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Abschied vom Transrapid Siemens trifft Thyssen

Das Gemeinschaftsunternehmen Transrapid International von Siemens und ThyssenKrupp steht angesichts der ungewissen Zukunft der Schwebebahn wohl vor dem Aus. Dem Vernehmen nach ist für die kommenden Tage ein Treffen der Gesellschafter anberaumt. Über den genauen Inhalt wollten sich die beiden Konzerne am Dienstag nicht äußern.

Nach einem Bericht der "Welt" wollen Siemens und ThyssenKrupp beschließen, dass das Gemeinschaftsunternehmen mit 38 Mitarbeitern weitgehend abgewickelt wird. Bestenfalls würde nur der Firmenmantel erhalten bleiben, hieß es in dem Bericht. Die betroffenen Mitarbeiter sollten zum Teil bei den beiden Unternehmen untergebracht werden.

Das in Berlin ansässige Gemeinschaftsunternehmen ist für die gemeinsame Vermarktung und Planung der Magnetschwebebahn Transrapid zuständig. Für einen Rückschlag sorgte das Aus für die geplante Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen Ende März. Einzige kommerzielle Transrapid-Strecke weltweit ist eine Verbindung in der chinesischen Großstadt Schanghai. Um eine mögliche Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens hatte es nach dem Scheitern des Münchner Projekts bereits Spekulationen gegeben.

Technologie für den Export?

Eine TRI-Sprecherin verwies auf eine Beiratssitzung der Gesellschaft am Donnerstag. Es sei eine strategische Weichenstellung zu erwarten. Sie betonte, die beiden Eigentümerkonzerne hätten auch nach dem Aus für die Münchener Strecke erklärt, zur Magnetschwebetechnologie in Deutschland zu stehen und sie auf Exportmärkte auszurichten. Damit sei aus ihrer Sicht auch der Fortbestand der TRI gesichert. "Für uns waren die Signale eindeutig", sagte die Sprecherin.

ThyssenKrupp hatte für den Fall eines Scheiterns in Deutschland einen Verkauf der Technologie nach China ins Spiel gebracht. Der Konzern hatte aber vor wenigen Wochen Berichte über einen geplanten Ausverkauf zurückwiesen. Eine entscheidende Rolle könnte Gerhard Cromme zukommen. Er führt die Aufsichtsräte beider Unternehmen.

Quelle: n-tv.de

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