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Schlagen statt Singen Lärm beeinflusst Wal-Gespräche

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Andere Wale wissen, wie sie diesen Wink zu verstehen haben.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wenn ihr Gesang im lauten Meer schlechter zu hören ist, unterhalten sich Buckelwale lieber mit Hilfe ihrer Finnen. Das haben australische Wissenschaftler bei Beobachtungen der Kolosse an der Ostküste des Kontinents entdeckt. Nahmen die natürlichen Geräusche mit den Windstärken zu, verständigten sich die Tiere immer weniger mit ihren beeindruckenden Lauten, sondern durch Auftauchen und Schlagen mit den Schwanz- oder Brustfinnen.

Mit ihren sprachähnlichen Signalen übermittelten die Buckelwale zwar eine große Bandbreite von Informationen, aber in lauter Umgebung könnten die verloren gehen, erläutern die Wissenschaftler um Rebecca A. Dunlop von der Universität von Queensland in Gatton. "Weitere Forschungen müssen nun klären, wie die Tiere mit dem vom Menschen verursachten Lärm umgehen", schreiben die Experten in den "Biology Letters" der britischen Royal Society.

Unterwasserlärm, Fischerei, Umweltzerstörung und der Klimawandel bedrohen weltweit viele Wal-Arten. Die bis zu 30 Tonnen schweren Buckelwale sind bekannt für ihre wilden Luftsprünge und ihre einzigartigen, facettenreichen Gesänge.

Quelle: ntv.de, dpa