Marktberichte

Kia und Hyundai rutschen ab Tokio fährt ins Minus

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(Foto: REUTERS)

Das PR-Desaster mit zu niedrig angesetzten Angaben zum Spritverbrauch von fast einer Million Fahrzeugen im US-Markt schickt die Aktien der beiden Hersteller Kia und Hyundai im koreanischen Börsenhandel auf Talfahrt. In Tokio halten sich die Anleger an Toyota. Insgesamt warten Asiens Anleger auf die Wahlentscheidung in den USA.

Am Tag vor der richtungsweisenden Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten haben sich die Anleger an den Börsen in Fernost nicht aus der Deckung gewagt. Angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney scheuten die Investoren das Risiko und schickten damit ihre wichtigsten Indizes mit Gewinnmitnahmen auf Talfahrt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 0,5 Prozent im Minus bei 9007 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,6 Prozent auf 747 Punkte. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea mussten Federn lassen. Der Euro präsentierte sich mit Kursen um 1,2831 Dollar wenig verändert.

Gegen den Abwärtstrend an den Tokioter Börsen stemmten sich die Papiere des Autoherstellers Toyota, der seine Quartalszahlen nach Börsenschluss vorlegte. Der TV-Sender NHK berichtete bereits zuvor, dass der VW -Rivale seine Ergebnisprognose anheben würde.

Toyota-Aktien gingen unmittelbar vor Veröffentlichung des Zwischenberichts 2,2 Prozent höher aus dem Handel. Nach Börsenschluss präsentierte der Konzern dann einen mehr als verdreifachten Nettogewinn von umgerechnet rund 2,5 Mrd. Euro im zweiten Quartal. Der Konzern peilt für das Gesamtjahr jetzt einen Nettogewinn von 7,6 Mrd. Euro - 2,6 Prozent mehr, als Toyota bisher in Aussicht gestellt hatte.

In Südkorea traf dagegen die Autohersteller Hyundai und Kia der massive Unmut der Anleger. Die beiden Unternehmen hatten eingeräumt, den Benzinverbrauch einiger Fahrzeuge im US-Markt zu günstig dargestellt zu haben. Das hat neben dem Imageschaden und drohender Klagen unmittelbar kostspielige Folgen, da Hyundai und Kia den Kunden die Mehrkosten erstatten wollen.

Beobachter gaben die Zahl der möglicherweise betroffenen Fahrzeuge an. Die Aktien der beiden Autobauer sackten jeweils rund sieben Prozent an.

Quelle: ntv.de, rts