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Freudige Überraschung Amgen boomt

Der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen hat im dritten Quartal seinen Gewinn unerwartet kräftig gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben. Alle Top-Medikamente des kalifornischen Unternehmens schnitten besser ab als Analysten erwartet hatten. Der Amgen-Aktie gab das an der Wall Street im nachbörslichen Handel deutlich Auftrieb.

Wie Amgen nach US-Börsenschluss mitteilte, kletterte der Nettogewinn im vergangenen Vierteljahr auf 1,16 Milliarden Dollar von 201 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Damals hatten Amgen hohe Restrukturierungskosten und deutliche Umsatzrückgänge bei seinen Anämiemitteln zu schaffen gemacht. Vor Sonderposten verdiente der Konzern 1,23 Dollar je Aktie - 15 Cent mehr als Analysten erwartet hatten. Für das laufende Jahr rechnet der Biotechriese nun mit einem Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 4,45 bis 4,55 Dollar je Aktie, nachdem bislang 4,25 bis 4,45 Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

Umsatzprognose angehoben

Amgen setzte im dritten Quartal 3,9 Milliarden Dollar um, ein Plus von sieben Prozent binnen Jahresfrist. Die Erlöse mit dem Anämiemittel Aranesp, einem der wichtigsten Produkte von Amgen, zogen um drei Prozent auf 845 Millionen Dollar an und übertrafen damit klar die Analystenerwartungen von 779 Millionen Dollar. Amgen profitierte von einem starken Auslandsgeschäft mit dem Mittel, dessen Umsätze im Heimatmarkt USA unter einer restriktiveren Erstattung durch die Krankenkassen und Sicherheitsbedenken leiden. Im Vorquartal waren Erlöse mit Aranesp noch um 13 Prozent gesunken.

Amgen stimmte die Entwicklung optimistisch. Der Konzern hob auch seine Umsatzprognose für 2008 erneut an und erwartet nun Erlöse von 14,9 bis 15,2 Milliarden Dollar. Bislang wollte das Unternehmen 14,6 bis 14,9 Milliarden Dollar umsetzen. Der Amgen-Aktie verhalf das zu einem Kurssprung von fünf Prozent.

Quelle: n-tv.de

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