Wirtschaft
Samsung spielte auf dem europäischen PC-Markt keine übergeordnete Rolle.
Samsung spielte auf dem europäischen PC-Markt keine übergeordnete Rolle.(Foto: REUTERS)

Niedergang der PC-Branche: Samsung stoppt Notebook-Verkauf in Europa

Smartphones und Tablets sind in, der herkömmliche PC tut sich dagegen schwer: Als Konsequenz zieht sich Samsung aus dem Geschäft mit Notebooks in Europa zurück. Der koreanische Konzern folgt damit dem Vorbild eines anderen Technik-Riesen.

Samsung wird den Verkauf von Notebook-Computern in Deutschland einstellen. Man passe sich damit an "aktuelle Marktbedürfnisse und Anforderungen" an, erklärte das Unternehmen auf Anfrage. Die Entscheidung betreffe neben mobilen Computern mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows auch die Chromebooks mit Googles Chrome-Software. Samsung werde sich in ganz Europa aus dem Notebook-Geschäft zurückziehen, hatte zuvor die Website "PC Advisor" unter Berufung auf einen Firmensprecher berichtet.

Mit seinem Ausstieg folgt Samsung dem Beispiel von Sony - der japanische Technik-Konzern hatte zu Beginn des Jahres bekanntgegeben, seine Computersparte Vaio verkaufen zu wollen. Der Schritt von Samsung verwundert Branchenkenner nicht: Ohnehin ist es dieses Jahr ruhig geblieben um die PC-Sparte der Koreaner, berichtet "PC Advisor" - auf der Ifa 2014 in Berlin etwa seien keine neuen Notebooks des Konzerns präsentiert worden.

Samsung nicht unter den Top-5 in Europa

Allerdings spielte Samsung auf dem europäischen PC-Markt auch keine übergeordnete Rolle: Mit gerade mal einer Million verkaufter PCs im ersten Halbjahr 2014 in Europa finde sich der Konzern nicht mal unter den fünf größten Anbietern, schreibt das britische IT-Portal "The Channel" und beruft sich dabei auf Analysen des Beratungsunternehmens Canalys.

Das PC-Geschäft war in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Auslöser war der Erfolg von Smartphones und Tablets. Im vergangenen Jahr schrumpfte der der weltweite PC-Absatz um rund zehn Prozent. Zuletzt gab es allerdings eine deutliche Erholung, unter anderem nachdem Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP einstellte. Einige Anbieter wie der chinesische Konzern Lenovo, Hewlett-Packard oder Acer profitierten davon in Europa aber stärker als andere.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen