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Kapitalmarkt-Kontrolle China überwacht Mittelzuflüsse

China will den hohen Mittelzufluss ins Land besser überwachen. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten, gemeinsamen Mitteilung des Handelsministeriums, der Zollbehörde und der Währungsbehörde hervorgeht, plant Peking die Einführung eines neuen Systems zur Kontrolle des Devisenverkehrs aus Exportgeschäften.

Demnach müssen Exporteure ihre im Außenhandel erzielten Erträge zur Prüfung auf ein Sonderkonto legen, bevor sie den Umtausch der Devisen in die Landeswährung beantragen können. Das neue System tritt den Angaben zufolge am 14. Juli in Kraft.

Wegen des hohen Preisdrucks im Lande versuche Peking nun offenbar gegen spekulative Kapitalzuflüsse vorzugehen, um die Liquidität im Finanzsystem stärker einzudämmen, sagten Beobachter. Im Mai hatten die Verbraucherpreise in China um 7,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat gelegen, nachdem im April mit einer Jahresteuerung von 8,5 Prozent die zweithöchste Rate in diesem Jahr verzeichnet worden war.

Anfang Mai hatte die Forschungsabteilung der chinesischen Wirtschaftsplanungsbehörde empfohlen, den Zufluss von Kapitalströmen genau zu beobachten, weil spekulative Mittel als ausländische Direktinvestitionen getarnt ins Land flössen. Der Zustrom spekulativen Kapitals erhöhe die Liquidität im Lande und könne somit zu einem steigenden Preisdruck führen, hatte die Forschungsabteilung gewarnt.

Quelle: ntv.de

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