Wirtschaft

Großer Optimismus für 2015: OECD erwartet kräftiges US-Wachstum

Glaubt man der OECD, dann stehen den Vereinigten Staaten vor einem wirtschaftlich erfolgreichen Jahr. Die USA hätten ihr "eigenes Wachstum gezüchtet", sagt OECD-Chef Gurria. Die Unternehmen würden 2015 kräftig investieren.

Viertel Little Italy im New Yorker Stadtteil Manhattan.
Viertel Little Italy im New Yorker Stadtteil Manhattan.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt den USA einen kräftigen Aufschwung voraus. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2015 um 3,5 Prozent und damit so schnell wie seit elf Jahren nicht mehr wachsen, hieß es im Länderbericht.

Für dieses Jahr wurde die Prognose wegen des schwachen ersten Quartals infolge des ungewöhnlich strengen Winters leicht auf 2,5 Prozent zurückgenommen. "Die Wirtschaft der USA wächst stärker als die der meisten anderen 34 OECD-Länder", betonte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Garant dafür seien niedrige Energiepreise und günstige Finanzierungsbedingungen. Die Investitionen der Unternehmen dürften deshalb 2015 um zehn Prozent steigen. Da auch die Beschäftigung zunehme, werde wohl auch der private Konsum wachsen. "Die USA sind ein Lichtblick", sagte OECD-Chef Angel Gurria. "Sie sind das einzige Land, das sein eigenes Wachstum gezüchtet hat." Damit ist die OECD optimistischer als andere internationale Organisationen wie etwa die Weltbank, die für 2015 ein BIP-Plus von 3,0 Prozent voraussagt.

Gleichzeitig prangert die OECD aber die ungleiche Verteilung des Reichtums an. Das durchschnittliche Einkommen der Amerikaner sei zwar sehr hoch. "Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass die daraus resultierenden Vorteile nicht hinreichend auf breiter Basis ankommen." Besonders Familien mit niedrigem Einkommen hätten schlechteren Zugang zu Bildung und Gesundheitssystem. Hier seien Reformen notwendig - etwa beim Steuersystem. Auch müsse der Mindestlohn angehoben werden. "Wachstum alleine reicht nicht aus. Die Vorteile des Wachstums müssten geteilt werden", sagte Gurria.

Quelle: n-tv.de

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