Wirtschaft
Ein Stau kann schnell zur Kostenfalle werden.
Ein Stau kann schnell zur Kostenfalle werden.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 16. Dezember 2016

Autovermietung für Großstädter: Start-up bietet staufreundliches Carsharing

Wer in einer Großstadt wohnt und Car-Sharing-Dienste nutzt, kennt das Problem: Steckt man im Stau, kann es teuer werden. Ein neues Start-up will dem entgegenwirken.

Ein neues Carsharing-Unternehmen drängt auf den deutschen Markt. Es heißt drive by und unterscheidet sich von der Konkurrenz vor allem durch sein Abrechnungssystem. Künftig soll nicht mehr die Fahrzeit über den Preis entscheiden, sondern die gefahrene Strecke. Im kommenden Frühjahr startet drive by mit den ersten 25 bis 50 Fahrzeugen innerhalb des Berliner S-Bahn-Ringes. Bis zum Jahr 2018 soll das Angebot auf 300 bis 400 Fahrzeuge in der Hauptstadt anwachsen.

Per App können drive-by-Wagen in der Umgebung gesucht werden.
Per App können drive-by-Wagen in der Umgebung gesucht werden.(Foto: drive by)

Der Kunde zahlt pro gefahrenen Kilometer etwa 75 Cent - je nach Fahrzeugmodell. So sollen vor allem lange Staus und stockender Verkehr in der Innenstadt das Portemonnaie nicht belasten. Bereits vor Fahrtantritt kann der Kunde die Entfernung zum gewünschten Ziel messen und den zu zahlenden Preis berechnen. So sollen unangenehme Überraschungen vermieden werden, heißt es auf der Firmen-Website.

Drive by kann nach vorheriger Anmeldung per Smartphone-App gesteuert werden. Über die Handy-Anwendung sollen Autos gesucht, geöffnet und verschlossen werden. Mehr als 2200 Kunden haben sich bereits für drive by vorregistriert.

Auf Facebook hat drive by Kunden und Fans vor der Anschaffung einer festen Flotte gebeten, für ihren Fahrzeugfavoriten abzustimmen. Gewonnen haben dabei der Audi A1 und der Fiat 500. Mit beiden Herstellern sei man derzeit im Gespräch über die Konfiguration und die technische Ausstattung der Wagen, sagt Alexander Eitner, der bei drive by für das operative Geschäft zuständig ist. Anschließend sollen die Autos bestellt werden.

Die Idee des Abrechnens per Kilometer ist nicht neu. Bereits im Jahr 2014 versuchte sich das Start-up Spotcar an einem solchen Prinzip des Carsharings in Berlin. Ein Jahr später räumten sie den Markt wieder und überließen ihn den großen Anbietern wie Car2go oder DriveNow.

Quelle: n-tv.de