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Kompositionen mit dem inneren Ohr Beethoven benutzte tiefe Töne

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Ludwig van Beethoven komponierte trotz Taubheit weiter.

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Der allmähliche Hörverlust von Ludwig van Beethoven hatte beträchtlichen Einfluss auf seine Kompositionen. Das können Forscher anhand zahlreicher Analysen nun beweisen. Der Komponist verwendete am Anfang seines Leidens immer weniger hohe Töne in seinen Werken, um schließlich völlig taub zu den hohen Tönen zurückzukehren.

Sein Gehörverlust hat die Arbeit des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) deutlich beeinflusst, der mit fortschreitender Taubheit immer mehr auf hohe Töne verzichtete. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Die drei Autoren, Wissenschaftler am Institut für Stoffwechsel im niederländischen Leiden, nahmen Beethovens Streichkonzerte unter die Lupe. Sie teilten sie in vier Perioden ein - von den frühen Kompositionen der Jahre 1798-1800 bis hin zu den Spätwerken des deutschen Musikers, die er von 1824 bis 1826 komponierte.

Dabei zählten die Wissenschaftler Töne, die auf der Notenskala über G6 liegen, was einer Frequenz von 1,568 Hertz entspricht. Während es in den Frühwerken zahlreiche hohe Töne gab, wurden diese mit zunehmender Taubheit des Komponisten immer weniger. Beethoven klagte erstmals im Jahre 1801 im Alter von 31 Jahren über Gehörverlust. Ab 1812 mussten seine Gesprächspartner schreien, damit er sie hören konnte. 1818 begann er, mit schriftlichen Botschaften zu kommunizieren. In den letzten Jahren vor seinem Tod war er vermutlich völlig taub.

Mit zunehmendem Gehörverlust konnte Beethoven hohe Töne, die von den Musikern gespielt wurden, immer weniger hören. Er komponierte daher mehr mit Tönen im mittleren Frequenzbereich. Bei seinen letzten Werken verwendete er hingegen wieder häufig hohe Töne. Weil er da bereits völlig taub gewesen sei, habe sich der Komponist nur noch auf sein inneres Ohr verlassen, vermuten die Autoren. So sei er allmählich wieder zu seiner verinnerlichten Musikwelt und den Erfahrungen der frühen Kompositionen zurückgekehrt.

Quelle: n-tv.de, AFP

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