Politik

Liveticker zu den blutigen Protesten in der Ukraine: +++ 20:01 Merkel telefoniert mit Putin +++

+++ 20:01 Merkel telefoniert mit Putin +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt, sie sei mit Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Telefongespräch einer Meinung gewesen, dass alles Notwendige getan werden müsse, um eine Eskalation der Gewalt in der Ukraine zu verhindern.

+++ 19:33 Trauertag am Donnerstag +++
Für den morgigen Donnerstag hat die Regierung der Ukraine einen Trauertag angesetzt. Zum Gedenken an die Dutzenden Toten sollen an staatlichen Gebäuden die Fahnen auf Halbmast gesenkt werden. Sportveranstaltungen und Konzerte werden abgesagt. Entscheidend entschärfen wird diese Maßnahme den blutigen Konflikt wohl nicht.

+++ 19:25 Janukowitsch tauscht Armeechef aus +++
Der ukrainische Präsident Janukowitsch entlässt den Armeechef des Landes. In einer kurzen Erklärung teilt der Staatschef mit, er habe Wolodimir Samana durch Juri Iliin ersetzt. Eine Begründung gab es nicht.

+++ 19:16 Russland bittet Deutschland um Hilfe +++
Russlands Außenminister Sergej Lawrow telefoniert mit Frank-Walter Steinmeier und fordert den Chef des Auswärtigen Amtes auf, seine "engen und täglichen" Kontakte zur ukrainischen Opposition für eine Lösung der Krise zu nutzen. Die Regierungsgegner müssten sich von radikalen Kräften lossagen, die einen Staatsstreich begonnen hätten, sagt Lawrow.

+++ 19:08 Oppositionelle besetzen Hauptpost und Ministerium +++
Das Gewerkschaftshaus in Kiew können die Regierungsgegner nicht mehr als Hauptquartier nutzen, es ist von einem Großfeuer stark beschädigt. Also stürmen Aktivisten örtlichen Medien zufolge das gegenüberliegende Hauptpostamt, das Haus des Rundfunk- und Fernsehkomitees sowie das Agrarministerium.

+++ 19:03 "Europäer lassen Demokraten nicht allein" +++
Bundespräsident Joachim Gauck begrüßt die Dringlichkeitssitzung der Außenminister der Europäischen Union, "die auch über Sanktionen gegen die Regierung in der Ukraine reden". "Wir Europäer lassen die Demokraten dort nicht allein", so Gauck.

+++ 18:44 Polen solidarisieren sich mit Gewaltopfern +++
Hilfsorganisationen in Polen haben zu Spenden für die Opfer der Gewalt in der Ukraine aufgerufen. Die polnische Caritas und die Stiftung "Erziehung zur Demokratie" richteten Spendenkonten ein. Auch Rechtshilfe ist laut einer Nachrichtenagentur zusehends gefragt. Ukrainer in Polen, die sich angesichts der Eskalation der Gewalt in ihrer Heimat vor einer Rückkehr fürchteten, suchten nach Möglichkeiten, ihre Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern.

+++ 18:37 Russland verschiebt Zahlungen +++
Die Auszahlung der zweiten russischen Kredit-Tranche in Höhe von zwei Milliarden Dollar an die Ukraine wurde "aus technischen Gründen" bis Freitag verschoben, wie aus der ukrainischen Regierung verlautete.

+++ 18:28 USA wollen sich mit EU über Sanktionen abstimmen +++
Die USA wollen sich beim Verhängen von Sanktionen gegen die Ukraine mit der Europäischen Union abstimmen. Das sagte Ben Rhodes, stellvertretender Sicherheitsberater von US-Präsident Obama. Die Verantwortlichen der Gewalt in Kiew müssten zur Rechenschaft gezogen und zu besserem Verhalten gedrängt werden. "Dafür haben wir einen Werkzeugkoffer, der auch Sanktionen umfasst", sagte Rhodes. Sollte die Regierung in Kiew die Sicherheitskräfte abziehen, Gefangene freilassen und in Dialog mit der Opposition treten, würde sich das aber ebenfalls auf die Überlegungen Washingtons auswirken.

+++ 18:14 Weisband befürchtet Unterdrückung +++ Im Gespräch mit n-tv.de äußert die in der Ukraine geborene Politikerin Marina Weisband "viel, viel schärfere Gesetze" und größere Unterdrückung der Opposition, sollte die Großrevolte nicht zu politischen Veränderungen führen.

