Marktberichte

Iran und das begrenzte Angebot Ölpreise klettern weiter

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Ölsand-Tagebau bei Fort McMurray in Kanada: Einfach anzapfen ist bald Vergangenheit.

(Foto: AP)

An den Rohstoffmärkten kennen die Preise für Rohöl derzeit nur eine Richtung. Anzeichen für sinkende Notierungen sind nicht in Sicht. Auch beim Gold dürfte es Analysten zufolge bald weiter nach oben gehen. Einzelne Stimmen sagen dem Edelmetall eine glänzende Marktphase voraus.

Die anhaltenden Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen haben den Ölpreis vor dem Wochenende weiter unterstützt. Sollte der Streit sich zuspitzen, befürchten Anleger Angebotsengpässe bei dem wichtigen Rohstoff.

Ein Barrel Öl der richtungweisenden Nordseesorte Brent kostete am Freitagvormittag 123,84 Dollar, ein Plus zum Vortag von 0,5 Prozent. Ein Fass US-Leichtöl WTI notierte 0,2 Prozent höher bei 108,32 Dollar.

Allein seit Anfang Februar sind die Ölpreise um über zehn Prozent gestiegen. Für die Mehrheit der Marktbeobachter liegt ein wichtiger Grund auf der Hand: Der Disput zwischen dem Westen und Iran über dessen Atomprogramm.

Nachdem die Internationale Atomenergiebehörde IAEA zur Wochenmitte eine abermalige Inspektion im Iran ergebnislos abgebrochen hatte, zeichnet sich in dem Streit keine Lösung ab. Der Westen wirft dem Iran seit langem eine militärische Nutzung seines Atomprogramms vor.

Abgesehen davon wirken im Hintergrund des Rohölhandels weiterhin die in den vergangenen Jahren stark gewachsene Nachfrage durch die aufstrebende Schwellenländer und die engen Grenzen auf der Angebotsseite.

Umstritten ist, inwieweit der vernachlässigte Ausbau von Produktionskapazitäten in den Förderländern zu einer Verknappung des Angebots beiträgt - oder ob .

An den Edelmetall- und Industriemetallmärkten hielten sich die Bewegungen in Grenzen. Die Notierungen für eine Tonne Kupfer stiegen um 0,1 Prozent auf 8401 Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold verharrte bei 1780 Dollar je Feinunze.

Analysten werteten die kurzfristige Stagnation als wenig aussagekräftig. Nach Wochen starker Schwankungen rechnen Rohstoffexperten mit weiter steigenden Preisen. Für den Goldpreis sei 2012 noch Luft nach oben, hieß es. Seit Jahresbeginn haben die Notierungen schon um knapp 14 Prozent zugelegt. Vor allem die Aussicht auf weiter niedrige Zinsen in Europa und den USA .

Quelle: n-tv.de, mmo/rts