Freitag, 05. Juni 2009
Bergwanderer aufgepasst: Schneegrenze deutlich gesunken
Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen am 3. Juni.
(Foto: dpa)
Die Schneegrenze in den Bergen ist in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Auf südseitigen Hängen liege sie bei ungefähr 2300 Metern Höhe, teilt der Deutsche Alpenverein (DAV) in München mit. In steilen und schattigen Bereichen reiche der Schnee noch bis 1800 Meter hinab. Trotzdem seien in den Bayerischen und den angrenzenden Alpen inzwischen Wanderungen bis auf etwa 2000 Meter gut möglich.
Die wichtigsten Tipps für die frühsommerliche Wandertour im Überblick:
VORSICHT BEI MULDEN UND RINNEN: Steile Rinnen und Mulden sind laut DAV häufig noch mit Schnee gefüllt. Da sich der Schnee gesetzt hat, ist er den Experten zufolge in flachen Gebieten gut begehbar. Gefährlich werde es an steilen Stellen, da sich dort nur schwer Stufen treten lassen. Steile Schneefelder und schneegefüllte Rinnen oder Mulden seien daher eine Hauptgefahr. Einmal ausgerutscht, könne der Wanderer einen Absturz kaum verhindern.
STEIGEISEN FÜR HÖHERE LAGEN EINPACKEN: Unterhalb der Schneegrenze sind die Wege gut, teilt der DAV mit. Nur dort, wo es gerade getaut hat, gebe es matschige und rutschige Passagen. Bei Touren in höheren Lagen sollten Wanderer Grödel oder Steigeisen und Pickel mitnehmen. "Wer das nicht dabei hat oder nicht damit umgehen kann, sollte besser umkehren", rät Jochen Brune, Leiter der alpinen Auskunft beim DAV.
VIELE HÜTTEN SIND OFFEN: Die meisten Hütten öffnen laut DAV wie gewohnt. Bis auf wenige hochgelegene Hütten im Allgäu, im Karwendelgebirge und in den Berchtesgadener Alpen seien alle Alpenvereinshütten im deutschen Raum geöffnet. Am 11. Juni sollen die letzten Hütten in die Sommersaison starten.
Informationen
Wanderer können sich bei der Alpinen Auskunft (Tel.: 089/29 49 40) Informationen für ihre Bergtour einholen. Auf der Webseite www.alpine-auskunft.de haben sie darüber hinaus die Möglichkeit, aktuelle Tourenbedingungen abzufragen. Unter www.dav-huettensuche.de lassen sich Hütten suchen.
dpa
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