+++ 18:11 "Jetzt-erst-recht"-Gefühl in Kiew +++
Die Legitimierung eines Militäreinsatzes kommt der Verhängung eines Ausnahmezustandes durch die ukrainische Regierung gleich, sagen Experten. Rechtliche Basis sei das Anti-Terror-Gesetz. Unter dem Demonstranten auf dem Maidan herrsche "ein 'Jetzt erst recht'-Gefühl", sagt n-tv Korrespondent Christof Lang in Kiew.

+++ 18:05 Ukrainisches Militär darf bereits eingreifen +++
Das ukrainische Militär kann nach eigener Darstellung an dem angekündigten landesweiten "Anti-Terror-Einsatz" des Geheimdiensts SBU gegen radikale Regierungsgegner teilnehmen. Soldaten hätten unter anderem das Recht, Schusswaffen einzusetzen und Personen festzunehmen, teilt das Verteidigungsministerium mit.

+++ 17:42 Großstadt Lwiw erklärt sich für autonom +++
Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch erklären die Großstadt Lemberg (Lwiw) für politisch autonom. Die Regionalversammlung von Lwiw warf der Regierung in Kiew vor, in der fast 500 Kilometer östlich gelegenen Hauptstadt einen "offenen Krieg" gegen die Demonstranten zu führen. Daher nehme sie die Exekutive in ihrem Gebiet in eigene Hände. Lokale Medien berichteten von ähnlichen Vorgängen in mehreren anderen westlichen Städten, wo Regierungsgegner ebenfalls öffentliche Gebäude besetzt halten.

+++ 17:15 Staatsschutz sieht Putschversuch +++ Ukraines Präsident Viktor Janukowitsch droht der Opposition mit einer härteren Gangart. Seinen Kontrahenten wirft er vor, die Macht gewaltsam an sich reißen zu wollen. Er werde deshalb hart durchgreifen. Der Staatsschutz kündigte Ermittlungen gegen Oppositionelle wegen eines Putschversuchs an.

+++ 16:57 USA: Vorkommnisse "vollkommen abscheulich"
Die US-Regierung findet harte Worte: Als "vollkommen abscheulich" bezeichnet sie die Gewalt in Kiew. Das Weiße Haus in Washington erneuert seinen Appell an den ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch, die Lage zu beruhigen. Der Vize-Berater für nationale Sicherheit, Ben Rhodes, sagt, für eine derartige Gewalt sei "im 21. Jahrhundert kein Platz".

+++ 16:53 Auch Steinmeier fliegt nach Kiew +++ Bundesaußenminister Steinmeier reist am Donnerstagmorgen gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius nach Kiew. Die beiden wollen den polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski begleiten, der sich schon heute auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt gemacht hat.

+++ 16:46 Ungarn befürchtet Flüchtlingswelle +++ Ungarn bereitet sich auf eine mögliche Flüchtlingswelle aus der Ukraine vor. Das sagte Regierungssprecher Andras Giro-Szasz. Ungarn beobachte die Lage im von Unruhen geschüttelten Nachbarland auch mit Blick auf die Lage der rund 150.000 dort als Minderheit lebenden ethnischen Ungarn. Bislang habe der Reiseverkehr aus der Ukraine nach Ungarn aber noch nicht zugenommen, so das ungarische Außenministerium.

+++ 16:42 USA annullieren Visa +++
Die USA annullieren Visa für mehrere ukrainische Beamte. Weitere Strafmaßnahmen würden folgen, teilt der US-Botschafter in Kiew, Geoffrey Pyatt, mit. Zu den nun sanktionierten Funktionären sähen die USA eine direkte Verbindung zu der Gewaltanwendung auf dem Unabhängigkeitsplatz in der ukrainischen Hauptstadt.

+++ 16:34 EU-Vertreter fliegt nach Kiew +++
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski reist in die Ukraine. Er werde noch heute im Auftrag der EU in das Krisenland fliegen, kündigt der Minister via Twitter an.

+++ 16:26 "Hier gibt es niemanden, der Angst hat" +++
Die Piratin und gebürtige Ukrainerin Marina Weisband, die bis Sonntag in Kiew war, geht davon aus, dass die Demonstranten weiter kämpfen werden. "Die Leute auf dem Platz sagen alle: Hier gibt es niemanden, der Angst hat. Wir bleiben bis zum Schluss, denn es gibt keine andere Option mehr für uns", sagt Weisband im Gespräch mit n-tv.de. Letzlich sei den Demonstranten klar: Sie können nicht mehr in die Ukraine zurückkehren, wie sie jetzt ist.

Das komplette Interview bald hier bei n-tv.de.

