Marktberichte

Anleger greifen zu Öl und Gold teurer

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Ölsandgewinnung im kanadischen Cold Lake, Alberta: Nordamerika weitet die Produktion aus.

(Foto: REUTERS)

Der kurze Kursrutsch an den Rohstoffmärkten ist schon wieder Geschichte: Die Ölpreise ziehen am Donnerstag wieder an. Ein Experte spricht von einem Zwischenhoch. Allerdings könnten die Spannungen in Nahost die Preise wieder hochschnellen lassen.

Einige Anleger haben die Vortagsverluste des Rohöls und der Industriemetalle am Donnerstag zum Wiedereinstieg in den Markt genutzt. Das Nordsee-Öl Brent verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 108,97 Dollar je Barrel. Die Sorte WTI aus den USA kostete mit 88,64 Dollar 0,6 Prozent mehr als am Mittwoch. Kupfer notierte 0,5 Prozent höher bei 8334,00 Dollar je Tonne.

Dies sei aber nur ein Zwischenhoch, betonte Rohstoff-Experte Victor Shum von der Beratungsfirma IHS Purvin & Getz. Angesichts der trüben Konjunkturaussichten müsse mit weiteren Abschlägen gerechnet werden.

Die Spannungen im Nahen Osten könnten die Preise für Rohöl aber jederzeit kräftig in die Höhe treiben, betonten die Analysten der National Bank of Australia in einem Kommentar. Die Grenzgefechte zwischen der Türkei und Syrien sorgen Börsianern zufolge für Unruhe am Rohöl-Markt. Hinzu kämen die Proteste im Iran gegen die dortige Wirtschaftspolitik.

Goldpreis steigt

In Erwartung neuer Hinweise auf die Geldpolitik der EZB und der Bank of England (BoE) nahm Gold Kurs auf ein neues Zehneinhalb-Monats-Hoch. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 1787,76 Dollar je Feinunze und lag damit nur noch etwa vier Dollar unter dem Hoch vom Montag.

Angesichts der neuen Welle billigen Notenbank-Geldes habe der Goldpreis noch Luft nach oben, sagte ein Börsianer. Die Edelmetall-Bestände aller Gold-ETFs lagen am Mittwoch mit 74,272 Millionen Feinunzen nur knapp unter dem Rekordhoch von 74,288 Millionen Feinunzen vom September.

Quelle: ntv.de, rts/dpa