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Grüße aus dem All im Garten Größter Meteorit in Deutschland gefunden

Jahrzehntelang blieb der Meteorit in Baden-Württemberg versteckt.

Jahrzehntelang blieb der Meteorit in Baden-Württemberg versteckt.

(Foto: dpa)

Wissenschaftler sind sich sicher: In Deutschland ist der bislang größte Steinmeteorit entdeckt worden. Jahrelang befindet sich der vermeintlich einfache Stein in einem heimischen Garten in Blaubeuren in Baden-Württemberg. Womöglich liegt der Meteorit sogar seit Tausenden Jahren auf der Erde.

Der bislang größte entdeckte deutsche Steinmeteorit hat jahrzehntelang unerkannt in einem Garten im schwäbischen Blaubeuren herumgelegen. "Das Fundstück hat eine Masse von 30,26 Kilogramm, was ihn als größten je in Deutschland gefundenen Steinmeteoriten ausweist", sagte Dieter Heinlein, Meteoritenexperte beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Hansjörg Bayer aus Blaubeuren hat den Steinmeteoriten in seinem Garten gefunden.

Hansjörg Bayer aus Blaubeuren hat den Steinmeteoriten in seinem Garten gefunden.

(Foto: dpa)

Der Meteorit wird nach seinem Fundort fortan "Blaubeuren" genannt. Das Zentrum berichtete über den Meteoriten und bezeichnete ihn als "wissenschaftliche Sensation".

Bislang war der bei Oldenburg gefundene "Benthullen"-Meteorit mit einem Gewicht von 17,25 Kilogramm laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Rekordhalter.

Heinlein kann sich vorstellen, dass der gefundene Meteorit vor Hundert bis einigen Tausend Jahren auf die Erde abgestürzt war. Nun soll das Jahr des Einschlags genauer bestimmt werden, wie Heinlein im Planetarium in Laupheim (Kreis Biberach) sagte.

Dort wird der nahezu vollständig erhaltene Meteorit zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Lediglich das von Heinlein abgesägte Teil zur weiteren Erforschung musste der Meteorit einbüßen. Jahrzehntelang lag er unbemerkt auf einem Grundstück in Blaubeuren.

1989 im Garten entdeckt

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Bereits 1989 entdeckte Hansjörg Bayer den vermeintlichen Stein, als er in seinem Garten in 50 Zentimetern Tiefe ein Rohr verlegen wollte. "Die ganze Haptik, das Anfassen und das Gewicht - ich habe damals schon gemerkt, dass der Stein besonders ist", sagt Bayer heute.

Selbst Profis können ihn laut DLR nicht unbedingt auf den ersten Blick als Meteoriten erkennen. Bayer setzte ihn damals in den Garten, und dort blieb er die Jahre über liegen, ehe sich Bayer im Januar entschied, ein Stück davon einem Fachmann zu schicken.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa