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Investmentbanking betroffen UBS streicht Stellen

Die Schweizer Großbank UBS leitet bei ihrer Investmentbank die dritte Stellenabbau-Runde seit Beginn der Kreditkrise ein. Bis Ende des Jahres sollen vorwiegend in den USA und Großbritannien weitere 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Die Investmentbank, die infolge der Krise in den USA insgesamt über 45 Mrd. Franken (29 Mrd. Euro) abschreiben musste, soll nach Angaben der Bank bis Ende des Jahres noch rund 17.000 Mitarbeiter beschäftigen. Vor einem Jahr hatte dieser Teil der UBS noch 6000 Stellen mehr gezählt.

Zugleich will sich die Bank wieder auf ihre alten Stärken wie das Aktiengeschäft und den Handel mit Devisen und Edelmetallen besinnen und verlustträchtige Aktivitäten zumachen. So wird sich der Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) auf Geschäfte mit Kunden und die Abwicklung konzentrieren. Die Geschäfte im Bereich Immobilien & Verbriefung sowie der Handel auf eigene Rechnung mit solchen Produkten werden stark reduziert.

Neben den Missgriffen der Vergangenheit ist es auch die Finanzkrise, die die Bank zu der Neuausrichtung veranlasst. In dieser Hinsicht blieb Investmentbank-Chef Jerker Johansson denn auch vorsichtig. Der Ertragsausblick bleibe ungewiss, erklärte er laut der UBS-Mitteilung. "Doch diese Maßnahmen werden es uns erlauben, auf unsere Stärken zu fokussieren, die Kostenbasis auf ein nachhaltigeres Maß zu reduzieren sowie unsere Kerngeschäfte für zukünftiges Wachstum zu positionieren - sobald die Fundamentaldaten wieder günstiger aussehen."

Die Stellenstreichung verband UBS mit einem Bekenntnis zur bisherigen Konzernstruktur und einer Absage an jene, die einen Verkauf der Investmentbank oder des Asset Management fordern. "Eine redimensionierte Investment Bank, zusammen mit der Position als weltweit führender Wealth Manager und institutioneller Vermögensverwalter, wird es UBS ermöglichen ..., erfolgreich zu bestehen", sagte Johansson weiter.

Quelle: ntv.de

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