+++ 16:13 USA fordern Kampfpause +++
Die US-Regierung fordert die ukrainische Regierung auf, die Bereitschaftspolizei zurückzuziehen, eine Kampfpause auszurufen und Gespräche mit der Opposition aufzunehmen. Die Regierung in Washington erwägt zudem Sanktionen. Mit der EU berate man darüber, welche Einzelpersonen für die Gewalt in der Ukraine verantwortlich gemacht werden sollten.

+++ 16:04 EU nimmt Führungsriege ins Visier +++ "Restriktive Maßnahmen" der EU sollen die Führungsriege des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch finanziell treffen. Einreiseverbote in die EU sollen zudem die Shopping-Möglichkeiten begrenzen. Konten der ukrainischen Machtelite bei EU-Banken könnten eingefroren werden. Die Ukraine steht am Rande des Staatsbankrotts. Deshalb ist das Land auf Hilfe von außen angewiesen, und die Regierung womöglich mit Geld beeinflussbar.

+++ 15:40 SBU: "Massiver Einsatz von Waffen" +++ Der ukrainische Geheimdienst SBU begründet den landesweiten Einsatz, etwas gegen die Bewaffnung "extremistischer Gruppen" unternehmen zu müssen. Mehr als 1500 Schusswaffen und 100.000 Schuss Munition seien in den vergangenen Tagen in die Hände von "Kriminellen" gefallen.

+++ 15:35 Ukraine beginnt "Anti-Terror"-Einsatz +++ Die Sicherheitsdienste in der Ukraine kündigen einen landesweiten "Anti-Terror"-Einsatz an. Der Nationale Sicherheitsdienst sowie das Zentrum für Terrorabwehr hätten die Entscheidung für diesen Einsatz getroffen, heißt es in einer Erklärung des Chefs der Sicherheitsdienste.

+++ 15:23 Janukowitsch spricht mit Opposition +++ Präsident Janukowitsch verhandele derzeit wieder mit der Opposition, twittert die Politikerin Marina Weisband. Die Lage auf dem Maidan ist womöglich auch deshalb relativ ruhig.

+++ 15:03 Merkel und Hollande für Sanktionen +++
Deutschland und Frankreich treten gemeinsam für Sanktionen gegen die Urheber der Gewalttaten in der Ukraine ein. Dies teilt Frankreichs Präsident Hollande bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel mit: "Diejenigen, die sich für diese Taten zu verantworten haben, müssen wissen, dass sie auf jeden Fall sanktioniert werden."

+++ 14:50 Bundestag debattiert über Ukraine +++
Die blutigen Zusammenstöße in der Ukraine beschäftigen am Donnerstag auch den Bundestag. Die Tagesordnung des Berliner Parlaments wurde kurzfristig um eine Debatte ergänzt, die sich mit der Lage in dem osteuropäischen Land befasst.

+++ 14:30 Gauck verurteilt Gewalt +++
Bundespräsident Gauck verurteilt die Gewalt gegen friedliche Demonstranten in der Ukraine. Diese sei "nicht hinnehmbar". Die Botschaft an die Ukrainer müsse sein: "Wir Europäer lassen die Demokraten dort nicht allein." Gauck begrüßt die EU-Beratungen über Sanktionen.

+++ 14:15 Europa-League-Spiele ukrainischer Clubs vor Absage +++
Den drei ukrainischen Fußball-Vereinen in der Europa League droht die Absage ihrer Heimspiele. Präsident Viktor Janukowitsch ordnete einen Tag der Trauer an. Sportveranstaltungen sollen abgesagt werden.  Davon betroffen ist die Partie von Dynamo Kiew gegen den FC Valencia, das Spiel von Dnjepr Dnjepropetrowsk gegen Tottenham Hotspur sowie die Begegnung zwischen Tschernomorez Odessa und Olympique Lyon.

+++ 13:46 EIB friert Investitionen ein +++
Die Europäische Investitionsbank legt ihre Aktivitäten in der Ukraine auf Eis. "Wir müssen abwarten, wie sich die wirtschaftliche und politische Situation entwickelt, und wir richten uns vollkommen nach dem EU-Außenministerrat", sagte EIB-Präsident Werner Hoyer mit Hinweis auf das Ministertreffen am Donnerstag, bei dem auch über Sanktionen gesprochen werden soll.

+++ 13:29 IOC verbietet Ukraine Trauerflor in Sotschi +++
Die ukrainischen Athleten dürfen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi nicht mit einem Trauerflor starten. Einen entsprechenden Antrag der ukrainischen Delegation als Reaktion auf die Ausschreitungen in der Heimat lehnt das Internationale Olympische Komitee (IOC) ab.

