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In der Luft eine Seltenheit: der Riesenflieger A380.
In der Luft eine Seltenheit: der Riesenflieger A380.(Foto: REUTERS)

Neuer Auftrieb für den Super-Jumbo: Airbus will A380-Triebwerke aufpolieren

Trotz aller Superlative: Höhenflüge des Riesenjets A380 bleiben bei den Bestellungen bislang aus. Nun plant Airbus offenbar Neuerungen, die das Flugzeug attraktiver machen sollen.

Vor der Luftfahrtmesse in Singapur verdichten sich Spekulationen, denen zufolge Airbus plant, das Großraumflugzeug A380 mit neuen Triebwerken auszustatten. Neue Motoren seien für die Auslieferungen ab 2020 bestimmt und Airbus werde exklusive Gespräche mit nur einem Triebwerkshersteller aufnehmen, berichten mehrere mit der Sachlage vertraute Personen. Ziel sei es, die A380 effizienter im Treibstoffverbrauch und damit attraktiver für Airbus-Kunden zu machen.

Bislang arbeitet Airbus mit Rolls-Royce sowie mit Engine Alliance zusammen. Letzteres ist ein Joint Venture von United Technologies und General Electric. Damit stützte sich Airbus bei der Ausstattung der A380 auf zwei verschiedene Triebwerkshersteller. Rolls Royce hatte bereits signalisiert, die Turbinen aufbessern zu können, sagten Insider im Vorfeld der Berliner Luftfahrtmesse ILA.

Das britische Unternehmen wolle Airbus so dabei unterstützen, hieß es, die zuletzt schleppenden Bestellungen des weltgrößten Passagierjets wieder in Schwung zu bringen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Rolls Royce lehnte eine offizielle Stellungnahme ab und verwies bei Fragen zu künftigen Turbinen auf Airbus.

Riesenflieger mit riesigen Problemen

Ein Airbus-Sprecher dementierte, dass bereits Entscheidungen getroffen worden seien. Das Unternehmen beschäftige sich dauernd damit, wie es die eigenen Produkte an führender Position halten könne und rede mit vielen Zulieferern. Eine GE-Sprecherin sagte zudem, dass Engine Alliance ebenfalls permanent an Verbesserungen des A380-Antriebs arbeite.

Airbus ist mit seinem derzeitigen Flaggschiff im Zivilgeschäft seit dem Start 2007 nur mäßig erfolgreich. 19 Kunden haben bislang 304 dieser Maschinen bestellt. Eine ganze Serie von Zwischenfällen belastete das Image des Riesenfliegers.

Im November 2010 musste ein Pilot der australischen Fluggesellschaft Qantas eine A380 bei einem spektakulären Vorfall in Singapur notlanden, nachdem ein Triebwerk explodiert war. Die Fluggesellschaft ließ daraufhin vorübergehend ihre gesamte A380-Flotte am Boden. Kurz darauf traten bei mehreren A380-Maschinen Haarrisse an den Tragflächen auf.

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Quelle: n-tv.de

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