Marktberichte

Spekulanten treiben Kaffee-Preise Ölpreis verliert an Kraft

11367308(1).jpg

Nach Wochen des Verfalls hatten sich die Ölpreise stabilisiert in der vergangenen Woche.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Hoffnung auf eine stärkeres Anziehen der chinesischen Wirtschaft stärkt am Montag zunächst den Ölpreis - am frühen Nachmittag jedoch geht es dann wieder nach unten: Brent und WTI büßen ein. Auch Gold ist wieder billiger zu haben.

Wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Treffen der Opec-Staaten steigt die Nervosität am Rohöl-Markt. Anleger spekulieren, ob und wenn ja wie stark die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) die Förderquoten kürzen wird, um den Preisverfall zu stoppen.

Der Preis für ein Barrel der richtungsweisenden Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee pendelte am Montag in einer Spanne von minus 0,5 und plus 0,6 Prozent und lag am Nachmittag 0,2 Prozent tiefer bei 80,16 Dollar. Die US-Sorte WTI bewegte sich in einer ähnlichen Spanne und kostete mit 76,59 Dollar am Nachmittag 0,1 Prozent weniger als am Freitag.

Wegen eines Überangebots und gleichzeitig schwächelnder Nachfrage aus China und Europa ist der Ölpreis seit Sommer um etwa ein Drittel zurückgegangen. Sollte die Opec keine Förderkürzung beschließen, könnte der Brent-Preis auf bis zu 60 Dollar fallen, sagte Fondsmanager Daniel Bathe von Lupus Alpha Commodity Invest. "Der Markt würde an der Glaubwürdigkeit der Opec und deren Einfluss auf den globalen Ölmarkt zweifeln."

Aus Sicht seines Kollegen Tom Nelson von Investec Global Energy, könnte eine Kürzung von einer bis 1,5 Millionen Barrel täglich den Ölpreis wieder in Richtung 90 Dollar bewegen. Allerdings bedürfe es zusätzlich einer gemeinsamen Erklärung, in der die Opec Einheit demonstriere sowie eine anziehenden Nachfrage und ein geringeres Angebot prognostiziere.

Dürre in Brasilien schiebt Kaffee-Preise an

Spekulationen auf eine möglicherweise schlechte Ernte haben am Montag die Kaffeepreise angeschoben. Arabica-Kaffee zur Lieferung im März nächsten Jahres verteuerte sich um bis zu 3,7 Prozent auf 1,9780 Dollar je Pfund. Der in der Schweiz ansässige Kaffeehandelskonzern Volcafe hatte ausgerechnet, dass in diesem Jahr weltweit die Nachfrage das Angebot um zehn Millionen Kaffeesäcke zu je 60 Kilo übertreffen wird. Noch im September war von einem Angebots-Defizit von neun Millionen Säcken ausgegangen worden. Grund für das geringe Angebot ist eine Dürre in Brasilien, wo vor allem Arabica-Kaffeebohnen angebaut werden. Doch auch in Vietnam ging die Ernte von Robusta-Kaffee zurück. Zugleich steige aber die Nachfrage, heißt es in dem Bericht von Volcafe.

Der Goldpreis rutscht zum Wochenauftakt etwas ab - am Montagnachmittag kostete die Feinunze jedoch wieder rund 1200 Dollar. Da China inzwischen als der größte Goldnachfrager weltweit gilt, könnten sich die sinkenden Zinsen auch bei der Nachfrage der Chinesen nach dem Edelmetall bemerkbar machen, hieß es.

Quelle: n-tv.de, kst/DJ/dpa/rts