+++ 13:08 UN-Menschenrechtsbeauftragte fordert Untersuchung +++
UN-Menschenrechtskommissarin Pillay fordert eine unabhängige Untersuchung der Vorgänge in der Ukraine. Geprüft werden soll, ob womöglich exzessive Gewalt angewendet wurde. Pillay ruft zudem alle Beteiligten im ukrainischen Machtkampf zur maximalen Zurückhaltung auf.

Video

+++ 12:59 Ukraine beschuldigt Demonstranten +++
Die ukrainische Regierung fordert die internationale Gemeinschaft zu "maximaler Objektivität" bei der Einschätzung der schweren Krise im Land auf. Die Opposition habe die Demonstranten zum bewaffneten Kampf aufgerufen. Daher sei sie "vollständig verantwortlich für den beispiellosen Ausbruch von Gewalt und Gesetzlosigkeit", heißt es.

+++ 12:48 Osteuropa-Experte befürchtet Eskalation +++
Der Osteuropa-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Böhlke, befürchtet eine weitere Verschärfung der Lage in der Ukraine. "Beide Seiten sind nun absolut auf Eskalationen eingestellt", sagt er im Gespräch mit n-tv.de. "Spätestens jetzt weiß Janukowitsch, dass die Opposition ihn wegräumen will. Klitschko ist psychologisch derweil in der Position eines Barrikadenkämpfers."

+++ 12:43 Auswärtiger Ausschuss appelliert an Janukowitsch +++
Der Auswärtige Ausschuss des Bundestages ruft alle Seiten zu einem sofortigen Waffenstillstand auf. Eine besondere Verantwortung für sichtbare Schritte zur Deeskalation liege bei Präsident Janukowitsch und der ukrainischen Regierung.

+++ 12:21 EU-Abgeordnete fordern Sanktionen gegen Russland +++
Aus dem EU-Parlament kommen erste Forderungen nach Sanktionen gegen Russland, das die ukrainische Führung unterstützt. "Es gibt zum Beispiel Alternativen zu der geplanten Pipeline Southstream, die Europa weiter von Gazprom abhängig machen soll", sagt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Harms. Auch der CDU-Europapolitiker Brok bringt Maßnahmen gegen Russland im Energiesektor ins Spiel.

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+++ 11:57 Trauertag in der Ukraine +++
Der ukrainische Präsident Janukowitsch erklärt diesen Donnerstag zum landesweiten Tag der Trauer für die Opfer der Straßenschlachten in Kiew. Zum Gedenken an die mindestens 25 Toten sollen an allen staatlichen Gebäuden die Fahnen auf Halbmast gesenkt werden. Konzerte und Sportveranstaltungen sollen abgesagt werden, Fernseh- und Radiosender ihr Programm "angemessen" ändern.

+++ 11:44 Putin spricht von versuchtem Staatsstreich +++
Kremlchef Putin macht "Extremisten" in der Ukraine für die tödlichen Straßenschlachten in Kiew verantwortlich. Der russische Präsident verurteile die Gewalt scharf und betrachte die Vorgänge als versuchten Staatsstreich, sagt Putins Sprecher. Putin habe in der Nacht mit seinem ukrainischen Kollegen Janukowitsch telefoniert. Die Lösung der Krise im Nachbarland liege ausschließlich bei den ukrainischen Behörden.

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+++ 11:33 Papst Franziskus fordert Ende der Gewalt +++
Papst Franziskus ruft zu einem Ende der Gewalt sowie Einigkeit und Frieden in der Ukraine auf. "Mit Besorgnis verfolge ich, was in diesen Tagen in Kiew passiert", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Ich versichere dem ukrainischen Volk meine Nähe und ich bete für die Opfer der Gewalt, für ihre Familien und die Verletzten."

+++ 11:28 Regierung verlegt Luftlandetruppen nach Kiew +++
Der kommissarische ukrainische Verteidigungsminister Lebedew ordnet an, Luftlandetruppen zur Verstärkung nach Kiew zu verlegen. Die Soldaten der 25. Brigade aus der Großstadt Dnjepropetrowsk sollten Waffen- und Munitionsdepots sichern, sagt Lebedew. Ein Einsatz von Soldaten ist erst nach Ausrufung des Ausnahmezustandes per Gesetz erlaubt - dies steht nach Angaben von Regierungsmitgliedern bisher nicht zur Debatte. Zu einer Brigade gehören etwa 500 Einsatzkräfte.

Umfrage
Proteste eskalieren: Soll die EU in der Ukraine eingreifen?

Soll die EU in der Ukraine eingreifen?

