Marktberichte

Rückenwind aus Shanghai Nikkei knapp im Plus

Im japanischen Aktienhandel endet die erste Börsenwoche des neuen Jahres mit leichten Kursgewinnen. Den Quell der zaghaften Zuversicht vermuten Beobachter in China.

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Deutliche Kursgewinne chinesischer Aktien haben am Freitag die Tokioter Börse gestützt. Die Börsianer in Japan beendeten die Handelssitzung mit einem leichten Plus auf dem höchsten Stand seit acht Monaten. Die Investoren blieben allerdings vorsichtig vor der Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktberichtes der US-Regierung für Dezember.

In Tokio ging der Nikkei-Index der 225 führenden Werte zum Wochenschluss 0,1 Prozent höher auf 10.541 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index notierte 0,2 Prozent fester mit 926 Zählern. Den Anlegern steht nun ein verlängertes Wochenende bevor: Am Montag bleiben die Märkte feiertagsbedingt geschlossen.

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Überraschend starke Daten zum Stellenaufbau in der Privatwirtschaft haben jüngst zwar Hoffnungen auf eine Stabilisierung des Konjunkturaufschwungs in den USA geschürt. Getrübt wurde der Optimismus aber am Donnerstag durch enttäuschende Umsätze wichtiger Einzelhandelsunternehmen im Weihnachtsgeschäft. Die Wall Street hatte daher leicht im Minus geschlossen.

US-Dollar / Yen
US-Dollar / Yen 109,76

"An den Markterwartungen, dass die Aktien weiter steigen werden, hat sich nichts geändert", sagte Marktstratege Masatoshi Sato von Mizuho Investors Securities. Analysten zufolge rechnen die Anleger mit überzeugenden Geschäftszahlen von amerikanischen und japanischen Firmen.

Auftrieb erhielt die Börse in Tokio vom Markt in Shanghai. Dort legte der Index um 0,7 Prozent zu. Eine starke Kreditvergabe der Banken zum Jahresbeginn spülte eine Menge Kapital in den chinesischen Aktienmarkt. Außerdem hoffen viele Anleger darauf, dass die heimischen Firmen bessere Geschäftsergebnisse erzielen als bislang vorausgesagt.

Leicht im Plus notierten auch die Aktienmärkte in Hongkong und Südkorea. Tiefer lagen dagegen die Indizes in Taiwan und Singapur.

Unter den Einzelwerten in Tokio standen Inpex im Fokus. Der Kurs von Japans wichtigstem Öl- und Gaslieferanten gab vor dem Hintergrund gesunkener Rohstoffpreise 1,7 Prozent nach. Unter Druck standen auch die Aktien von Brokerhäusern. Mitsubishi verloren ein Prozent, Mitsui & Co 0,7 Prozent.

An den fernöstlichen Devisenmärkten lastete die schwelende Schuldenkrise in der Euro-Zone auf der Gemeinschaftswährung. Der Euro notierte mit 1,2988 Dollar und fiel damit unter die Marke von 1,30 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Euro mit 108,43 Yen gehandelt. Der Euro habe nicht vom Auftragsboom der deutschen Industrie im November profitieren können, sagten Händler. Das habe zusätzlich zur Nervosität am Markt beigetragen. Der Dollar notierte zur japanischen Währung mit 83,50 Yen.

Quelle: ntv.de, rts