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Tipps für den maximalen Urlaubseffekt Auch Kurzurlaube sind gut gegen Stress

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Ein Kurztrip ans Mittelmeer kann Balsam für gestresste Seelen sein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Urlaub hilft, den hektischen Alltag hinter sich zu lassen. Dabei ist die Länge der Auszeit nicht der entscheidende Faktor, sagen Stressforscher. Wie weit weg das gewählte Reiseziel liegt, kann hingegen sehr wohl Einfluss auf den Grad der Erholung haben.

Wie erholsam ein Urlaub ist, hängt Stressforschern zufolge nicht von der Länge der Auszeit ab. "Auch Kurzurlaube und Wochenendtrips bringen schon Erholung", sagte Carmen Binnewies, Professorin für Arbeitspsychologie an der Universität Münster der Zeitung "Welt am Sonntag". Studien zeigten, dass es für eine gute Erholung wichtiger sei, wie man den Urlaub erlebe, als wie lange die Ferien dauerten.

Gerade nach stressigen Phasen im Arbeitsleben könne passive Erholung zentral sein, um runterzufahren. Gleichzeitig zeigten Studien, dass es noch wichtiger sei, Dösen und Entspannung mit sportlichen und kulturellen Aktivitäten zu kombinieren. Durch solche aktive Erholung könne man abreagieren, Herausforderungen meistern und dadurch gestärkt zurückkommen.

Arbeit zu Hause lassen

Grundsätzlich gelte: "Je weiter man wegfährt und je exotischer das Reiseland ist, desto leichter ist es vermutlich abzuschalten" - auch wenn die Erholung im fernen Reiseland durch zusätzlichen Stress wie ungewohntes Essen, Sprachprobleme oder einen langen Flug eingeschränkt werde. "Auch Zeitdruck im Urlaub ist schlecht. Man muss nicht überall dabei sei und unbedingt die morgendliche Poolgymnastik mitmachen." Handy ausschalten und E-Mails ungelesen lassen - so lauten weitere Ratschläge der Expertin für Stressbewältigung: "Es ist wichtig, dass Sie nichts an die Arbeit erinnert und sich die Arbeit nicht auch noch in den Urlaub einschleicht."

Damit der Urlaubseffekt lange anhält, sollten Beschäftigte es vor der Abreise so organisieren, dass bei der Rückkehr keine Arbeitsberge warten. "Je größer die Arbeitsmenge nach dem Urlaub ist, desto schneller geht die Erholung verloren", so Binnewies. Untersuchungen zeigten, dass die Urlaubserholung durchschnittlich nach drei Wochen wieder weg sei, bei vielen Menschen sogar bereits nach einer Woche. "Sie fühlen sich dann genauso gestresst wie vorher", sagte Binnewies.

Quelle: n-tv.de, dpa

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