+++ 11:16 EU-Außenminister kommen am Donnerstag zu Sondersitzung zusammen +++
Die EU-Außenminister werden am Donnerstag zu einer Sondersitzung über die Ukraine in Brüssel zusammenkommen. Das bestätigt die EU-Außenbeauftragte Ashton.

+++ 11:05 Geheimdienst ermittelt wegen Staatsstreichs +++
Der ukrainische Geheimdienst SBU nimmt gegen "einzelne Politiker" Ermittlungen wegen versuchten Staatsstreichs auf. Namen nennt der SBU nicht.

+++ 11:02 Auswärtiges Amt warnt vor Menschenansammlungen in Kiew +++
Die Bundesregierung rät zu erhöhter Vorsicht in der Ukraine. Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt dringend, sich von den Demonstrationen in Kiew fernzuhalten. Darüber hinaus sollten die Reisenden auch Menschenansammlungen, Regierungsgebäude und Orte mit hoher Polizeipräsenz meiden.

+++ 10:46 Fabius: Vermutlich Sanktionen gegen Ukraine +++
Gegen die Ukraine werden nach Angaben von Frankreichs Außenminister Fabius "wahrscheinlich" EU-Sanktionen verhängt. Das sagt Fabius am Mittwoch in Paris.

+++ 10.28 Paris, Berlin und Warschau stimmen sich ab +++
Deutsche, französische und polnische Diplomaten stimmen sich wegen der Lage in der Ukraine ab. Dies verlautet aus diplomatischen Kreisen in Paris. Die Ukraine werde auch heute Thema beim deutsch-französischen Ministerrat in Paris, heißt es aus dem Elysée-Palast dazu.

n-tv.de zeigt einen Spezialstream vom Unabhängigkeitsplatz in Kiew.

+++ 10.22 Ukrainische Sportlegende Bubka: "Gewalt ist Schwäche" +++
Der Chef des Olympischen Komitees der Ukraine und frühere Stabhochsprung-Weltmeister Bubka ruft seine Landsleute zur Beendigung der Gewalt auf. "Dialog ist Kraft, Gewalt ist Schwäche", schreibt er bei Twitter aus Sotschi. Er wolle seinem Land den olympischen Frieden bringen, so Bubka, der auch Berater von Präsident Viktor Janukowitsch ist.

Bilderserie

+++ 10:05 Polen spricht von einem ukrainischen Tiananmen +++
Polens Ex-Präsident und Ukraine-Vermittler Kwasniewski hält EU-Sanktionen gegen die Ukraine für nötig. "In gewissem Sinne ist der Maidan der ukrainische Tiananmen", sagt er. Der polnische Ministerpräsident Tusk will sich in Gesprächen mit anderen EU-Staats- oder Regierungschefs für Finanzsanktionen gegen die Regierung in Kiew einsetzen.

+++ 09:50 Regierung spricht von "versuchtem Staatsstreich" +++
Der geschäftsführende Ministerpräsident Arbusow bezeichnet die Proteste als Umsturzversuch. Er spricht zum Auftakt einer Kabinettssitzung von "Manipulation der Köpfe" und einem "Versuch, gewaltsam die Macht zu ergreifen".

+++ 09:28 Regierungsgegner wappnen sich +++
In Kiew bereiten sich die Regierungsgegner zur Stunde auf neue Zusammenstöße mit Sicherheitskräften vor. "Bringt alles zu den Barrikaden, das brennt und alles, das sie verstärkt", rufen Redner von einer Bühne. Gegenwehr sei gesetzlich legitimiert, behaupten die Redner und rufen zum Durchhalten auf. "Rennt nicht weg, wenn die Polizisten kommen!"

+++ 08:38 Demonstranten rufen zur Unterstützung auf +++
Die Demonstranten vom Maidan rufen die Bürger auf, heute nicht zur Arbeit zu gehen und stattdessen die Proteste zu unterstützen. Die Polizei sperrt den Maidan bereits weiträumig ab. Der U-Bahn-Verkehr wird eingestellt und ein Zug aus der West-Ukraine mit Regierungsgegnern gestoppt. Zuvor waren mehrere Busse aus dem westlichen Lemberg in Kiew angekommen.

Video

+++ 08:10 Göring-Eckardt: Janukowitsch hat es in der Hand +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt appelliert bei n-tv an den ukrainischen Präsidenten: "Janukowitsch muss sofort die Einheiten vom Maidan abziehen, eine Waffenruhe ausrufen und so die Deeskalation einleiten. Seine Drohungen bringen die Demonstranten anderenfalls weiter auf die Barrikaden." Das Blutvergießen sei so nicht zu stoppen.

