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Fieser Winzling: Krätzemilbe
Fieser Winzling: Krätzemilbe(Foto: imago/Science Photo Library)
Dienstag, 06. März 2018

Gerötete und juckende Haut: Krätze muss schnell behandelt werden

"Da krieg ich doch die Krätze", hört man angeekelte Menschen sagen. Dass die Hautkrankheit ansteckend ist, auch in Deutschland vor allem im Winter gehäuft auftritt und durch Milben ausgelöst wird, wissen jedoch die wenigsten.

Krätze wurde in den entwickelten Ländern als Erkrankung der Vergangenheit angesehen. Die Weltgesundheitsorganisation ordnete sie 2013 deshalb als vernachlässigte Tropenkrankheit ein. Doch die Hautkrankheit, die auf Menschen und Tiere übertragen werden kann, ist zurück - auch in Deutschland. Um die Verbreitung einzugrenzen, müssen Menschen wissen, was hinter einer juckenden und entzündeten Haut stecken kann.

Wer den Verdacht hat, dass sich Krätzmilben auf dem Körper breitgemacht haben, sollte umgehend zum Arzt gehen. So lässt sich bestenfalls die Gefahr eindämmen, dass die Tiere auch andere Personen aus dem Umfeld befallen.

Mit Krätzemilben fefallende Haut juckt.
Mit Krätzemilben fefallende Haut juckt.(Foto: imago/blickwinkel)

Krätze wird durch intensiven Körperkontakt - zum Beispiel zwischen Eltern und Kindern oder im Kindergarten - übertragen. Die winzigen Milben graben Tunnel unter der Haut. Daher lassen sie sich nicht einfach abwaschen, erklärt die Apothekerkammer Hessen.

Zu den typischen Symptomen der sogenannten Skabies gehören starker Juckreiz, rote, schuppige, entzündete Hautpartien und stecknadelkopfgroße Knötchen auf der Haut.

Richtige Diagnose ist wichtig

Der Arzt untersucht die Haut des Patienten und kann die Milben zudem unter einem Mikroskop identifizieren. Handelt es sich um Krätze, verschreibt er eine spezielle Creme. Diese wird auf dem gesamten Körper aufgetragen. Handflächen und Fußsohlen dürfen dabei nicht vergessen werden. Ausgespart werden kann in der Regel das Gesicht. Nach circa acht bis zwölf Stunden wäscht der Patient das Präparat wieder ab.

Familienmitglieder lassen sich am besten gleich auch untersuchen. Denn selbst wenn sie noch nicht über Juckreiz klagen, können sie bereits befallen sein. Bei einem ersten Befall kann es bis zu fünf Wochen dauern, bis die ersten Symptome auftreten, erläutert das Robert Koch-Institut (RKI).

Um Krätzmilben komplett aus dem Haushalt zu verbannen, ist es hilfreich, Kleidung und Bettwäsche heiß zu waschen und im Trockner zu trocknen, raten die Apotheker. Geht das nicht, kann man getragene Sachen auch zwei Wochen lang in Plastikbeuteln luftdicht verschließen. Das überleben die Milben in der Regel nicht.

Quelle: n-tv.de