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Neandertaler später ausgestorben? Knochenfund erschüttert Theorien

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Rekonstruktion einer Gruppe Neandertaler im Neandertaler Museum in Krapina, Kroatien.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Moderner Mensch war fruchtbarer ist möglicherweise 6000 Jahre später ausgestorben als bislang angenommen: Forscher haben im Norden Russlands 31.000 Jahre alte Steinwerkzeuge und Tierknochen entdeckt, die sie im US-Wissenschaftsmagazin "Science" als Hinterlassenschaften des frühen Verwandten des modernen Menschen beschreiben. Die Entdeckung stelle die gängige Hypothese in Frage, wonach der Neandertaler in Europa bereits vor 37.000 Jahres ausgestorben sei, heißt es in dem Bericht.

Bei verschiedenen Ausgrabungen in Byzowaja am Ufer der Petschora am Ural entdeckten die Forscher aus Russland, Frankreich und Norwegen Überreste von offenbar geschlachteten Tieren, darunter Mammuts, Bären und Wollnashörner, sowie mehr als 300 Werkzeuge aus Stein. Es handele es sich um typische, von Neandertalern genutzte Werkzeuge aus dem Mittelpaläolithikum, schreiben die Forscher. Die Gegend in der Nähe des Polarkreises könne daher der letzte Zufluchtsort der Neandertaler in Europa gewesen sein.

Quelle: n-tv.de, AFP

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