben", sagte ein Händler in London. Da die US-Börsen wegen eines Feiertages zu Wochenbeginn geschlossen blieben, wurde am Rohstoffmarkt insgesamt mit einem ruhigen Handel gerechnet.

Der Goldpreis bewegte sich nahe der Marke von 1250 Dollar. Die Feinunze des Edelmetalls tendierte in London 0,1 Prozent höher bei 1249,05 Dollar. Händlern zufolge ist der Risikoappetit nach den US-Arbeitsmarktdaten gestiegen, so dass Gold als vermeintlich sichere Anlageklasse nicht mehr so attraktiv sei. Der Beginn der Feiertagssaison in Indien, dem weltgrößten Goldkonsumenten, werde die Nachfrage aber auf einem hohen Niveau halten und den Preis stützen.

Ölpreise laufen auseinander

Die Aussicht auf eine schwächere Nachfrage nach dem Ende der Ferienzeit in Amerika drückte hingegen den Preis für US-Leichtöl. Die Sorte WTI verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 74,34 Dollar pro Fass. Die Umsätze blieben wegen des Feiertages "Labor Day" in den USA dünn. Der "Labor Day" markiert traditionell das Ende der Sommerferien und den Höhepunkt der Öl-Nachfrage in den USA. "Ich sehe keine Anzeichen für einen Aufwärtstrend", sagte Analyst David Wech von JBC Energy in Wien und begründete seine Skepsis mit dem Ende der Urlaubssaison und der angespannten Lage am US-Arbeitsmarkt. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg dagegen um 0,5 Prozent auf 77,05 Dollar.

Spekulationen auf eine anziehende Nachfrage schoben den Preis für Palmöl erneut an. Der November-Kontrakt auf dieses als Lebensmittel und Biokraftstoff verwendete Pflanzenfett stieg um bis zu 2,2 Prozent auf 2626 Ringgit (rund 650 Euro). Der an der Börse Dalian gehandelte chinesische Future auf Sojaöl stieg um 1,6 Prozent auf 8232 Yuan (940 Euro). Damit waren beide Pflanzefette so teuer wie seit drei Wochen nicht mehr. "Die Preise erhalten Unterstützung von den bevorstehenden Feiertagen und der Erwartung einer höheren Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte", sagte ein Analyst. Börsianer rechnen für 2010/2011 erneut mit Rekord-Sojaölimporten Chinas nach Einfuhren von 52 Mio. Tonnen in der laufenden Saison.

Quelle: ntv.de, nne/rts

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