+++ 07:52 Zahl der Toten steigt auf 25 +++
Bei den blutigen Straßenkämpfen in der Ukraine kommen bislang mindestens 25 Menschen ums Leben, darunter mindestens neun Polizisten und ein Journalist. Der Reporter der ukrainischen Tageszeitung "Westi" wurde erschossen.

+++ 06:54 Kirchen werden zu Lazaretten +++
Die Lage in den Krankenhäusern in Kiew soll katastrophal sein. Erste Kirchen werden zu Lazaretten umgestaltet. Ärzte rufen die Bürger der Stadt zu Blutspenden auf. Die Zahl der Verletzten steigt ständig an. Hier eine weitere Webcam direkt aus Kiew.

+++ 06:35 Janukowitsch droht der Opposition
Sollten die Oppositionsführer in der Ukraine nicht umgehend für eine Deeskalation der Lage sorgen, will Präsident Janukowitsch nach eigenen Worten einen "anderen Ton anschlagen". Schon jetzt sind mehr als 20 Tote und über 1000 Verletzte zu beklagen.

+++ 05:42 Weiterhin Feuer und Explosionen auf Maidan +++
In Kiew bricht der Tag an. Nach einer blutigen Nacht mit mindestens 18 Toten steht der Unabhängigkeitsplatz Maidan noch immer in Flammen. Weiterhin sind Explosionen zu hören - und die Gesänge der Regierungsgegner.

Janukowitsch zeigt sich als starker Mann. Wenn die Ausschreitungen nicht beendet würden, werde er einen "anderen Ton" anschlagen.
Janukowitsch zeigt sich als starker Mann. Wenn die Ausschreitungen nicht beendet würden, werde er einen "anderen Ton" anschlagen.(Foto: REUTERS)

+++ 05:10 Janukowitsch fordert Abkehr von Radikalen +++
Präsident Janukowitsch fordert in einer Erklärung die Oppositionsführer auf, sich von radikalen Regierungsgegnern zu distanzieren. Es sei noch nicht zu spät, den Konflikt und die Gewalt zu beenden.

+++ 03:30 Regierungsgegner besetzen Waffenlager +++
Bisher war lediglich von einer Polizeikaserne die Rede. Jetzt stellt sich heraus: Rund 5000 Regierungsgegner besetzen in Lemberg (Lwiw) im Westen der Ukraine auch ein Waffenlager der Sicherheitskräfte.

+++ 01:35 Janukowitsch lässt Klitschko abblitzen +++
Ein nächtliches Krisentreffen zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und der Opposition geht nach Angaben des Oppositionspolitikers Vitali Klitschko ohne greifbares Ergebnis zu Ende. Bei dem Gespräch habe man keine Lösung für ein Ende der Gewalt gefunden.

+++ 00:40 Die Basis der Opposition brennt +++
Das Hauptquartier der Regierungsgegner in Kiew steht in Flammen. Aus den Fenstern in mehreren Stockwerken des Gewerkschaftshauses am Maidan lodert es. Das berichten Augenzeugen. Menschen werden auf Tragen aus dem Gebäude gezerrt.

+++ 00:30 USA setzen Janukowitsch unter Druck +++
Die USA fordern den ukrainischen Staatspräsidenten Janukowitsch zum Rückzug der Sicherheitskräfte und "höchster Zurückhaltung" auf. In einem Telefonat mit Janukowitsch zeigte sich US-Vizepräsident Joe Biden tief besorgt über die Eskalation der Gewalt, wie das Weiße Haus mitteilt.

Auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew.
Auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew.(Foto: REUTERS)

+++ 00:15 Etwa 1000 Verletzte bei Straßenschlachten +++
Etwa 1000 verletzte Demonstranten - das ist die neueste Bilanz der Krawalle zwischen Oppositionellen und Sicherheitskräften in Kiew. Die Zahl stammt von der renommierten ukrainischen Ärztin Olga Bogomolez. Bei einem Auftritt im Fernsehsender 5. Kanal sagt die Medizin-Professorin, die Kliniken seien überfüllt.

+++ 23:51 Präsident plant Rede +++
Angesichts der blutigen Straßenschlachten in Kiew will sich Präsident Viktor Janukowitsch nach Aussage einer Vertrauten an das Volk wenden. "Der Präsident arbeitet an seiner Rede", sagt die Parlamentarierin Anna German. Unklar ist, wann er die Ansprache halten wird. Ex-Boxweltmeister Klitschko und der ehemalige Außenminister Jazenjuk warten nach Oppositionsangaben unterdessen seit weit mehr als einer Stunde auf ein Treffen mit Janukowitsch.

+++ 23:25 Zahl der Toten steigt auf 18 +++
Bei den blutigen Straßenschlachten in Kiew steigt die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf 18. Das ukrainische Innenministerium teilt mit, es gebe mittlerweile sieben getötete Polizisten. Zudem bestätigt das Gesundheitsministerium der früheren Sowjetrepublik den Tod von elf Demonstranten. In abweichenden Berichten war von insgesamt 13 Toten die Rede. Nach offiziellen Angaben werden mindestens 500 Menschen verletzt, davon etwa 300 Sicherheitskräfte. Weit mehr als 100 Verletzte wurden schon in Kliniken behandelt. Die Opposition ruft die Bevölkerung zu Blutspenden auf.

+++ 23:05 Unruhen im Westen der Ukraine +++
Neben Lwiw (Lemberg) kommt es auch in anderen westukrainischen Städten zu schweren Ausschreitungen. In Ternopol rund 360 Kilometer westlich von Kiew versuchen Hunderte Regierungsgegner, ein Polizeigebäude zu stürmen. Die Demonstranten hätten Brandsätze geworfen, teilt das Innenministerium mit. Das Gebäude stehe in Flammen. Auch aus Iwano-Frankowsk und Rowno gibt es Berichte über Angriffe. In Lwiw (Lemberg) blockieren etwa 3000 Menschen eine Polizeikaserne. Die nationalistisch geprägte Gegend nahe der Grenze zu Polen gilt als Hochburg der radikalen Opposition.

+++ 22:23 Klitschko spricht mit Janukowitsch +++
Oppositionspolitiker Klitschko kommt zu Gesprächen mit Präsident Janukowitsch in dessen Amtssitz an. Das berichtet Klitschkos Sprecherin.

+++ 22:10 Sechs Polizisten sind tot +++
Behörden in der Ukraine melden nun insgesamt 14 Tote. Darunter sind den Sicherheitskräften zufolge sechs Polizisten.

+++ 22:08 Polen fordert Sanktionen gegen Ukraine +++
Der polnische Außenminister Sikorski spricht wie zuvor sein Regierungschef Tusk von Sanktionen gegen die Ukraine, die nicht nur Symbolwert haben sollten. "Im politischen Sinn ist das eine schrecklich verspielte Chance", sagt Sikorski.

+++ 22:02 Mehr als ein Dutzend Tote +++
Bei den neuen Massenprotesten in der Ukraine steigt die Zahl der Toten auf mindestens 13. Fast 400 Verletzte gibt es, davon viele Schwerverletzte.

+++ 21:48 Oppositionelle besetzen Gebäude in Lemberg +++
In Kiew gibt es gewaltsame Zusammenstöße, doch offenbar wird es auch in anderen Teilen der Ukraine unruhig. Regierungsgegner stürmen den Sitz der Regionalregierung und das Polizeirevier in Lemberg (Lwiw) im Westen des Landes.

+++ 21:37 Sondersitzung im ukrainischen Parlament  +++
Das ukrainische Parlament sitzt seit 21 Uhr in einer Sondersitzung zusammen. In der Rada wird über einen Ausweg aus der Krise des Landes beraten. Der Abgeordnete Nikolai Rudkowski von der regierenden Partei der Regionen hatte für die Zeit der Debatte eine Waffenruhe gefordert.

Die Demonstranten werden von der Polizei mit Blendgranaten beschossen, um sie Meter für Meter zurück zu drängen.
Die Demonstranten werden von der Polizei mit Blendgranaten beschossen, um sie Meter für Meter zurück zu drängen.(Foto: REUTERS)

+++ 21:22 Demonstranten verstärken Barrikaden +++
Die Demonstranten versuchen, das Feuer auf den Barrikaden in Gang zu halten. Sie werfen Latten, Bretter und andere Gegenstände in die Flammen. Währenddessen schallt laut Musik über den Maidan.

+++ 21:10 Mindestens 300 Verletzte bei Krawallen +++
Bei den Krawallen werden mindestens 300 Menschen verletzt. Die Behörden in Kiew teilen mit, dass etwa 185 Demonstranten ärztlich versorgt werden müssten. Das Innenministerium gibt die Zahl der Toten in eigenen Reihen mit drei an. Die Opposition spricht von sieben getöteten Regierungsgegnern. 135 Verletzte der Sicherheitskräfte würden derzeit in Krankenhäusern behandelt, teilt das Ministerium mit. Im ganzen Land ist der regierungskritische Fernsehsender 5 Kanal abgeschaltet.

