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"Sputnik"-Ziel für 2021 Russland: Impfdosen für 500 Millionen Menschen

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Die "Sputnik V"-Impfung soll 20 Dollar kosten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als erster Staat meldete Russland, über einen Corona-Impfstoff zu verfügen. Noch immer steht das wissenschaftliche Datenmaterial dazu aber in weiten Teilen aus. Dennoch kündigt Moskau nun an, im kommenden Jahr im großen Stil zu produzieren. Auch der Preis für die Dosen steht nun fest.

Russland will im kommenden Jahr für eine halbe Milliarde Menschen seinen Corona-Impfstoff "Sputnik V" international auf den Markt bringen. Die Kosten sollen bei unter 20 Dollar für je zwei Impfdosen liegen, die pro Kopf nötig sind, wie der Russian Direct Investment Fund mitteilte. Inzwischen wird für "Sputnik V" eine Wirksamkeit von mehr als 95 Prozent angegeben nach 42 Tagen - beruhend auf einer Studie mit knapp 18.800 Teilnehmern. Der Impfstoff soll unter anderem in Ungarn produziert werden, auch Indien, Brasilien und China haben sich schon angemeldet. Für russische Staatsbürger soll die Impfung kostenlos sein.

Der internationale Marktpreis wäre damit günstiger als der des Corona-Impfstoffs der Partner Biontech und Pfizer, der auf der neuartigen mRNA-Technologie beruht und in Europa 15,50 Euro (gut 18 Dollar) pro Dosis kosten soll. Er wäre aber teurer als der Impfstoff von Astrazeneca, dessen Preis in Europa bei rund 2,50 Euro pro Dosis liegen soll.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet demnächst Studienergebnisse zu dem russischen Wirkstoff. Erst danach könne eine Bewertung abgegeben werden, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Man sei "sehr, sehr erpicht" auf diese Daten. Ein breites Portfolio an Impfstoff-Kandidaten sei wichtig, da gerade am Anfang die Nachfrage nach Impfungen größer sein werde als das Angebot, sagte Kluge.

Das Moskauer Gamaleja-Forschungszentrum hatte den Corona-Impfstoff entwickelt, der schon im Sommer zur breiten Verwendung in der Bevölkerung freigegeben wurde - gegen internationale Bedenken. Der Impfstoff mit den Namen "Sputnik V" wurde vor Beginn der - inzwischen gestarteten - Phase III klinischer Studien genehmigt. Präsident Wladimir Putin hatte mehrfach betont, der Wirkstoff sei effektiv und ungefährlich. Selbst hat sich der 68-Jährige aber wohl noch nicht impfen lassen.

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Die Corona-Lage in Russland ist derweil weiter ernst. Die Behörden melden aktuell 491 Tote - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen lag bei mehr als 24.300. Die Situation werde immer komplizierter, sei aber kontrollierbar, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts