Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Donnerstag, 29. Januar 2015
  • Unternehmen

    Amazon begeistert mit weniger Gewinn

    Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hat im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient, begeistert die Börsianer aber trotzdem. Der Gewinn sank im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 214 Millionen Dollar. Das Ergebnis übertraf dennoch deutlich die Erwartungen des Marktes; die Aktie sprang am Donnerstag nachbörslich zeitweise um mehr als acht Prozent hoch. Die Anleger störte auch nicht, dass der Umsatz mit einem Plus von 15 Prozent auf 29,33 Milliarden Dollar die Prognosen der Analysten verfehlte.

    Amazon investiert traditionell viel in den Ausbau des Geschäfts und fährt deshalb bestenfalls schmale Gewinne ein. Im Quartal davor hatte zudem eine Abschreibung auf das gefloppte erste eigene Smartphone Fire Phone die Bilanz verhagelt. Im gesamten Jahr gab es trotz der schwarzen Zahlen zum Jahresausklang einen Verlust von 241 Millionen Dollar. Das Jahr 2013 hatte Amazon noch mit einem Gewinn von 274 Millionen Dollar abgeschlossen. (dpa)

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  • Donnerstag, 26. Mai 2016
  • Konjunktur
    Großbritanniens Wachstum wird schwächer

    Die britische Wirtschaft büßt vor der Volksabstimmung über einen EU-Austritt des Landes Tempo ein. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März nur noch um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt in London mitteilte und damit eine Schätzung von Ende April bestätigte. Im Schlussquartal 2015 hatte die Wirtschaft noch um 0,6 Prozent zugelegt. Die Briten stimmen am 23. Juni darüber ab, ob das Vereinigte Königreich in der EU bleiben soll oder nicht. Laut Umfrage gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern eines sogenannten Brexit. Regierungschef David Cameron hatte jüngst mit drastischen Worten vor den wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts gewarnt und ihn als "Option zur Selbstzerstörung" bezeichnet. (rts)

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  • Energiebranche
    Dänischer Versorger mit milliardenschwerem IPO

    Der Versorger Dong Energy macht dieses Mal offenbar Ernst mit seinen Börsenplänen. Der dänische Energiekonzern, der schon drei Mal ein IPO angestrebt und dann wieder abgesagt hat, soll am 9. Juni erstmals an der Börse in Kopenhagen gelistet werden. Als Preisspanne nannte die Dong Energy AS 200 bis 255 dänische Kronen. Damit würde Dong Energy eine Marktkapitalisierung von 83,5 bis 106,5 Milliarden Kronen - umgerechnet rund 11,2 bis 14,3 Milliarden Euro - erreichen. Ausgegeben werden sollen 15,1 bis 17,4 Prozent der bestehenden Aktien. Das entspricht 63,2 bis 72,8 Millionen Aktien. Eine Kapitalerhöhung ist nicht geplant. Mehrheitseigner ist mit 58,8 Prozent der dänische Staat, der nach dem Börsengang noch 50,1 Prozent an Dong Energy halten will. Auch die US-Bank Goldman Sachs ist mit 17,9 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. (DJ)

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  • Geschäftszahlen
    Investitionen nagen am Ergebnis von KWS Saat

    Das Saatzuchtunternehmen KWS Saat hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/2016 trotz höherer Umsätze weniger verdient. Während die Erlöse um 7,1 Prozent auf 833,2 Millionen Euro kletterten, ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 128,7 Millionen von 140,1 Millionen Euro vor einem Jahr zurück. Neben negativen Währungseinflüsse und höheren Herstellungskosten belasteten der weitere Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie die Ausweitung der Vertriebstätigkeiten das Ergebnis. An seinen Jahreszielen hält das SDax-Unternehmen fest. Demnach soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 5 bis 10 Prozent wachsen und die Ebit-Marge mindestens 10 Prozent erreichen. (DJ)

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  • Haushalt
    Griechenland will OTE-Anteil verkaufen

    Das hochverschuldete Griechenland will sich von einer fünfprozentigen Beteiligung an seinem führenden Telekomkonzern OTE trennen. Aktualisierte Privatisierungspläne sähen diesen Schritt vor, teilte die Regierung in Athen mit. Der Staat hält zehn Prozent an OTE. Griechenland werde fünf Prozent an die Privatisierungsbehörde HRADF transferieren, die den Verkauf in die Wege leiten soll. Die Deutsche Telekom ist an OTE mit 40 Prozent beteiligt. Dafür hat sie insgesamt 4,2 Milliarden Euro ausgeben. EZB, EU-Kommission und IWF haben Griechenland in insgesamt drei Rettungspaketen im Gesamtvolumen vor mehreren hundert Milliarden Euro an Krediten vor dem Staatsbankrott bewahrt. (rts)

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  • Unternehmen
    KKR an Takata interessiert

    Der US-Finanzinvestor KKR will einem Zeitungsbericht zufolge dem angeschlagenen japanischen Autozulieferer Takata beispringen. Der Fonds wolle 60 Prozent der Anteile kaufen, berichtete die Zeitung "Nikkei". Dazu seien Gespräche mit den Kunden nötig. Eine Takata-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. An der Börse wurde der Bericht positiv aufgenommen: Die Aktien schnellten um mehr als ein Fünftel in die Höhe. Takata steckt wegen Problemen mit den von ihm hergestellten Airbags in Schwierigkeiten. Das Unternehmen hatte jüngst angekündigt, weitere bis zu 40 Millionen Airbags müssten zurückgerufen werden. (rts)

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