Politik

Bundeswehr in AfghanistanSPD will Truppenabzug Ende 2011

02.08.2011, 09:44 Uhr
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Ende 2011 soll mit dem Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan begonnen werden. (Foto: picture alliance / dpa)

Der SPD-Verteidigungsexperte Bartels erachtet den Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan zum Jahresende für "absolut machbar". Die Sicherheitslage und die Fortschritte in der Polizeiausbildung vor Ort würden diesen Schritt verantwortbar machen.

Die SPD hält eine Reduzierung des Bundeswehrkontingents in Afghanistan noch in diesem Jahr für möglich. Nach einem Besuch in Afghanistan sagte der SPD-Verteidigungspolitiker Hans-Peter Bartels der "Financial Times Deutschland", ein Beginn des Rückzugs bis Jahresende sei "absolut machbar" und auch angesichts der Sicherheitslage zu verantworten.

Afghanische Polizei macht Fortschritte

Die afghanische Armee und die afghanische Polizei hätten dank des Engagements der Schutztruppe Isaf bei der Ausbildung große Fortschritte gemacht. Zudem habe sich die Sicherheitslage durch den hohen militärischen Druck vor allem der US-Amerikaner sowie durch das Aussteigerprogramm für Aufständische verbessert. Nach seinen Eindrücken sei es realistisch, das deutsche Kontingent noch 2011 um eine dreistellige Zahl an Soldaten zu verringern, sagte Bartels.

Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 5000 Soldaten in Afghanistan. Verteidigungsminister Thomas de Maizière will erst Ende des Jahres in Abstimmung mit den Verbündeten über den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan entscheiden, wie er kürzlich angekündigt hat. Auch en will sich bislang nicht auf einen konkreten Zeitplan festlegen, mit dem Argument, dies könne Aufständische geradezu zu Gewalt "einladen".

Quelle: AFP