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80 Tonnen Alkohol Naturkundemuseum Berlin setzt neue Maßstäbe

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276.000 Gläser sind im Besitz des Museums.

(Foto: dpa)

Berlin bekommt sein Naturkundemuseum wieder. Nach mehrjähriger Rekonstruktion wird der Ostflügel des Gebäudes von einer Million Fischen, Säugetieren, Würmern, Krebsen, Weichtieren, Insekten, Spinnen und Reptilien in Beschlag genommen.

Die letzte große Weltkriegsruine Berlins ist wieder aufgebaut: Der imposante Ostflügel des Naturkundemuseums ist nach zwei Jahren Bauzeit wieder komplett. Kommende Woche soll der Umzug der riesigen Sammlungsbestände mit einer Million Fischen, Säugetieren, Würmern, Krebsen, Weichtieren, Insekten, Spinnen und Reptilien beginnen, kündigte Generaldirektor Prof. Reinhold Leinfelder an.

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Ein Blickfang ist der Sammlungsraum im Erdgeschoss.

(Foto: dpa)

Prachtstück des Neubaus ist ein fast sechs Meter hoher Sammlungsraum im Erdgeschoss, der - durch eine zentimeterdicke Vitrinen-Glaswand abgeschottet - den Besuchern als Rundgang offen steht. Am 13. September ist Eröffnung.

Die 276.000 Gläser, gefüllt mit 80 Tonnen Alkohol, werden künftig auf fast 13 Regalkilometern in drei großen Sammlungssälen mit Zwischengeschossen untergebracht. "Der Ostflügel wird neue Maßstäbe im Umgang mit dem wertvollen Material setzen", sagte Leinfelder.

So sind künftig alle modernen Brandschutzbestimmungen erfüllt und auch die gleichmäßige Klimatisierung der wertvollen Exponate ist gesichert. "Bisher mussten wir einmal im Jahr das Ethanol in den Gläsern auffüllen, weil durch die Temperaturschwankungen soviel verdunstete", sagte Projektleiter Peter Barsch. Die Kosten für den Bau lagen bei 29,6 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, dpa

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