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Leoniden sind wieder aktiv Superschnelle Sternschnuppen zu sehen

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Der Sternschnuppenstrom der Leoniden wird vom 13. bis 30. November aktiv.

(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Der Sternschnuppenstrom der Leoniden ist wieder zu beobachten, am besten am frühen Morgen. Er erreicht in dieser Woche sein Maximum. Die Meteore entstammen der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Sie ist auf Kollisionskurs zur Erde.

Freunde von Sternschnuppen dürfen sich freuen: Die Leoniden sind ab Dienstag wieder aktiv. Der jedes Jahr im November auftretende Sternschnuppenstrom erreicht sein Maximum in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dieses Mal rechnen Experten allerdings mit einer geringeren Aktivität als in den Vorjahren.

"Erwartet werden bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde", sagte der Leiter des Potsdamer Urania-Planetariums, Simon Plate. Am besten seien sie in den frühen Morgenstunden in dunkler Umgebung zu sehen. "In der zweiten Nachthälfte schaut man in Fahrtrichtung der Erde. Weil die Erde den Leoniden entgegenläuft, sieht man sie dann besser", so Plate.

Trümmer des Kometen 55P/Tempel-Tuttle

Die Leoniden sind nach dem Sternbild Löwe (lateinisch: Leo) benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar auftauchen. Ihren Ursprung haben die Meteore in der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Die Trümmerwolke ist auf Kollisionskurs zur Erde. Sie kommt mit 40 Kilometer pro Sekunde auf die Erde frontal zu. Die Erde läuft mit 30 Kilometer pro Sekunde den Leoniden entgegen. Somit dringen die Meteoroiden mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometer pro Sekunde in die Lufthülle ein. "Die Leoniden gehören zu den schnellsten Sternschnuppen, die wir beobachten können", sagte Plate. Sobald Bruchstücke des Kometen in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie und werden zu Sternschnuppen.

Bei einer Geschwindigkeit von 252.000 Kilometer pro Stunde können die Luftmoleküle den Sternschnuppen nicht ausweichen, die Luft wird komprimiert. Dabei treten Temperaturen von einigen Tausend Grad auf, weshalb die meisten Meteoroiden verglühen. Auch eine Fahrradpumpe wird heiß, wenn man die Luft zusammenpresst. 

Wer die Leoniden verpasst, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit zum Sternschnuppen-Gucken warten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember wird das Maximum der Geminiden erwartet, die sogar aktiver sind als die Leoniden. Stündlich könnten dann bis zu 120 Sternschnuppen über den Himmel huschen.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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