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Laien-Wertpapierhändler China schiebt Riegel vor

China will Wertpapier-Händlern ohne Ausbildung das Handwerk legen. Die chinesische Börsenaufsicht wolle im kommenden Monat neue Regeln erlassen, wonach Broker künftig eine standardisierte Ausbildung durchlaufen müssen und nur für eine Firma arbeiten dürfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Derzeit hätten rund 60 Prozent der Wertpapier-Händler in China keine entsprechende Ausbildung erhalten.

Kleine Handelshäuser beschäftigten zudem oft die billigen, unausgebildeten Broker ohne Arbeitsvertrag auf Provisionsbasis. Komme es zu Beschwerden von Investoren, distanzierten sich die Handelshäuser dann von den Händlern. Die Entwicklungen verletzten Rechte von Investoren und verhinderten die Entwicklung des Wertpapier-Markts in China, erklärte die Börsenaufsicht laut Xinhua.

Laut der staatlichen chinesischen Tageszeitung "China Daily" hatten Ende Oktober nur 30.000 der rund 80.000 chinesischen Wertpapier-Händler eine Prüfung abgelegt. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise hatte sich China seiner vergleichsweise streng regulierten Finanzbranche gerühmt. Allerdings ist die Umsetzung der strengen Finanzmarkt-Regeln in China oft nur lückenhaft.

Im vergangenen Jahr haben chinesische Aktien etwa 65 Prozent an Wert verloren, so viel wie seit 18 Jahren nicht. Seit Jahresbeginn sind die Wertpapiere allerdings bereits wieder um 20 Prozent gestiegen.

Quelle: ntv.de