Marktberichte

Asiatische Hängepartie Nikkei hangelt sich weiter

Die asiatischen Börsen zeigen ein wenig überzeugendes Gesamtbild. Zu den Outperformern gehören die Börsen in Tokio, Seoul und Schanghai. Im japanischen Aktienhandel schafft der Nikkei ein knappes Plus. Rückenwind kommt aus von er Börse Schanghai.

Tokyo.jpg

Im Fokus der Anleger in Japan stehen die Aktien der Autobauer.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die asiatischen Börsen zeigen  ein wenig überzeugendes Gesamtbild. Die Investoren nehmen ihre Gewinne mit, nachdem der MSCI Asia-Pacific Index in dieser Woche den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht hat. Zu den Outperformern gehören  die Börsen in Tokio, Seoul und Schanghai.

Nikkei auf 8-Monatshoch

An  der japanischen Börse weiter nach oben, obgleich der Anstieg nur noch gering ausfiel. Der Nikkei 225 Index stieg um 0,1 Prozent auf 10.541 Punkte, der Topix-Index gewann 0,2 Prozent auf 926,42 Punkte hinzu. Auf Wochensicht schaffte der Nikkei 225 ein Plus von 3,1 Prozent.

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Die Investoren ließen sich  von der guten Entwicklung an der Börse in Schanghai inspirieren. Verhindert wurden jedoch weitere Kursgewinne von den schwächelnden Rohstoffmärkten und der Vorsicht vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten.

US-Dollar / Yen
US-Dollar / Yen 109,71

Im Fokus der Anleger standen die Aktien der Autobauer, wo Toyota ein Plus von 2,2 Prozent schafften und Nissan Motor sogar 4,4 Prozent hinzugewinnen konnten. Isuzu Motors stiegen um 4,9 Prozent.

Auf der anderen Seite standen die Aktien des Anlagenbauers Chiyoda Corp. Bloomberg.com hatte berichtet, dass der Konzern den Auftrag zur Entwicklung eines Gasprojektes in Katar verloren habe.
Aktien der Sumitomo Metal Industries sackten um 6,2 Prozent nach unten. Die Wirtschaftszeitung Nikkei berichtete, dass der Stahlproduzent seine Gewinnerwartungen nicht erfüllen könne.

Resona Holdings, eine der größten japanischen Banken, gab  bekannt, eine Kapitalerhöhung durchführen zu wollen, um damit knapp 6,9 Mrd. USD einzusammeln. Die Mittel sollen zur Tilgung von Schulden genutzt werden. Die Aktien brachte dies um 3,9 Prozent nach unten.

Kospi setzt Rallye fort

Der südkoreanische KOSPI Index konnte weitere Kursgewinne verzeichnen und verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 2.086,2 Punkte. Damit schaffte der Index gegenüber dem Vorwochenschluss einen Anstieg von 1,7 Prozent, das sechste Wochenplus in Folge.

Im Fokus standen Aktien der Hyundai Heavy Industries, die 1,3 Prozent hinzugewinnen. Der Konzern hat gemeinsam mit einem japanischen Unternehmen einen Auftrag zur Entwicklung eines Gasprojektes in Katar erhalten. Der Verlust desselben sorgte für einen tiefen Sturz der Aktie der japanischen Chiyoda Corp.

Samsung Electronics hat  Schätzungen für das vierte Quartal 2010 vorgelegt. Diese dürften  schwächer ausfallen, als erwartet. Der operative Gewinn soll zwischen 2,8 und 3,2 Bio. Won liegen, der Umsatz soll 40-42 Bio. Won betragen. Samsung rutschten um 1,0 Prozent ab.

Euro / Yen
Euro / Yen 123,85

Beim Wettbewerber LG Electronics ging es um 1,3 Prozent abwärts. Hynix Semiconductor schlossen unverändert.

Deutlich im Plus schlossen Aktien der LG Corp, die 2,5 Prozent hinzugewannen.
Ebenfalls gesucht waren die Aktien von Kia Motors, die sich um 2,1 Prozent verteuerten. Hyundai Motor stiegen ebenfalls um 2,1 Prozent. 

Hang Seng beendet Rallye

Nachdem die Regierung in Peking verkündet hatte, dass sie die Liquidität im Bankensystem aktiv managen will, verhielten sich die Marktteilnehmer vorsichtig, da sie weitere geldpolitische Maßnahmen befürchten. Der Hang Seng Index fiel um 0,4 Prozent auf 23.686,6 Punkte. Damit beendete Hongkongs Leitindex  eine siebentägige Rallye. Trotz allem stieg der Index in dieser Woche um insgesamt 2,8 Prozent. Bei Immobilientiteln kam es zu den größten Verlusten: Cheung Kong fielen um 1,6 Prozent, Sun Hung Kai Properties korrigierten um 1,4 Prozent. Ping An Insurance gaben 1,0 Prozent ab. Nachdem der Ölpreis unter Druck gekommen war, kam es auch zu Kursverlusten bei den chinesischen Ölproduzenten. Die Anteilsscheine von CNOOC verbilligten sich um 2,4 Prozent, während PetroChina 0,8 Prozent abgaben. Der Aktienkurs des Konglomerats Hutchison Whampoa korrigierte um 0,6 Prozent. Nach einer Bekanntgabe, dass der Mischkonzern seine Beteiligung an Hafenanlagen in Hongkong und Shenzhen aufstocken will, hatte die Aktie seit Montag um 11 Prozent zugelegt. Brightoil Petroleum konnte mit einem Kursgewinn von 8,4 Prozent dem Markttrend trotzen, nachdem gemeldet wurde, dass die China Development Bank den Treibstoffimporteur in den nächsten fünf Jahren bei der Expansion finanziell unterstützen wird.

Der chinesische CSI 300 Index verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 3.166,6 Punkte, der Shanghai A-Share Index verlor 0,5 Prozent auf 2.972,4 Zähler, der Shenzhen A-Share Index verlor hingegen 0,8 Prozent auf 1.352,2 Zähler.

In Taiwan korrigierte der Taiex Index um 1,1 Prozent auf 8.782,7 Punkte. Der thailändische SET Index brach um 1,4 Prozent auf 1.036,5 Punkte ein, der indonesische JCI Index sackte um 2,8 Prozent nach unten auf 3.631,5 Punkte, der indische SENSEX Index verlor 2,4 Prozent auf 19.691,8 Punkte und der Straits Times Index in Singapur verlor 0,6 Prozent auf 3.261,4 Zähler.

Quelle: ntv.de