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Über 100 Jahre verschollen Echnatons Zeh ist zurück

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Eine Stele im Ägyptischen Museum in Kairo zeigt Pharao Echnaton, seine Königin Nofretete und ihre Kinder beim Anbeten der Sonne.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Der vor mehr als hundert Jahren gestohlene Zeh des ägyptischen Pharaos Echnaton ist von der Schweiz an Ägypten zurückgegeben worden. Nach Angaben der ägyptischen Altertümerverwaltung wurde der Zeh des Vaters des berühmten Pharaos Tutanchamun im Rahmen der Unterzeichnung eines Abkommens beider Länder über die Rückgabe antiker Kunst zurückgegeben. Nun werde der Zeh wieder im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt.

Der Zeh war im Jahr 1907 während einer Untersuchung der Knochen des Pharaos gestohlen worden. Wo er sich danach befand, blieb unklar. Nun gelang es dem Schweizer Wissenschaftler und Mumienexperten Frank Rühli von der Universität von Zürich, das gestohlene antike Stück aufzutreiben. Rühli habe den Zeh "dank seiner persönlichen Kontakte" in einem "anderen europäischen Land" erhalten, sagte ein Diplomat, ohne Details zu nennen. Die Schweizer Regierung habe indes nichts mit der Rückgabe zu tun.

Erst im Februar war bekannt geworden, dass Tutanchamun ein Kind aus einer Inzestbeziehung und der Sohn von Echnaton war. Aus einer Genuntersuchung in Ägypten war hervorgegangen, dass Nofretete, die Hauptfrau von Echnaton, als Mutter jedoch nicht in Frage kommen dürfte. Vielmehr identifizierten die Forscher als Mutter eine bisher unbekannte Frau, die Echnatons Schwester war.

Quelle: n-tv.de, AFP

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