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Aus der Familie der Baryonen Cern-Forscher weisen neues Teilchen nach

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Das jetzt nachgewiesene Teilchen im Modell.

(Foto: AP)

In der Theorie kannte man es bereits, doch der experimentelle Nachweis gelingt erst jetzt: Im größten Teilchenbeschleuniger der Welt entsteht bei der Kollision zweier Protonen ein Teilchen aus der Familie der Baryonen. Es existiert für 0,0000000000005 Sekunden.

Physiker haben am Kernforschungszentrum Cern in Genf ein neues Teilchen entdeckt. Ähnlich wie das Higgs-Boson war es theoretisch bekannt, aber der experimentelle Nachweis stand bislang aus, wie das Cern berichtet.

Das Teilchen gehört zur Familie der Baryonen und besteht aus drei sogenannten Quarks. Das Teilchen sei im größten Teilchenbeschleuniger der Welt bei der Kollision von Protonen entstanden, sagte Forschungsdirektor Giovanni Passaleva.

"Das Teilchen hat nur 0,0000000000005 Sekunden existiert, und es hat sich dabei etwa um ein 50- bis 100-millionstel eines Meters bewegt", sagte er. Genug für die Physiker, um seine Existenz nachzuweisen. Sie konnten die Bestandteile, in die das Teilchen zerfallen war, aufspüren und so eindeutige Rückschlüsse ziehen.

Der Teilchenbeschleuniger ist seit 2009 in Betrieb. Neben vielen anderen Experimenten sind die Physiker einem der größten Rätsel der Physik auf der Spur: der dunklen Materie. Daraus besteht der Großteil des Universums, aber sie ist bislang nicht experimentell nachgewiesen worden.

Quelle: ntv.de, asc/dpa