+++ 20:53 Krankenwagen transportieren Verletzte ab +++
Auch unter den Oppositionellen auf dem Unabhängigkeitsplatz hat es offenbar einige Verletzte gegeben. Während auf der einen Seite der Menge die Flammen lodern und die Polizei steht, transportieren Krankenwagen in die andere Richtung die Menschen ab. Die Lage mutet an wie eine Stellungsschlacht.

+++ 20:47 Barrikaden stehen in Flammen +++
Die Demonstranten auf dem Maidan haben einen Halbkreis brennender Barrikaden um sich herum. Behörden melden, dass mindestens 135 Polizisten bislang verletzt wurden. Immer wieder fliegen Feuerwerkskörper in die Reihen der Polizisten.

n-tv.de zeigt einen Spezialstream vom Unabhängigkeitsplatz in Kiew.

Klitschko bittet den Westen um Hilfe.
Klitschko bittet den Westen um Hilfe.(Foto: REUTERS)

+++ 20:23 Klitschko ruft nach Intervention des Westens +++
Oppositionspolitiker Klitschko fordert den Westen zur Intervention auf. Die Spitzen demokratischer Staaten dürften nicht tatenlos zusehen, "wie ein blutiger Diktator sein Volk tötet", so Klitschko. "Die Regierung hat bewusst eine Provokation organisiert, um den Unabhängigkeitsplatz mit Blut und Gewalt auseinanderzujagen, und die Proteste und die Aktivisten zu vernichten." Der Ex-Boxweltmeister wirft Janukowitsch ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vor.

+++ 20:18 Opposition stellt Forderungen auf Maidan +++
Die ukrainische Opposition fordert Kiews Staatspräsident Janukowitsch zur Beendigung der Gewalt auf. "Lassen Sie nicht zu, dass die Ukraine ein Staat wird, der in Blut versinkt", ruft Ex-Außenminister Jazenjuk auf dem Maidan. "Unser Aufruf: Ziehen Sie die Polizei zurück und verkünden Sie einen sofortigen Waffenstillstand." Dann sei die Opposition zu Verhandlungen bereit. Demonstranten verschanzen sich derweil hinter bis zu vier Meter hohen Barrikaden, berichtet ein Korrespondent von n-tv.

+++ 20:11 Regierung sperrt alle Straßen nach Kiew +++
Die Ukraine sperrt sämtliche Zufahrtswege in die Hauptstadt. So solle eine weitere Eskalation in Kiew verhindert werden, teilt die Regierung mit. Schon seit dem Nachmittag steht der komplette U-Bahn-Verkehr still, alle Stationen sind gesperrt.

+++ 20:05 Wasserwerfer treffen Demonstranten +++
Im Zentrum des Maidan harren die Regierungsgegner aus. Sie sind umringt von der Polizei, die mit Wasserwerfern vorgeht. Aus der Mitte der Demonstranten werden immer wieder Brandsätze geworfen.

+++ 19:52 Schüsse fallen auf dem Maidan +++
Die Lage wird unübersichtlich. Immer wieder fallen Schüsse und unterbrechen die Durchsagen per Megaphon von Sicherheitskräften und Demonstranten. Dunkelheit, Flammen und Explosionen zeichnen ein gespenstisches Bild vom Platz in Kiew.

Demonstranten bringen Verletzte in Sicherheit.
Demonstranten bringen Verletzte in Sicherheit.(Foto: REUTERS)

+++ 19:38 Demonstranten werfen Molotow-Cocktails +++
Die Demonstranten und die Polizisten stehen sich auf dem Platz wie in einer Schlacht gegenüber. Durchsagen der Polizei hallen über den Platz, einige Demonstranten werfen Molotow-Cocktails auf die Freifläche zwischen den Reihen von Polizisten und Demonstranten. Die Polizei ist mit gepanzerten Fahrzeugen vor Ort.

+++ 19:35 Demonstranten singen lauthals Lieder +++
Die Regierungsgegner auf dem Unabhängigkeitsplatz von Kiew harren aus. Sie singen lauthals Lieder, während die Polizisten langsam auf den Platz vorrücken.

+++ 19:20 Polizei beginnt mit Stürmung des Maidans +++
Die ukrainische Polizei beginnt mit der Erstürmung des Unabhängigkeitsplatzes Maidan. Livebilder zeigen tumultartige Szenen, Explosionen und flatternde blau-gelbe Fahnen. Dutzende mit Helmen und Schilden geschützte Polizisten rücken auf das brennende Zentrum des Platzes zu.

Quelle: n-tv.de

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