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Zuerst "Gestank zu groß" Indien putzt jetzt mit Kuh-Urin

Heilige Kuh: Eine Hindu ehrt eine Kuh nach einem Bad im Sangam, einen Zufluss des Ganges, in Allahabad (Indien).

Heiliges Tier: Eine Hindu ehrt eine Kuh.

(Foto: AP)

Den Fäkalien der von den Hindus verehrten Kühe werden in Indien besondere Kräfte nachgesagt: Es gibt Seifen aus Dung, Arznei auf Urin-Basis und sogar ein Getränk, das als gesunde Alternative zu Cola gepriesen wird. Nun sollen Regierungsbüros mit Urin geputzt werden.

In Indien könnte der Urin heiliger Kühe künftig zur Reinigung von Regierungsbüros eingesetzt werden. Die Heilige-Kuh-Stiftung entwickelte ein entsprechendes Produkt, das nach ihren Angaben besser und umweltfreundlicher reinigt als die herkömmlichen Putzmittel. "Als wir es zuerst ausprobierten, war der Gestank zu groß. Doch nun haben wir den Urin destilliert und mit natürlichen Duftstoffen wie Kiefernöl versetzt und uns in weiteren Labortests von seiner Leistungskraft überzeugt", sagte Stiftungsvertreter Anuradha Modi. Er könne zudem für stetigen Nachschub garantierten, fügte Modi hinzu.

Der Chef eines Unternehmens, das Regierungsbehörden mit Reinigungsmitteln beliefert, zeigte sich bereits angetan von dem Urinextrakt. "Das ist großartig - sowohl für die Gesundheit der Reinigungskräfte wie auch für die Kühe", sagte Jagdish Bhatia der "Economic Times".

Besondere Heilkräfte

Dem Dung und Urin der von den Hindus verehrten Kühe werden in Indien besondere Heilkräfte nachgesagt: Schon jetzt gibt es auf dem Markt Seifen aus Kuhdung, Arzneimittel auf der Basis von Urin und sogar ein Erfrischungsgetränk, das als "gesunde" Alternative zu Cola beworben wird.

Quelle: n-tv.de, abe/AFP

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